Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1044337
Corbould 
Corenzio. 
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David Ryckaert, dem älteren, dessen Tochter er später heirathete, bildete sich 
aber hernach vorzugsweise nach van Dyck und zeichnete sich besonders in kleinen 
Familienporträts aus, die er mit grosser Feinheit der Empfindung zu ungemein an- 
sprechenden Conversationsstücken zu vereinigen und mit äusserster Zartheit und Ele- 
ganz der Ausführung, Klarheit und Frische des Colorits, mit freiem leichtem Pinsel dar- 
zustellen wusste. Seine Bilder machten grosses Glück und er wurde mit Bestellungen 
von Fürsten und Privaten überhäuft. Unter seine besten Bildnisse sollen die des Erz- 
herzogs Leopold, des Herzogs von Brandenburg, Don Juan's , des Königs von Eng- 
land und des Prinzen von Oranien gehören. In den Kunstsammlungen Englands, 
Brüssels, Gents und des Haags sieht man noch manche vorzügliche Gemälde von 
Coques. Das Berliner Museum besitzt von ihm: das Bildniss eines französischen 
Geistlichen und in der Dresdner Gallerie schreibt man ihm mehrere Porträts und ein 
mythologisches Bild: Jupiter und Danae zu. 
Literatur. Immerz eel, De Levens en Werken der Holl. en Vlaam. Kunstschilders n. s. w. Amsterdam 1842.  
Descamps, La. vie des peintres iiamands, allemands et hollandois. 
Gorbould, Edward, ein mit Auszeichnung genannter englischer Historienmaler, 
der im Jahr 1844 unter den für das neue Parlamentsgebäude ausgestellten Cartons 
für zwei seiner Darstellungen: die Pest von 1349 in London und den Willkomm des 
Königs Heinrich VI., den Preis erhielt. Im Jahr 1846 sah mansodann von ihm auf 
der Kunstausstellung zu London: König Heinrich VI. Einzug in London nach seiner 
Krönung, eine Scene voll Glanz und Leben und zwei allerliehste kleinere Gemälde 
mit der Bezeichnung „zum Markt" und „der Schrittstein", hübsche graziöse Kabinet- 
stücke in leichter und sicherer Ausführung. Minder gelungen ist sein Frescobild: 
Schön Rosamund, im Park von Woodstock König Heinrich II. erwartend, während 
seine grosse Composition: die Erweckung von Jairi Töchterlein zu viel süssliche Ele- 
ganz veiräth und bei unkräftigem Colorit dem biblischen Ernst wiederstreitet. 
ÜOIbOIIIÖ, Henry, der Vater des Vorigen, geb. zu London 1787, gest. 1845, hatte 
durch ganz England einen grossen Ruf als Zeichner, vornehmlich nach Antiken. 
Nach seinen Zeichnungen erschienen im Kupferstich die Sammlungen des Herzogs 
von Bedford, des Grafen von Egremont, des brittischen Museums u. s. w. 
Cordegliaghi, siehe Agi. Q 
Cordier, Uh., ein tüchtiger Bildhauer zu Paris. Im Jahr 1852 sah man von ihm 
auf der Pariser Kunstausstellung eine "afrikanische Venus", eine halbe Figur aus 
Bronze, bewundernswürdig durch Schärfe und Genauigkeit im Einzelnen und von 
eigenthümlich naturalistischer Auffassung, und ein "chinesisches Ehepaar" aus Gyps. 
Sehr üeissig und sauber in Marmor ausgeführt war ferner seine Marmorbüste des 
Kardinal Erzbischofs von Cambray. 
Gordier oder Cordieri, Niccolö, genannt il Franciosino, geb. 1567, gest. 1612, 
ein Bildhauer aus Lothringen, der aber meistens in Italien arbeitete. Noch sieht man 
von ihm in der Kirche S. Gregorio zu Rom: die Statuen der h. Sylvia und des h. 
Gregor des Grossen (letztere der Sage nach von Michelangelo begonnen), sowie 
in S. Agnese 9591143591533; die Bildsäule der Heiligen aus dem Fragment einer an- 
tiken Statue von orientalischem AlihbßsieT- 
Cordova-s Pedro de, Maler von Cordova, war der Schüler des Alexo Fern andes 
und WUTde der Gründer der Schule von Cordova. Von ihm hat sich in der Kathedrale 
seiner Vaterstadt das Bild einer Verkündigung mit sechs Heiligen und zwei knieenden 
Donatoren erhalten, welches er, laut Inschrift, im Jahr 1475 für den Canonicus Don 
Diego Joachim de Castro ausgeführt. Die Malerei ist etwas iiach in der Wirkung, 
die KÖPfe aher sind gut gezeichnet, die Gewänder, in denen viel Gold angebracht 
ist, haben schmale Falten in deutsghspanischer Art.  
Gordelle, siehe Agi. 1 ' 
Goreggio, siehe Allegri, 
Corenzio, Belisario, ein Grieche von Geburt, geb. 1558, gest. zu Neapel 1643, 
erlernte die Malerei in seinem Vaterlande, kam aber 1580 nach Venedig, wo er 
5 Jahre lang unter Tintoretto studirte und sich zu einem fertigen und kühnen
        

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