Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1044351
Corneille , Michel, der Vater der beiden Vorigeu 
Comelisz , Jacob. 
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Vater und machte in dessen Schule so tüchtige Fortschritte, dass er einen akademischen 
Preis und damit eine Reiseunterstützung nach Italien davontrug, woselbst er nachher 
namentlich die Werke der Caracci studirte. Nach seiner Rückkehr in's Vaterland 
wurde er 1663 Mitglied der Akademie und 1690 Professor an derselben. Für den 
König war er zu Versailles, Trianon, Meudon und Fontainebleau vielfach beschäftigt, 
auch schmückte er einige Kirchen mit Bildern und malte die Kapelle S. Gregoire des 
Invalides al fresco. In den letzten Jahren seines Lebens erhielt er eine Wohnung 
in der Manufaktur der Gobelins, für die er Vieles zeichnete, wesshalb man ihn auch: 
Corneille des Gob elins nannte. Er hatte nur einenSchülerNamens Desormeaux, 
der ihm aber keine grosse Ehre machte. Ch.Simonneau, Tardieu, Sarrabat, 
Jean Marriette, J. Audran haben nach Corneille gestochen, er selbst hat aber 
auch mehrere mit sicherem und breitem Instrument geistreich behandelte Blätter 
radirt und gestochen, unter denen die vorzüglichsten sind: die Flucht nach Aegypten; 
Dalila; die Anbetung der Könige. 
Gorneille , Michel , der Vater der beiden Vorigen, Maler und Kupferstecher, geb. 
1603 zu Orleans, gest. zu Paris 1664, war ein Schüler von Simon Vouet und einer der 
zwölf Künstler, die 1648 die k. Akademie gründeten. Sein bestes Bild stellt Paulus 
und Barnabas dar, denen man in der Stadt Lystra ein Opfer bringen will. 
Cornelis, Lambert, ein geschickter niederländischer Kupferstecher, der zu Ende  
des 16. Jahrhunderts thätig war und längere Zeit auch in Frankreich arbeitete. Man 
iindet Porträts von ihm, die mit nebigen Monogrammen oder mit seinem Namen be- 
zeichnet sind. Eines der schönsten ist das Bildniss der Königin Anna von Polen (mit 
der Jahrzahl 1596). aß 
Oornelisz (oder Cornelissen), Cornelis, ein Maler von Harlem, geb. 1562, gest. 
1638 , war anfänglich ein Schüler von Pieter Aerts en , reiste aber schon als 
17jähriger Jüngling nach Frankreich, wurde von hier jedoch durch die Pest wieder 
vertrieben und begab sich dann nach Antwerpen, wo er unter Franz Porbus lmd 
Gillis Coignet arbeitete. Nach Harlem zurückgekehrt, gründete er daselbst mit 
C. van Mander eine Malerakademie, aus welcher viele und zum Theil sehr tüchtige 
Künstler hervorgingen. Cornelissen selbst malte mythologische , allegorische und 
geschichtliche Darstellungen, man kennt aber auch Bildnisse, ja sogar Blumenstücke 
von ihm. Man vermisst zwar in seinen Bildern den belebenden Geist, die Leidenschaft 
und sinnliche Lust, welche ein tieferes Interesse zu erregen vermögen, allein in den ' 
besseren zeigt er sich doch als einer der tiichtigsten Maler seiner Zeit. Seine Zeich-  
nung ist nicht allein richtiger und Illßhb. so manierirt, wie in den meisten Bildern  
seiner Zeitgenossen, sondern das Nackte 1st auch warm und Weich behandelt und das 
Colorit frisch und rein. Unter Seine besten Bildnisse zählt man das 1583 gemalte 
Bild der Vorsteher des Schützenhauses zu Haarlem und die Versammlung der dortigen 
Bürgerkapitäne. (1599 für das Coocker-Huys daselbst gemalt.) Seine Gemälde, 
welche theils mit nebigen Monogrammell, thßils nur mit den Anfangsbuchstaben seines 
Namens bezeichnet sind, triift man ausserhalb der Niederlande, wo zu Amsterdam, in 
seiner Vaterstadt, zu Leyden u. s.w. noch verschiedene von ihm zu sehen sind, selten. 
Das Museum zu Berlin besitzt von ihm: Bathseba und den verlorenen Sohn unter 
Freudenmädßllßn; in der Gallerie zu Dresden zeigt man Venus und Amor und einen 
Alten, der einem sich an einen jungen Mann anklammernden Mädchen einen vollen    
Beutel zeigt; in dem Museum zu Kopenhagen sieht man: eine Allegorie auf die 
KÜTZC des Lebens; die Gemäldegallerie zu Pommersfelden verwahrt eine Wieder-  
holung deT Ba-thseba im Berliner Museum; und die k. k. Gallerie des Belvedcre zu 
Wien: den Drachen, Welcher die Leute des Kadmus auffrisst. Verschiedene seiner 
Bilder wurden von Kilian, Goltzius, Joh. Müller, Nahl, Saenredam u.s.w. (EI 
gestochen. Er selbst stach eine Platte nach einem Gemälde von ihm: die Ruhe auf Ci 
der Flucht nach Aegypten, jedoch ohne seinen Namen. I 
Illterßlllr- DT- Rathgeb 91', Amialen der niederländischen Malerei u. s. w. 
Gornelisz (oder Cornelissen), Jacob, ein tüchtiger Maler und Formschneider, der 
zu Ost-Zaanen in Nordholland geboren wurde, im ersten Viertel des 16. Jahrhunderts
        

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