Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1044531
Corr 
Cort , Cornelius. 
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andere Gemälde hier und in der Umgegend, die von ihm sind oder ihm zugeschrieben 
werden, zeigen einen an den besten Mustern der iiorentinischen Schule gebildeten Styl. 
COIT, Erin, Professor der Kupferstecherkunst an der Akademie zu Antwerpen, geb. 
1805 daselbst, machte die ersten Studien in seinem Fach bei dem Kupferstecher 
Meulemeester, ging dann nach Paris und bildete sich dort unter Wedgwood und 
Forster aus. In's Vaterland zurückgekehrt, machte er sich durch seine vorzü liehen 
Arbeiten bald einen geachteten Namen. Im Jahr 1834 stach er das schöne äorträt 
des Königs von Belgien, nach Wappers, und später das der Königin von Belgien, 
nach A. Scheffe r. Unter seinen übrigen Stichen 1'ühmt man noch besonders: Hagar 
in der Wüste; Christus am Kreuz; das Bildniss des Kardinal-Erzbischof von Mecheln 
und acht Blätter nach den Bildern in RaphaePs Logen zu Rom, die sein Lehrer M eule- 
m e e s t e r unvollendet hinterlassen. 
Correggio, siehe Allegri. 
Correggio da, siehe Bernieri. 
Correns, Erich, geb. zu Köln um 1820, bildete sich auf der Akademie zu München 
zu einem tüchtigen Maler und Lithographen aus. Namentlich rühmt man seine ge- 
schmackvollen Bildnisszeichnungen , zu denen besonders die des Königs Max und der 
Königin Maria von Bayern, das des Direktors Zimmermann u. s.w. gehören. 
Correnzio, Siehe Corenzio. 
COITOIÜ, Salomon, aus Zürich, ein ausgezeichneter Landschaftsmaler, der die An- 
fangsgründe der Malerei bei Wetzel erlernte, sich aber namentlich in Italien weiter 
ausbildete. Zu den besten seiner durch die schöne poetische Andassung und äusserst 
vollendete Behandlung ausgezeichneten Aquarellbilder, die man seit 1839 auf den 
Kunstausstellungen sah, gehören verschiedene seiner heimathlichen Natur entnom- 
mene Darstellungen, worunter besonders sein Comersee gerühmt wird, und seine An- 
sichten von Rom, Florenz, Venedig und aus den Golfen von Neapel und Salerno, 
Bilder von hoher Vortrefflichkeit. 
COISO, G10. Vinc., ein Maler aus Neapel, der sich in der Schule des älteren 
'Amato und dann unter Pietro Perugino bildete, später nach den Werken des 
Andr. Sabbatini und Polid. da Caravaggio st-udirte, dann Gehülfe des Perin 
del Vaga in Rom wurde und 1545 starb. Die meisten seiner Bilder sieht man zu 
Neapel und es wird darunter besonders eine Kreuztragung Christi in der Kirche S. 
Domenico gerühmt.  
C011, Cornelius, einer der vorzüghchsten Kupfcrstecher seiner Zeit, geb. 1536 
zu Horn in Holland, gest. 1578 Zu E0111, War ein Schüler des H. Cock, für dessen 
Verlag er Anfangs, giüisstentheilS Hilfe? dßSSen Namen, verschiedene Kupferstiche 
nach Rogier van der Weyden, Mlcha-el CQCXiG, Fr. Floris und H. Mostaert 
arbeitete. Berühmt geworden durch diese Stiche, reiste er nach Indien und liess sich 
vorerst in Venedig niederi, Wo ihn Tizian gastlich in sein Haus aufnahm und einige 
seiner schönsten Compositionen von ihm stechen liess. Später ging- er Sodann nach 
Rom und entfaltete hier von 1571 an eine ausserordcntliche Thätigkeit, indem er 
daselbst nicht nur eine grosse Anzahl der noch heute beliebten Kupferstiche nach 
Raphael, Polidoro Caldara, Franc- Sßlviati, Taddeo Zuccheri, Giulio 
Clovio, Muziano, F. Zuccaro, Fed. Baroccio stach, sondern auch eine Schule 
der Kupferstecherkunst gründete, in Welßhcr Sich viele junge Künstler zu tüchtigen 
Meistern in diesem Fache ausbildeten. 
Es ist das unbestreitbare Verdienst des Corn. Cort, der bisher nur im Kleinen 
geübten Kupferstecherkunst durch Anwendung und Ausbildung neuer technischer 
Mittel einen viel grösseren Wirkungskreis eröffnet zu haben. Einerseits nehmen seine 
halbschat-tirten in einer freieren als der bisher üblichen Manier gearbeiteten Kupfer- 
stiche einen bedeutend grösseren räumlichen Umfang als die bisher gekannten ein, 
anderseits befolgte er darin einen grossartigeren Styl des Vortrags. Er führte einen 
ebenso leichten als breiten und markigen Stichel, der sich besonders im Baumschlag, 
überhaupt in der Landschaft, mit bewundernswürdiger Freiheit bewegt. Nur die Farbe 
Müller, Künstler-Lexikon. 25
        

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