Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1045188
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Delvaux, Remi Henri Joseph 
Demetrios , Bildhauer. 
Werke für Kirchen und Paläste ausführte. Im Jahr 1727 reiste er nach Italien , um 
die Antiken zu studiren, und blieb dort vier Jahre, während welcher Zeit er mehrere 
belangreiche Arbeiten fertigte. Nach seiner Rückkunft in's Vaterland wurde er 
1734 zum Hofbildliauer Kaiser Karl VI. ernannt und mit Bestellungen überhäuft. 
Mit seiner Büste der Kaiserin Maria Theresia war diese so zufrieden, dass sie ihm, 
ausser dem ausbedungenen Honorar, einen Jahresgehalt von 400 H. ausset-zte. Zu 
seinen besten Arbeiten zählt man, zu Brüssel: zwei Engel in Marmor am Hochaltar 
der Königskapelle; einen kolossalen Herkules an der grossen Treppe des alten 
Palastes, die Figuren des Giebels an demselben und das Standbild der Kaiserin Maria 
Theresia; das Grabmal des Leonard Matthias van der Noot; zu Tervueren: vier 
Kindergruppen in Marmor und das Marmorbrustbild des ersten Grossmeisters des 
Deutschordens, H. Walpole; zu Gent: die schöne Kanzel in der Kathedrale S. Bavo; 
zu Namen: den heil. Antonius mit dem Jesuskinde in der Hauptkirche, eine Gruppe, 
welche der Künstler selbst für sein bestes Werk hielte zu Nivelles; die Kanzel in 
der Jesuitenkirche, die vier Evangelisten und die Kanzel in der Kirche der h. Gertrud. 
Lileralllr. Immerz e el, De Levens en Werken der Holland. en vlaam. Kunstschilders. Amsterdam 1842.- 
Delvaux, Remi Henri Joseph, ein französischer Kupferstecher, geb. 1'748, gest. 
1823. Er arbeitete viel für Buchhändler, doch sind auch einige hübsche grössere 
Blätter, z. B. der Jäger, nach Metzu; der wunderbare Fischzug, nach Rubens u. A. 
von ihm bekannt.  Auch seine Tochter Marie Auguste, geb. 1786 , widmete sich 
unter der Leitung ihres Vaters der Kupferstecherkunst. 
Demarne, Jean Louis, genannt Demarnette, Landschaftsmaler und Kupferätzer, 
Mitglied der Akademie zu Paris und Ritter der Ehrenlegion, geb. 1744, nach Anderen 
1752 zu Brüssel, gest. zu Paris 1829, erlernte die Malerei bei Briard, und malte 
Landschaften mit historischer Staffage, mit Vieh, Schlnchtscenen, See-, Mondschein 
und Schneeeifekte, wobei ihm verschiedene Meister, wie Karel du Jardin, Bcrchem, 
Potter, Wouverman zum Vorbild dienten. Er ätzte auch in Kupfer und sein voll- 
ständiges Werk besteht in 38 Blättern Viehstücken und Landschaften, zum Theil 
in Berchem's und Glauberjs Manier geistvoll radirt. 
Demarteau oder Desmarteaux, Gilles, Kupferstecher, geb. 1729 zu Lüttich, 
gest..17 76 zu Paris, als Mitglied der dortigen Akademie, lieferte vorzügliche Werke 
in der Crayonmanier, die er wesentlich vervollkommnete. Zu seinen besten Blättern, 
deren man gegen 700 kennt, zählt man: deniin einem Aufruhr verwundeten Lykurg, 
nach Cochin (sein Aufnahnisblatt in die Akademie); die Grablegung Christi, nach 
Stellaert; die Gerechtigkeit beschützt die Künste, nach Cochin; Karl Vanloo 
(in Rölhelmanier) ; einen weiblichen Kopf, nach D oyer (in schwarzer Kreide ß 
und Rothstein).  Einige seiner Blätter sind mit nebigem Monogramm bczeichnetJB-lvlim 
1181119116811, Gilles Antqine, ein Kupferstecher, der Nelfe und Schiller des Vorigen, 
geb- 1750 z" Lüttißh, gest. 1806 zu Paris, arbeitete in der Manier seines Lehrers, 
und seine Leistungen sind nicht ohne Verdienst. 
ßemaszne, Jean Louis, geb. zu Brüssel 1744, gest. 1829 zu Batignolles, malte 
Landschaften mit Thieren und Kirchweihscenen, Stadt- und Dorfansichten, Seine 
besten Arbeiten werden den Bildern des B e r c h e m und K ar e l d u J a. r d in 
gleichgestellt. 
Demeas, siehe Dameas. 
Demetrios, aus Alopeke in Attika, ein altgriechischer Bildhauer, der um 415 
v. Chr. Geb. zu Athen thätig War und in seinen Wc-rkennabweichend vom herrschen- 
den Geist und Sinn der griechischen Kunst seiner Zeit, einem bis in's Einzelne gehen- 
den Naturalismus hnldigte. Er VWLT der erste, der in Nachbildungen von Individuen, 
besonders älteren Leuten, eine Treue erstrebte, welche auch das Zufällige, zur Dar- 
stellung des Charakters Unwesentliche und Unscllöne gewissenhaft wiedergab. Als 
Werke seiner Hand werden von den alten Schriftstellern angeführt: das Bild der 
Lysimache, welche 64 Jahre Priesterin der Minerva war; ferner eine Minerva, welche 
nM-lmicau genannt worden sein soll, weil die Schlangen an ihrer Gorgo beim Anschlag
        

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