Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041008
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AItiSSimO 
Allnnno. 
und die Grabeshöhle Christi auf einer Tafel, sowie die Geschichte der Susanna eben- 
daselbst. Weitere bekannte Bilder dieses vielseitigen, in seinen vielen TVerken frei- 
lich oft sehr ungleichen Meisters, sieht man zu Augs bu rg: in der Gallerie, einen 
Altar, dessen Vorderseite Christus am Kreuz, die Rückseite die Verkündigung dar- 
stellt (mit der Jahrszahl 1516) , und eine Geburt der Maria aus der späteren, bereits 
unter dem Einiiuss der italienischen Kunst stehenden Zeit des Meisters; zu Berlin, 
im Museum, zwei Bilder, den heil. Franciscus und heil. Hieronymus darstellend, mit 
der Jahrszahl 1507; zu Nürnberg, in der Moritzkapelle: Leute, den Leichnam des 
heil. Quirinus aus dem Wasser zu ziehen beschäftigt, von grosser Tiefe der Farbe, 
den heil. Hieronymus und andere; in der Sammlung des Landauer Brüderhauses: 
die Kreuzigung Christi mit der Jahrsz. 1506, ganz vom Geiste Diirens durchdrungen; 
in Regensburg in der Sanlmlung des historischen Vereins; eine Anbetung der Hir- 
ten nebst Verkündigung, acht Flügelbilder aus der Legende des heil. YVolfgang; bei 
Herrn Kränncr: einen todten Christus, eine Darstellung im Tempel, und eine 
Landschaft (mit der Jahrszahl 1507); in YVien: in der k. k. Gallerie eine Geburt 
Christi, ein magisch beleuchtetes Nachtstück; in de1' Lichtenstciifschen Gallerie eine 
schöne Madonna mit Engel (vom Jahre 1511). 
Altdorfefs Kupferstiche stehen seinen Gemälden an Zartheit und Anmuth nicht 
nach. Bartsch verzeichnet von ihm 96 Kupferstichc und 63 Holzschnitte. Sie be- 
stehen in Gegenständen aus der heil. Schrift, Legende, Mythologie und römischen 
Geschichte, in Landschaften, Porträts, worunter sein eigenes, in Blättern nach Gold- 
schmiedearbeiten u. s. w. Sie sind klein und der Künstler wird daher auch unter 
die sogenannten "kleinen Meister" gezählt. Zu den vorzüglichsten seiner Kupfer- 
stiche gehören: eine Madonna (in Zinn gestochen), die Judensehule, Adam und Eva, 
Venus und Cupido, zwei "vom Teufel" versuchte Einsiedler, Apollo und Venus  
zu seinen besten Holzschnit-ten: die schöne Maria zu Regensburg, der Sündenfall und 
die Erlösung in 40 Blättern, die im Jahr 1604 unter dem Titel; „Alberti Dureri 
Noriberg. German. Icones sacrae, nunc primum e tenebris in lucem etlitae." (also dem H 
Dürer fälschlich zugeschrieben) wiedergedruckt und herausgegeben worden sind. i" 
Literatur. Fiorillo , Gesch. der zeichn. Künste in Deutschland.  Kugley, Handy, der 439591,. der Mai,   
Vfaage n, Kunstwerke und Künstler in Deutschlani- Heinecken, Dictionnaire des artistes. --B arts ch, 
 le peintre graveur.  
Altissimo, Christofano (1811, bei Bronzino und Pontormo gebildet, copiffß, 
nachdem er in seiner Jugend mehrere grosse Oelgelnälde, namentlich Bildnisse, aus- 
geführt hatte, in der zweiten Hälfte des 16. Jahrh. für den Herzog Cosimo L, eine 
grosse Anzahl (Vasari zählte deren um's J. 1550 schon 280) von Porträts berühmter 
Personen aus der Sammlung des Monsignore Giorio zu Como, Welche den Grund zu 
der ungemein zahlreichen Sammlung von Bildnissen in den Corridors der Uffizien 
zu Florenz gelegt haben. 
Altmann, Karl, geb. 1800 zu Feuchtwangen, bildete sich in Dresden zu einem 
geschätzten Genremaler aus, der in seinen Gemälden das frische und fröhliche Leben 
und Treiben der Gebirgsbewohner mit Geist und Humor und einer ausgebildeten 
Technik darzustellen weiss. 
Altobello da Melone, ein tüchtiger Maler, im ersten Viertel deS 16. Jahrh. in 
Cremona und Mailand thät-ig, malte namentlich in ersterer Stadt u. A. im Dom und 
in S. Agostino viele Frescobilder aus dem Leben Jesu.  
Allunno, Niccolo, gebürtig aus Fuligno, kann als der Meister betrachtet Werden, 
in dessen Werken die ersten Grundzüge liegen, aus denen sich die umbrische Schule 
zu jenem nur ihr eigenen Typus, dem Ausdruck ileckenlcser Seelenreinhejt und 
schwärmerischer, hingebender Sehnsucht nach dem Himmlischen herausbildete. Sei- 
nen Bildern kleben allerdings noch alle die formalen Mängel der Zeig an, E1- wal- 
ohne geniale Erfindungsgabe, die Energie des Ausdrucks streift hie und da an die 
Caricatur und Darstellungen des Leidens Werden nicht selten etwas zu grell und 
übertüehell; allein er Wusste seinen Gestalten, insbesondere seinen Frauen- und 
Engelsköpfcn, eine ungemeine Zartheit, Anmut-h und Gefühlsinnigkeit, Schönheit und
        

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