Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1044183
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Coeck  Coello. 
wurden.  Cocxie hatte einen Sohn , der Raphael hiess , ebenfalls Maler war und 
1585 als Freimeister in die Brüderschaft des h. Lucas aufgenommen wurde. Er besass 
weniger Talent als sein Vater, auch scheinen wenige Werke von ihm auf die Nach- 
welt gekommen zu sein. Sein Schüler, der aber bald den Lehrer übertraf, war: 
Gaspard de Crayer. 
Literatur. Rath geb er, Annalen der niederländischen Malerei.  Immerzeel, De Levens en Werken 
der Holl. an Vlaam. Kunstschildera u.s.w. Amsterdam 1842. 
Coeck oder Coek, Pieter, siehe Koeck. 
Goda, Bartolommeo, der Sohn des Folgenden, malte in Rimini, woselbst er u. A. 
in S. Rocco da Pesaro das Bild des h. Rochus mit dem h. Sebastian vor dem Throne 
der Maria (mit der Jahrszahl 1528) hinterliess, das besonders wegen dem glänzenden 
Colorit und der anmuthigen Kinderengeln gerühmt wurde. 
Coda, BBnGdEttO, aus Ferara, gest. um 1520, war ein Schüler von Giov. Bellini, 
lebte in Rimini und hinterliess daselbst viele Werke, unter denen eine Verlobung der 
h. Jungfrau im Dom und ein Rosenkranz bei den Dominikanern daselbst besonders 
angeführt werden.  
C0e1l0, AIQIISO Sanchez, ein vorzüglicher spanischer Porträt- und Historienmaler, 
geb. 1515 in Portugal, gest. 1590 zu Madrid, scheint sich, wie aus seinen Bildern 
zu scliliessen, in Italien und zwar in der Zeichnung in der rlorentinischen oder römi- 
schen Schule, im Colorit nach den Venetianern, besonders nach Tizian gebildet zu 
haben. Im Jahr 1541 hielt er sich in Madrid auf und 1552 begab er sich mit 
Antonio Moro nach Lissabon, wo er die Bildnisse der ganzen königlichen Familie 
fertigte. Von der Gemahlin des Königs JohannIII. von Portugal, nach dessen 1557 er- 
folgtem Tod ihremBruder Philipp II. von Spanien empfohlen, malte er nicht nur den König 
verschiedene Male sitzend, stehend und zu Pferd, sondern auch sämmtliche Mitglieder 
der königl. Familie, wofür er zum Hofmaler ernannt wurde, ausserdem noch viele 
andere Bildnisse, unter denen man besonders das des h. Ignatius von Loyola, des 
Stifters des Jcsuitenordens rühmte. Er führte auch mehrere Altargemälde aus, von 
denen sich noch eines in der Kirche des Escorial, andere in einigen Kirchen Madrids 
erhalten haben sollen. Im königl. Museum zu Madrid sieht man von ihm: das Porträt 
des Don Carlos, des Sohnes Philipps II. Auch in der Gallerie des Belvedere zu Wien 
wird ihm das Bildniss einer jungen spanischen Dame (bezeichnet Sanchez F. 1571) 
zugeschrieben. Seine besten Schüler waren: seine Tochter Donna Isabel und 
Felipe de Liano. 
Literatur. B ermudez, Diccionario historico de los mas illustres professores de las bellas artes en Espaixa.  
Fiorillo, Geschichte der Malerei in Spanien. 
Goello, Claudia, geb. zu Madrid, gest. 1693, lernte "bei Francisco Rizi und 
machte unter dessen Leitung so rasche Fortschritte , dass er noch in der Schule meh- 
rere grosse Altargemälde für einige Kirchen zu Madrid ausführte. Die innige Freund- 
schaft, welche er darauf mit Don J uan Carefio, der Hofinaler war, schloss, ver- 
schaifte ihm die Erlaubniss, die Bilder von Tizian, Rubens und Van Dyck in den 
königl. Gemächern copiren zu dürfen, wodurch sein Colorit bedeutend gewann Eben- 
soviel trug zu seiner weiteren Vervollkommnung seine Bekanntschaft mit J o s ef 
Donoso bei, der sich in Rom gebildet hatte und mit dem er gemeinschaftlich zu 
Madrid, Toledo u. s.w. verschiedene tüchtige Frescogemalde ausführte. Durch alle 
diese Arbeiten hatte er sich einen so grossen Ruf erworben , dass ihn der Erzbischof 
von Saragossa ersuchen liess, die Kuppel der Augustinerkirche mit Frescomalereien 
zu schmücken, und ihn der König nach deren glücklichen Vollendung und nach seiner 
darauf erfolgten Rückkehr nach Madrid 1684 an die Stelle des eben verstorbenen 
Dionisio Mantuano zu. Seinem Maler, und 1686, nach dem Tode des Don Fran- 
cisco Herrer el mozo, zu seinem Kammerxnaler unter äusserst ehrenvollen Be- 
dingungen ernannte. Nach dem Tode seines Lehrers Francesco Rizi sollte er ein 
grosses von diesem begonnenes Altargemälde für die Sakristei des Klosters S. Lorenz!) 
el Real im Escorial vollenden, er wurde aber während der Arbeit nach Madrid be- 
rufen, um einige Säle des alten Königs-Palastes mit Gemälden zu schmücken. Er
        

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