Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1044596
Coswaiy 
Couchö , Frangois Louis. 
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mit Hülfe aufmerksamer Beobachtung der Natur einen Styl gebildet, der Charakteristik 
und Naturwahrheit mit Schönheit der Formen vereinigt. Seine für die im naturwissen- 
schaftlichen Museum zu Florenz im Jahr 1842 errichtete prachtvolle Tribüne zu Ehren 
Gallilefs ausgeführte Statue dieses berühmten Astronomen zeichnet sich durch den 
männlichen Ernst und die ruhige Würde der Auffassung, treifende Charakteristik und 
lobenswerthe Ausführung aus. Auch sein Pegasus im Garten Boboli und einige Re- 
liefs, eine Darstellung des "Gebet dem Kaiser, was des Kaisers ist u. s. w." und eine 
zur Madonna betende Familie, werden wegen der schönen Composition, der Wahrheit 
und Lebendigkeit des Ausdrucks , der Schönheit der Köpfe und der vortrefflichen 
Gewandung gerühmt. 
Cosway , Maria, eine seiner Zeit sehr gefeierte Malerin, kam zu Livorno auf die 
Welt und verchlichte sich mit dem berühmten englischen Miniaturmalcr Richard 
Cosway (gest. 1810). Sie malte historische, mythologische und allegorische Gegen- 
stände, auch einige Kirchenbilder und Porträts. 
Cotan, Juan Sanchez, geb. 1561 zu Alcazar de S. Juan, erlernte die Malerei bei 
Blas del Prado, trat aber 1604 in den geistlichen Stand und zwar in der Karthause 
del Paular, von der er 1612 in das Karthäuserkloster zu Granada übersiedelte, wo- 
selbst er 1627 starb. Seine Bilder athmen tiefe Bescheidenheit und Frömmigkeit, 
das Colorit ist äusserst lieblich, die Zeichnung correkt und in den Bewegungen seiner 
Figuren offenbart sich die grösste Seelenruhe. In den genannten beiden Klöstern 
sieht man viele seiner Bilder. In dem ersten stellte er meistens Scenen aus dem Leben 
der Jungfrau Maria, in dem letzteren Geschichten aus dem Leiden Christi dar. 
Literatur. Bermudez , Diccionario historico de los mas ülustres professores de las bellas artes in Espana. 
00138116, Jean, der jüngere, geb. 1650 zu Paris, gest. daselbst 1708, der Schüler 
seines Vaters Jean, der ebenfalls Maler und Kupferstecher war (gest. 1676), hielt 
sich einige Zeit in Italien auf und war nach seiner Rückkehr in seine Vaterstadt 
als Historienmaler, Kupferätzer und Arbeiter in Schwarzkunst thätig. Zu seinen 
besten Stichen zählt man: 7 Blätter aus der Geschichte der Venus und Christus 
am Oelberg. 
Cotes, Francis , geb. 1726 , gest. 1770 , war einer der vorzüglichsten englischen 
Porträtmaler, besonders in Pastellfarben. 
Cotignola , Girolamo Marchesi da, ein tüchtiger Maler, geb. um 1480 zu 
Cotignola, gest. 1550 zu Rom, war ein Schüler Francia's, ahrnte aber später 
vorzugsweise Raphael nach. Er malte in Bologna, woselbst man in der Pina- 
kothek und in S.,Michele in Bosco Bilder von ihm sieht, in Rom und in Neapel. 
Aus seiner früheren Zeit stammt eine Krönung Mariä mit Engeln im Berliner Museum, 
ein Gemälde von befangener Anordnung, aber Von grossem Liebreiz in den Köpfen. 
In seiner späteren Malweise, die er zu Rom nach der dort üblichen umänderte, ist 
das Bild einer Madonna mit knieenden Ordensgeistlichen ausgeführt (ebenfalls im 
Museum zu Berlin), das namentlich vorzügliche Köpfe enthält. Eine Madonna in den 
Wolken, unten eine Conversation von Heiligen, lebendig bewegt, und von gewaltiger 
Wirkung, befindet sich in der Sollfschen Sammlung zu London. 
Gotignola, Bernardino da   
coügnola, Francesco dar; Siehe Zaganelh. 
Cotterill, ein treiflicher englischer Bildhauer, der sich Ifarnentlich in der Darstel- 
lung von Thieren , insbesondere von Pferden eine ungewöhnliche Geschicklichkeit 
erworben hat. Seinen Reiterangrid des Sir Bevil Granville in der Schlacht von Lands- 
downehill, ein ebenso schön gedachtes als behandeltes Werk, wurde 1837 für den 
Marquis von Chandos in Silber ausgeführt. Auch bewunderte man damals in seinem 
Atelier: den Tod eines Hirsches, dem eine Dame zu Pferd zusieht. Im Jahr 1844 
führte er eine 21], Fuss hohe Reiterstatuette des Prinzen Albert in Marmor mit reichen 
Silberzierrathen, und 1850 eine geschmackvolle Vase für das Ascotwettrennen in 
Silber aus , auf der er den Sieg des Herkules über den thracischen König Diomedes 
und dessen Rosse darstellte. 
Cüllche, Francois 1401118 , ein tüchtiger Kupferstecher zu Paris, geb. 1782 , der
        

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