Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1043877
Chatillon , Louis de 
Chelini. 
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Professor der Zeichenkunst an der Militärschule zu Versailles, geb. zu Paris 1780, 
war ein Schüler von Girodet und Girardet. Unter seinen Stichen, von denen 
mehrere nebenstehendes Monogramm tragen, zeichnet man besonders aus: den Erz-  
engel Michael, wie er den Drachen bekämpft, nach Raphael; Maria mit dem Fisch, 
nach Dems.; Endymion, nach Girodet (1810); Oifrande a Esculape, nach Guerimmc 
Angelika und Medor, nach M. Guerin.   
Chatillon, Louis de, ein Maler und Kupferstecher, geb. zu S. Menehould 1693, 
gest. zu Paris 1734,'unter dessen besten Blättern man die sieben Sakramente, nach 
Poussin, rühmt.   
Chaudet, Antoine 1181115, Bildhauer, geb. zu Paris 1736, gest. 1812, erhielt den 
ersten Unterricht in der Kunst in seiner Vaterstadt, bildete sich aber hauptsächlich 
in Italien nach griechischen und etruskischen Vasen und den Reliefs und Statuen der 
klassischen Zeit und wurde bald nach seiner Rückkehr nach "Frankreich Professor der 
Sculptur an der Akademie zu Paris. Im Auftrage Napoleons, bei dem er in grosser 
Gunst stand, fertigte erdessen  Fuss hohe Statue für die Vendomesäule, welche 
1814 abgenommen und später zum Gusse der Statue Heinrich IV. verwendet wurde. 
Auch für den gesetzgebenden Körper führte er eine Statue des Kaisers aus. An einer 
weiteren, in carrarischem Marmor von ihm ausgeführten Statue Napoleons, welche 
sich im Museum zu Berlin befindet, haben zwar die Körperformen etwas Schweres 
und die Falten des Gewandes etwas Eintbrmiges, dagegen gilt der in den Formen 
sehr edle und Beissig ausgeführte Kopf für das ähnlichste plastische Bildniss Napoleorfs. 
Die meisten seiner zahlreichen Werke, in Statuen und Reliefs bestehend, finden sich 
in Paris. Im Allgemeinen zeigen sie eine gewisse äusserliche Aufnahme antiker Dar- 
stellungsmotive, ohne dass Chaudet es jedoch zu einer völligen Aneignung derselben 
gebracht hätte.  Chaudeüs Frau, Jeanne Elisabeth, geb. Gabiou, war gleich- 
falls Künstlerin und fertigte viele Porträts und Genrebilder, auf welch" letztern be- 
sonders naiv dargestellte Kinder eine Rolle spielen. 
Chauveau, Francois, Maler, Zeichner und Kupferstecher, geb. zu Paris um 1620, F 
gest. 1676, ein Schüler von de la Hyre, war ein äusserst produktiver Künstler, F 
der gegen 3000 Blätter fertigte. Zu seinen besten Kupferstichen gehören: die 
vornehmsten Thaten aus der alten Geschichte in 19 Blättern; das Konzert, nach 
Dominichino; Christus mit seinen Jüngern zu Emaus, nach Tizian. Seine Blätter 
sind mit nebigen Monogrammen oder FC fe.; FC in et fc.; FC in et sc.; F. C.; F. Ch. d. E5 
bezeichnet.   
Chauvin, August, Historien- und Genremaler, geb. zu Aachen 1818, erhielt seine 
künstlerische Bildung auf der Düsseldorfer Akademie und ist seit 1842 Professor an 
der Akademie zu Lüttich. Seine Bilder, von denen man besonders seinen: Tobias 
mit dem Engel, Hagar in der Wüste, die h. Familie auf der Flucht nach Aegypten, 
das Begräbniss der h. Nothburga rühmt, verrat-hen Geist und ein hübsches Talent, 
machen sich auch durch ihr harmonisches Colorit bemerkenswerth. 
6113178111165 , Pierre Domachin, Sieur de, geb. 1672 zu Paris , gest. 1744, ein 
französischer Landschaftsmaler, der seit 1709 Mitglied der Akademie war, und von 
dem unter Anderem das Louvre ein hübsches Bild verwahrt. 
Cheesmann, Thomas, ein Kupferstecher in punktirtcr Manier, der um 1760 in 
England geboren wurde , ein Schüler von Bartolozzi War und um 1790 zu London 
blühte. Seine besten Blätter sind: der General Washington, nach Trumbull, und 
zwei trauernde Apostel, nach Giotto. 
CheiIiSOphOS, aus Kreta, ein altgriechischer Bildhauer, von dem zu Tegea im 
Tempel des Apollo das vergoldete Bild dieses Gottes stand. Neben demselben befand 
sich das Bild des Künstlers selbst aus Marmor. 
Cheirokrates, siehe Deinokrates. 
Chelini, Piero, ein Maler in Florenz, von dem die 1444 vollendeten Gemälde an 
den TVänden des Bigallo daselbst mit Scenen aus dem Leben des h. Petrus Martyr, 
und Darstellungen , die Bestimmung des Hauses , die Aufnahme verirrter Kinder, be- 
zeichnend, herrühren. Eine Grablegung Christi in der Glockenstube von S. Remigio,
        

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