Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1044343
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Coriolano , Bartolommeo 
Corneille , Michel. 
Maler ausbildete. Später kam er nach Neapel, wo er sich mehr der naturalistischen 
Richtung des Spagnoletto anschloss, ohne sich jedoch mannigfachen Einflüssen 
der Kunstweise der Caracci zu verschliessen. Er bildete mit jenem und Giam- 
battista Caracciolo ein Triumvirat, das die Kunst in Neapel und Umgegend be- 
herrschte und alle übrigen, besonders die ausgezeichneten fremden Maler, wie Annib. 
Caracci, Guido Reni und Dominichino mit Intriguen, Gift und Dolch verfolgten. 
Corenzio malte zu Neapel eine grosse Anzahl von Bildern in Oel und Fresco, für 
Kirchen und Paläste, und man rühmt an ihnen besonders den Geist und Geschmack 
in der Anordnung, das Leben und Feuer in seinen Gestalten und die Leichtigkeit der 
Ausüihrung. Man sieht noch heute viele seiner Gemälde dort; namentlich zeigt man, 
ausser seinen Fresken in der Annunziata, sein grosses Bild der wunderbaren Speisung, 
in S. Severino, das er in 40 Tagen vollendete. 
Goriolano, Bartolommeo, ein vorzüglicher Formschneider in Helldunkel, geb. zu 
Bologna 1599, gest. 1676, arbeitete meistens nach Guido Reni und lieferte äusserst 
liebliche Blätter von geschmackvoller Zeichnung und charakteristischem Ausdruck. 
Die besten sind: der Riesensturz, in vier grossen Blättern; die Herodias, der das 
Haupt des h. Johannes gebracht wird; der Friede und Ueberfluss; der h. Hierony- 
mus, sämmtlich nach Guido Reni. Seine Blätter sind B. C. sc.; B. C. EQ. SC.; 
BART. COR. EQVES. F. bezeichnet. 
(1011013110, CIiStOfOYO , ein Formschneider, der 1540 in Nürnberg geboren werden, 
um 1560 nach Venedig gekommen, dort seinen deutschen Namen: Lederer italieni- 
sirt und die Bildnisse zu Vasari's 1568 erschienenen Künstlerbiographien, sowie 
die Figuren in der Naturgeschichte des Ulysses Aldrovandini in Holz geschnitten 
haben soll. Man hält ihn für den Vater des Vorigen und des Folgenden. 
Ooriolano, GiOV. Battista, ein geschickter Kupferstecher und Formschneider, geb. 
zu Bologna 1589 , gest. 1649 , soll der Sohn des Vorigen und der Bruder des Barto- 
lommeo gewesen sein. Er erlernte die Malerei bei Jean Louis Valesio, übte 
dieselbe aber wenig, sondern legte sich mehr auf die Kupferstecherknnst. Er war 
ein guter Zeichner und führte einen leichten und zierlichen Stichel. Unter seinen 
(von Bartsch im "Peintre graveur" verzeichneten) Blättern, die sich der Manier des 
E. Villamena mehr als die jedes anderen Künstlers jener Zeit nähern, zählt man 
zu den besten, unter den Kupferstichen: die Dornenkrönung, nach L. Caracci, und 
das TVappen des Hauses Medicis; unter den Holzschnitten: die h. Jungfrau mit dem 
Kinde und Johannes, nach A. Tiarini; den h. Borromäus und das Bildniss des For- 
tunius Licetus. Er bezeichnete sie mit den Anfangsbuchstaben B. C. f. mit Cor._oder 
Corio. und mit seinem ganzen Namen. 
Coriolan, Joachim Theodorich, ein deutscher Formsclmeider, der um 1580 in 
Basel für die Kosmographie von Seb. Münster arbeitete. Er bezeichnete Seine Blätter 
mit seinem ganzen Namen oder mit den Anfangsbuchstaben: ITCF. oder ITCFB. 
Cornacchini, Agostino, ein Bildhaueraus Pistoja, der zu Anfang des vorigen J ahr- 
hunderts in Rom thätig war. Von ihm ist die kolossale Statue Karl des Gmssen 
in einer der Vßfllallen der Peterskirche daselbst. 
Corneille, Jean Baptiste, genannt der Jüngere , Maler und Kupferätzer, geb. 
1646 zu Paris, gest. 1695, der Sohn und Schüler des Michel Corneille, war einer 
der verdienstvolleren Maler seiner Zeit. Er erhielt 1664 den zweiten, 1668 den ersten 
'Preis, wurde 1675 Mitglied und nach seiner Rückkehr von Rom, 1692, Professor an 
der Akademie. Er malte viele Bilder für verschiedene Kirchen von Paris, unter denen 
man namentlich das im Jahr 1679 für die Goldschmiedezunft seiner Vaterstadt aus- 
geführte Votivgemälde; die Befreiung Petri aus dem Gefangniss (gest. v. B. Picart) 
rühmt. Im Louvre daselbst sieht man von ihm das für die Aufnahme in die k. Aka- 
demie gemalte Bild: Herkules, der den BuSiriS bestraft.  Unter seinen radirten 
Blättern gehören zu den besten: der Heiland, der heil. Theresia und dem heil. 
Johannes erscheinend, und Merkur, als Bote deS Olymps. 
Corneille, Michel, genannt der Aeltere, Bfüdßr des Vorigen, Historienmaler und 
Kupferätzer, geb. zu Paris 1642, gest. 1708, erhielt den ersten Unterricht durch seinen
        

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