Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1044212
Coignet, Gilles  Colin, Alexander. 
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maler, geb. zu Paris 1'798, erlernte die Malerei bei Bertin, machte sodann ver- 
schiedene Reisen in seinem Vaterlande, in Italien und in dem Orient, und fertigte 
nach seinen an Ort und Stelle aufgenommenen Studien und Skizzen eine bedeutende 
Anzahl von Ansichten und Landschaften, die sich durch poetische und zum Theil 
grossartige Aulfassung, naturgetreue Darstellung, kräftige und feine Nuancirung, 
geistreiche Behandlung und sicheren, markigen Pinsel auszeichnen. Sein Meister- 
werk , eine Darstellung der Tempelüberreste von Pästum , befindet sich in der neuen 
Pinakothek in München. 
Coignet, Gilles, auch wegen eines Muttermales auf der Wange Gillis met de 
vleck genannt, aus Antwerpen, bildete sich in seiner Vaterstadt zum Maler aus und 
ging dann nach Italien, wo er mit seinem Gehülfen Stelle verschiedene Gemälde zu 
Terni, in Neapel, und an andern Orten in Oel und al fresco ausführte. Nach seiner 
Rückkehr in's Vaterland wurde er 1561 in die Malergilde seiner Vaterstadt aufge- 
nommen , und malte nun hier und in der Umgegend , zum Theil von Cornelis Mo- 
lenaer, dem Schielenden, unterstützt, viel für Kaufleute. YVährend der Kriegs- 
unruhen zur Zeit des Prinzen von Parma, wohnte er in Amsterdam , später ging er 
nach Hamburg, wo er um 1600 starb. Coignet malte mythologische, allego- 
rische , historische Gegenstände , alt- und neutestamentliche Ereignisse und liebte es" 
auf seinen Bildern Fackel- oder Mondscheinbeleuchtungen anzubringen. Ein beach- 
tungswerthes Gemälde, aber wohl nur eine Skizzezu einem grösseren Bilde (von 
Joh. Müller 1594 gestochen), das Abendmahl Christi, bezeichnet Egid. Coignet 
pin., besitzt die herzogl. Gallerie zu Gotha. Verschiedene seiner Bilder Wurden in 
Kupfer gestochen, inbesondere von J. Sadeler. 
Goigny, Jean Joseph, ein tüchtiger Kupferstecher, geb. zu Versailles 1761 , gest. 
1809, lernte bei Le Bas, ging hierauf nach Italien und stach nach seiner Rückkehr 
verschiedene Blätter, unter denen die Schlacht von Marengo, nach Le Jeune (1806) 
das beste ist. 
COiIIÖGt, l, ein trclflicher Landschaftsmaler in Genf, der in poetischen Darstel- 
lungen des Anmuthigen und Reizenden der landschaftlichen Natur Ausgezeichnet-es 
leistet. Grosses Aufsehen erregte [er seiner Zeit durch seine trefYliche Ansicht des 
Deut du Midi (1844). 
Cola, Gennaro di, aus Neapel, geb. 1320, gest. 1370, war ein Schüler von Fran- 
cessco di Simone, und führte mit seinem Mitschüler Stefanone mehrere gross- 
räumige Wandbilder aus , unter denen namentlich eine Reihe von Darstellungen aus 
dem Leben des h. Ludwigs, andere aus dem Leben der Jungfrau Maria in S. Giovanni 
da Carbonara angeführt werden. Von seinen Bildern in Oel soll sich insbesondere 
eine um den Leichnam Christi trauernde Mutter Gottes ausgezeichnet haben. Er 
arbeitete pünktlich und besonnen, aber etwas langSam und mühselig. 
Colandon,  ein Landschaftsmaler und Kupferätzer, der zu Cannes geboren, 
1670 zu Paris lebte, ein Schiller von P. F. Mola war und in der Manier von Genoels 
arbeitete. Sein bestes Blatt ist: eine Gebirgslandschaft mit zwei sitzenden Frauen 
und einem Kinde. 
Colantonio del Fiore, siehe Fiore- 
C016, JÄ, ein talentvoller Landschaftsmaler aus New-York, der sich in Italien aus- 
bildete. An seinen 1842 zu Rom ausgestellten vier Bildern, die vier Lebensaltern 
in allegorischen Landschaften darstellend, lobte man manche glänzende und schön 
gedachte Parthißn, Wenn man sich auch dem Grundgedanken selbst, oder überhaupt 
dieser ganzen Richtung der Landschaftsmalerei abhold erklären mochte. 
Colignon, Giuseppe, gegenwärtig Direktor der Akademie zu Siena, bildete sich 
in Florenz 111141 E0111 Zllm Historienmaler aus. Von ihm sind u. A. die Deckengemälde 
in der St-anza di Prometeo und in der Stanza di Psiche im Pal. Pitti zu Florenz, und 
ein Altargemälde im Dom zu Ravenna, S. Apollinaris darstellend, wie er durch An- 
rufung Gottes den Tempel des Apollo bricht. 
Üülin, Alexander, von Mecheln, geb. 1526, gest. 1612, ein sehr geschickter Bild- 
hauer, der von Kaiser Ferdinand I. nach Innsbruck berufen wurde, um die Marmor- 
Müller, Künstler-Lexikon. 23
        

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