Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1044543
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Cort, Hendrik de 
Cortot. 
gelang es ihm noch nicht seinen Stichen zu geben, doch soll auch er schon auf dem 
Wege der später von den Rubens'schen Stechern geübt-en Kunst gewesen sein. 
Zu den besten seiner aus 151 Blättern bestehenden Kupferstichen zählt man: 
Prometheus (1566), die Dreieinigkeit (1566), die Schwangerschaft der Calisto (1566), 
und die ltlarter des h. Laurentius (1571), nach Tizian; Moses und Aaron (1567), die 
Dummheit auf dem Throne, umgeben von der Tyrannei und Bosheit (1572) , und die 
Erscheinung des h. Geistes (1574), nach F. Zuccaro; die Anbetung der Hirten (1567) 
und die Verkündigung (1571), nach Taddeo Zuccaro; die Anbetung der Hirten, 
nach Caravaggio; eine h. Familie, nach Baroccio; die Steinigung des h. Stepha- 
nus, nach M. Venusti (1576); die Schlacht der Perser und ihrer Elephanten, Welche 
die Feinde zertreten (1567) und die Transfiguration (1573), nach Raphael; die 
Akademie, nach Stradanus (1578) u. s.w.  Er führte auch einige Stiche nach 
eigenen Compositionen aus. Seine Blätter sind mit G. G. f. (Zorn. Co, f. oder mit äo 
nebigem Monogramm bezeichnet.  
C0117, Hendrik de, ein Landschaftsmaler, geb. zu Antwerpen 1742, gest. zu Lon- 
don 1810, war ein Schüler von C. I-Ierreyns und H. J. Antonissen und begab sich 
1790 nach England, wo er Städteansichten, Kirchen, Ruinen u. dgl., welche er meist 
durch andere Meister staifiren liess, mit vieler Naturwahrheit malte, auch eine grosse 
Anzahl Sepiazeichnungen fertigte. In der Gallerie des Belvedere zu Wien ist von 
ihm eine Ansicht des alten Schlosses Temsch an der Schelde bei Antwerpen (1774). 
001'156, Juan (18 1a, geb.1597 zu Madrid, gest. (laselbst 1660, erlernte die Malerei 
in der Schule des D. Velasquez und eignete sich in derselben einen tüchtigen Vortrag 
und guten Geschmack im Colorit an. Er malte Bildnisse und Historien, zeichnete sich 
aber namentlich in Schlachten aus.  Sein Sohn Gabriel, geb. 1648, wvar ein ge- 
schickter Blumenrnaler, starb aber in grossem Elend 1694. 
C0116, Valerio , aus Pavia, malte unter Tizian's Leitung tüchtige Bildnisse und 
liess sich später in Genua nieder, wo er 1530 in seinem 50. Jahre im grössten Elend 
starb. Er schrieb auch das Leben seines Freundes Cambiaso.  Sein Sohn Cesare 
erlernte die Malerei bei Cambiaso und malte für Sammlungen und Kirchen Bild- 
nisse, Geschichts- und Kirchenbilder, die nicht ohne Verdienst sind. Er starb 1613 
in seinem 63. Jahre.  Sein Sohn Davide, gest. 1657, war ebenfalls Maler und 
copirte die Werke berühmter Meister auf eine höchst täuschende YVeise. 
Cortenbach, Ivan VOII, nennt sich der Maler eines im Charakter der Nürnberger 
Schule gemalten Bildes vom Jahr 1494 in der Marienkirche zu Colberg. (Siehe Kug- 
ler's Pornmefsche Kunstgeschichte.) 
Cortese oder Gortesi, siehe Courtois. 
Gortona, Pietro da, siehe Berrettini. 
Cortot , Jean Pierre, ein tüchtiger Bildhauer , Mitglied der Akademie , Ritter der 
Ehrenlegion und Professor an der Ecole des beaux arts zu Paris, geb. 1787, g-est, 
1843, war ein Schüler des jüngeren Brid an besuchte zu seiner Weiterbildung so- 
dann Italien und galt bald nach seiner Rückkehr für einen der vorzüglichsten Künstler 
seines Fachs. Seine Landsleute bewunderten vornehmlich in seinen zu immer höherer 
Vollendung reifenden Werken ein eifriges Studium und eine grosse Kenntnisg dei- 
Anatomie des Menschen, ein ausgebildetes Gefühl für Klarheit der Anordnung und 
ein wohlthuendes Maass in der Wärme des Ausdrucks, ein grosses Geschick, sich 
in der Formengebung an die klassische Sßulptur anzuschließen und namentlich eine 
seltene Schönheit und Reinheit des Styls in der Gewandung, und sie behaupten, dass 
namentlich sein Beispiel sehr viel zur Erhebung und Läuterung der französischen 
Bildhauerkunst beigetragen. Seine zahlreichen Arbeiten zieren Kirchen, Paläste, 
öffentliche Plätze und Gärten und man zählt unter die schönsten von ihnen, den 
von Apollo verwundeten Hyacinth; die Statue der h. Katharina, nnd einen E393 hnn-io 
in der Kirche S. Gervais zu Paris; die h. Jungfrau mit dem Kinde in der Kirche zu 
Arras; Daphne und Chloä, eine besonders durch die Feinheit und Liebiichkeib der 
Köpfe ungemein ansprechende Marmorgruppe in der Gallerie Luxembourg; die Mar- 
mürgrllppe der Marie Antoinette in der Chapelle expiatoire in der Rue d'An_jou-Saint
        

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