Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1044753
leitete den Bau des Klosters der Annunziata. Sodann wird ihm auch der Bau des 
schönen Palastes Guadagni zugeschrieben. Endlich erbaute er den grossen Rathsaal 
im Palast der Signorial", zu dem die gerühmtesten damals lebenden Architekten Ent- 
würfe eingesandt hatten, einen der ausgedehntesten Säle in ganz Italien, der aber 
später von Vasari umgebaut wurde, und die grosse zu demselben führende Treppe, 
reich Vverziert mit, korinthischen Pfeilern und Kapitellen, Gesimsen und Bögen. 
Cronaca. hatte einen Bruder Matten, der ein Schüler von A. Rossellini war 
und viele Anlagen besass , aber schon in seinem 19. Jahre starb. 
Literatur. Vasari, Leben der ausgozeichnetsten Maler, Bildhauer und Baumeister.  Quattemere 
de Quincy, Histoire de 1a vie et des ouvrages des plus celebres architectes.  
Cros, Pierre du, siehe Ducros. 
CIOSS, J., ein englischer Historienmaler, von dem man u. A. im Jahr 1845 auf 
der Kunstausstellung zu Westminster Hall in London unter den zur Bewerbung um 
die Malereien in den neuen Parlarnentsgebäuden eingesandten Bildern: den Tod des 
Thomas a Becket, eine durch die Gegensätze von Seelenruhe, Wuth und Angst leben- 
dige und ergreifende Darstellung rühmte. 
Cruikshank, George, ein genialer Maler und Kupferätzer zu London, der Meister 
der neueren englischen Carricatur, ist ein Künstler voll unerschöpflicher Phantasie, 
welche sich in launigen und seltsamen Verzerrungen der Gestalten des gemeinen 
Lebens, oft aber auch im Reich phantastischer Mährchenwelt und dämonischen Spucks 
gefällt. Seine Radirnadel, die er mit leichter und gewandter Hand führt, gleicht 
dem Stab in der Hand des Zauberers, wo sie die Platte berührt, tauchen die selt- 
samsten Gestalten in wunderlichster Leibhaftigkeit auf. Ausser vielen einzelnen 
humoristischen und satyrischen Blättern, ist er durch seine Bilder zu Walter Scott's 
Dämonologie; zu Chamissds Schlemihl; durch eine Sammlung von Illustrationen zu 
Smollet, Fielding und Goldsmith; seinen komischen Almanach (1836) voll der hei- 
tersten Zerrbilder englischer Sitte und Gewohnheit; eine Reihe von Blättern: die 
Trunkenheit und des Trunkenbold's Kinder, die ihn Hogarth zur Seite stellen; 
durch seine Zeichnungen zum Don Quixotte u. s. w. bekannt. 
Cruz, Diegode 1a, ein spanischer Bildhauer, der u. A. mit Gil de Silöe für die 
Karthause zu Miraüores im Jahr 1499 den Figurenschmuck des Hauptaltars mit den 
Statuen der Apostel, der Evangelisten und anderer Heiligen nebst dem Leben Christi 
in Relief in Alabaster ausführte. Die Gestalten sind im Allgemeinen würdig gehalten, 
der Faltenwurf ist einfach, die Ausführung jedoch zu sehr auf Wirkung berechnet. 
C1112, Juan de 1a, ein spanischer Miniaturmaler, der um 1628 zu Madrid viele 
Bildnisse malte, die sich durch die Aehnlichkeit, Correktheit der Zeichnung und 
Frische des Colorits auszeichneten. 
Cruz, Juan Pontoja de 13., ein sehr gerühmter spanischer Historienmaler, geb. 
1551 zu Madrid, gest. 1610, erlernte die Malerei bei Alonso Sanchez Coello und 
machte darin bald so grosse Fortschritte, dass ihn Philipp II. noch sehr jung zu seinem 
Hofmaler ernannte. Er malte meistens Bildnisse, da. er eine ungemeine Geschicklich- 
keit besass, die Natur täuschend nachzuahmen; so richtig er aber auch zeichnete 
und gefällig colorirte, so kleinlich und glatt war er in der Ausführung, was seinen 
Darstellungen vielfach Eintrag that. Zu seinen Hauptwerken gehören: die Porträts 
Kaiser Karl V- iIl ganzer Figur (lithogr. in der Coleccion litogr. de Cuadros del Rey 
de ESPEMI- Madrid 1826), der Könige Philipp II. und Philipp III. u. s.w. im k. Museum 
zu Madrid, im Escorial u.s. w.  Pontoja malte übrigens auch historische Bilder 
und Kirchengemälde. 
Lilßrilttlr. Fiorillo, Geschichte de: Malerei in Spanien. 
 Cruz 9 Manual de 1a, ein spanischer Maler, Mitglied der Akademie S. Fernando, 
' Abgebildet in den D enk mälern der Kunst. Atlas zu Kuglei-s Handb. der Kunstgesch. Taf. 87, Fig. 6.
        

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