Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1044563
388 
Cosme  Costa, Girolamo. 
Formis (nach 1218). Den letzteren Cosma. sehen wir dann 1230 allein und mit seinen 
Söhnen in der Krypta der Hauptkirche zu Anagni thätig. Mit den letzteren , Luca 
und Jacob, erbaute er auch 1235 den Klosterhof von S. Benedetto zu Subiaco , der 
sich durch die Eleganz seiner Verhältnisse auszeichnet. Bald darauf tritt wieder ein 
Cosma, ein zweiter dieses Namens, auf, von dem aber keine hinterlassenen Werke 
bekannt sind. Dagegen hatte derselbe drei Söhne : Jacop o, Deo dato und Giovan ni, 
von denen Deodato 1277 die Kapelle Sancta Sanct-orum im Lateranischen Palast 
(bereits dem gothischen Styl angehörig) erbaute, das Tabernakel von S. Maria in 
Cosmedin fertigte , in S. J acopo alla Lungara thätig war und die Reliquienver- 
schliessung in S. Maria in Portico ausfdhrte. Von Giovanni endlich sieht man noch 
mehrere aus Sculpturen im edel germanischen Styl und aus Mosaiken bestehende 
Mausoleen, und zwar in S. Maria maggiore das des Bischofs Durandus (1296), des 
Kardinals Consalvo (gest. 1299), ferner ein drittes in S. Balbina (1303) und das Grab- 
mal des Papstes Honorius IV., rechts vom Hochaltar in S. Maria in Araceli. Endlich 
wurde der in reichster Pracht erscheinende Klosterhof von S. Paolo fuori le mura 
zu Rom in der ersten Hälfte des 13. Jahrhunderts von zwei Meistern des Namens 
Petrus und Johannes ausgeführt, die ebenfalls als Glieder oder Zöglinge der 
Cosmaten-Familie betrachtet werden. 
Literatur. De Witte, Ueber die Cosmaten. Kunstblatt, Jahrg. 1828, Nro. 41.  Dr. Gaye, Kunst- 
blatt, Jahrg. 1839 , Nro. 61-64. 
Cosme, siehe Tura. 
Oossa, Francesco , einer der vorzüglichsten Maler seiner Zeit, der zu Ferrara das 
Licht der Welt erblickte, aber die grössere Hälfte seines Lebens in Bologna zu- 
brachte. Von ihm sieht man in der Kirche del Baracano daselbst ein Frescogemälde 
mit der Jahrzahl 1450 und in der dortigen Pinakothek ein Temperabild auf Leinwand, 
eine grosse Madonna mit Heiligen vom Jahr 1474 , von einfach derber Auffassung der 
Natur in' der paduanischen Manier der damaligen Zeit. Er bildete eine zahlreiche 
Schule , von seinen Lebensumständen ist aber sonst nichts bekannt. 
Cossiau, auch Cosziau geschrieben, Jan JOSiJ van, geb. 1654 zu Breda, gest. 1732, 
ein Landschaftsmaler, der sich in seinen Bildern namentlich auf die Nachahmung des 
Gaspard Poussin legte. In der Pinakothek zu München sieht man eine grosse 
Landschaft von ihm. 
COSSiGIS, Johannes, Genre- und Historienmaler, geb. 1603 zu Antwerpen, gest. 
1652 als Direktor der Akademie daselbst, erlernte die Malerei bei Ccrnelis de Vos, 
und erlangte darin binnen kurzer Zeit einen so grossen Ruf, dass er vielfach von 
fremden Höfen beschäftigt wurde. Er malte meistens Kirchenbilder, von denen man 
in den Kirchen und Museen seines Vaterlandes noch verschiedene sieht. 
COSSIItiIIS, ein römischer Baumeister, der unter der Regierung des Antiochus Epi- 
phßneS , Königs von Syrien (reg. 176-164 v. Chr. Geb.) , welcher die nöthigen 
Geldmittel dazu vorschoss, den von Antistates, Kalläschros, Antimachides 
und PorinoS unter der Herrschaft der Pisistrateir begonnenen Tempel des olym- 
pischen Zeus zu Athen korinthisch umbaute. Er errichtet-e die Cella, liess die 
Säulen setzen und bestimmte die Verhältnisse von Gebälk und Giebel. Der kglgsgale 
Bau wurde aber erst unter Hadrian vollendet. 
Cossutius Cerdo nennt sich ein Künstler auf zwei in Civita Lavigna gefundenen 
antiken Statuen von Panisken, Jünglingen mit spitzen Ohren und kleinen Hörnern, 
aber von einem mehr weichen und zarten, als sinnlichen und thierischen Ausdruck, 
Arbeiten, der Zeit um 135-75 v. Chr. G. angehörig, Von correkter Zeichnung und 
sorgfältiger Durchbildung.  
Costa, Andrea, ein Maler aus Bologna, der sich in der Schule der Caracci bildete 
und sich in Malereien für die S. Casa in Loretto ausgezeichnet haben soll. 
Costa, Fermo, ein Maler, der im Jahr 1531 mit anderen Künstlern von Giulio 
Romano im Pal. de] T. zu Mantua beschäftigt wurde. 
 Costa, Girolamo, der B1'uder des Ippolito, geb. 1529, gest. 1595, ein Maler, 
dessen Lebensumstände unbekannt sind, und von dem man nur weiss, dass er zwei
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.