Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1043867
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Charpentier 
Chatillon, Henri Guillaume. 
des Kaiserreiohs darstellte, einen geachteten Namen. Viele seiner Schlachtenstücke 
befinden sich im historischen Museum zu Versailles. Eine Episode aus dem russischen 
Feldzug, sein erster Versuch in der Oelmalerei zeigt gleichfalls grosse Wahrheit in 
der Behandlung und umsichtige Handhabung der Farben. Auch die hübschen Genre- 
bilder Charlet's fanden vielen Beifall. 
Cbarpentier, Eugene, ein beliebter-derzeit zu Paris lebender Genre- und Historien- 
maler. Unter die vorziiglichsten seiner Bilder zä-hlt man unter Anderem: den Almosen 
spendenden Maire, den glücklichen Advokaten , einen Halt der französischen Armee 
auf dem St.Bern'hard. Sie zeigen eine glückliche Erfindung, sind sehr lebendig und 
von acht nationalem französischem Geist durchdrungen. Ein vortreifliches Porträt 
der Georges Sand stellte er in dem Salon von 1839 aus. 
Chasseriau, Theodore, ein der Gegenwart angehöriger Historien- und Porträt- 
maler zu Paris, geboren" im spanischen Südamerika, war ein Schüler von In gres, 
verfolgt aber seit Jahren in unverkennbarer Nachahmung, obschon nicht ohne eine 
gewisse Eigenthümlichkeit, die Richtung des Eug. Delacroix. Lebhafte Phan- 
tasie, grossen Adel in der Auflassung, etwas Ritterliches im Anstande und einen ge- 
wissen Stolz in der Haltung der schlanken Figuren, eine Zeichnung, der es nicht an 
Grossartigkeit, öfters aber an Correktheit fehlt, und eine pikante, doch meistens 
harmonische Färbung erkennt man in allen seinen Bildern. Er wurde vielfach von 
der Regierung beschäftigt und erhielt 1849 den Orden der Ehrenlegion. Eine Reihe 
Fresken von ihm sieht man im Palais du quai d'Orsay zu Paris, in der Kirche S. Mery 
aber ebendaselbst Scenen aus der Legende der h. Maria Aegyptiaca. In den letzten 
Jahren hat er verschiedene Bilder auf den Ausstellungen zu Paris gehabt, die ge- 
üelen. Wir erinnern nur an seine Sappho; seine Desdemona, letztere besonders durch 
reizende Form und seelenvollen Ausdruck des Kopfes ausgezeichnet; seinen Christus 
auf dem Oelberg, der die Jünger schlafend ündet; Christus bei Martha und Maria; 
arabische Reiter, welche nach einem Gefecht mit den Spahis ihre Todten weg-tragen; 
arabische Häuptlinge im Zweikampfe unter den Wällen elner Stadt; den Sabbath 
im Judenquartier zu Constantinopel u. s.w. Als Porträtmaler ist Chasseriau eben- 
falls sehr beliebt. 
Chateau oder Chasteau, Guillaume, Kupferstecher, geb. zu Orleans 1631 oder 
1633, gest. zu Paris 1683 oder 1685, war anfänglich ein Schüler von Greuter, 
bildete sich aber nachher nach Bloemart. Er besuchte Italien, liess sich jedoch 
später in Paris nieder und fertigte hier eine grosse Anzahl von Stichen in einer maleri- 
schen freien Manier und geschmackvoller Behandlung; Unter die besten gehören: der 
Tod des Germanicus, nach Poussin (1663); der junge Pyrrhus, nach Dems. (1676); 
das Mannasammeln in der Wüste, nach Dems.; Jesus, aus Jericho gehend, berührt 
die Augen zweier Blinden, nach Dems. Eines seiner Blätter, das Opfer Gideolfs, ist 
mit G. Castellus scullp. bezeichnet. 
Ghateauneuf, Alexis de, ein angesehener Baumeister in Hamburg, welcher sich 
nach dem grossen Brande bei Entwerfung des neuen Stadtplans und dem Aufbau 
neuer Gebäude , namentlich aber bei dem Ausbau der Petri- und der S. Gertrudkirche 
verdient machte. Auch erschien von ihm ein grossartiger Entwurf zu einer neuen 
Börse in Hamburg 1838 im Druck. 
Ohatel, FTQ-HQOiS du, MalelU geb. zu Brüssel 1625, war ein Schiller des jüngern 
Teniers. Er malte viele kleine Familienbildnisse und Gesellschaftsstücke in der 
Manier des C. Coque s, die oft mit den Bildern dieses Meisters verwechselt werden. 
Sein bedeutendstes Bild befindet sich auf dem Stadthaus zu Gent: Philipp IV. em- 
pfängt 1666 die Huldigung der Staaten von Brabant und Flandern, 
Chatelain, J0l1l1 Baptist, ein Zeichner und Kupferstecher, geb. zu London 1710, 
gest. um 1771, unter dessen beste mit Geist und Freiheit behandelte Blätter man 
zählt: eine Landschaft, nach P. da Cortona; eine Landschaft mit der Geschichte 
des Piramus und der Thisbe, nach Poussin; Landschaft mit der Ansicht vom Castßl 
Gandolfo, nach F. B olo gnes e. 
Chatillon, Henri Guillaume, einer der vorzüglichsten französischen Kupferstecher,
        

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