Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1043795
Cerbera  Cerrini. 
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Cerbera, Niccolö , ein ausgezeichneter Stempelschneider in Rom , bekannt durch 
mehrere treffliche Medaillen, namentlich aber durch seine seit 1842 mit P. Girometti 
unter der Benennung: Serie iconogratica numismatica dei piil famosi Italiani heraus- 
gegebene Sammlung von Denkmünzen mit den Bildnissen berühmter Italiener aller 
Zeiten. Die Behandlung der Medaillen ist lobenswerth und die Bildnisse sind ähnlich. 
Literatur. Kunstblatt. Jahrg.1843. Nro. 85. 
Ceresa, Carlo, ein Maler aus Bergamo, geb. 1609, gest. 1679, von dem man in 
den Kirchen seiner Vaterstadt noch viele treifliche Gemälde findet. 
Cerezo, Mateo, ein spanischer Maler, geb. zu Burgos 1635, gest. zu Madrid 1685, 
genoss den ersten Unterricht in der Kunst-bei seinem Vater gleichen Vornamens, kam 
aber hierauf in die Schule des Juan Carerio, und suchte in seinen Bildern, gleich 
diesem, den A. van Dyck, besonders im Colorit nachzuahmen, blieb aber in seinen 
Charakteren durchaus Spanier. In einer Frivatsammlung zu Sevilla befindet sich von 
ihm das vortrelfliche Bild einer büssenden Magdalena mit der Jahrszahl 1666, von 
sehr edlem Ausdruck der Reue, von feiner Zeichnung, satter Färbung und markigem 
Impasto. Oefter ist er indessen flüchtig in der Zeichnung und weniger tief, selbst 
hell im Ton. Im Museo del Rey zu Madrid sieht man eine schöne Himmelfahrt der 
Maria, einen h. Franz und einen h. Hieronymus in Betrachtung, ausgezeichnet durch 
den Ausdruck der Frömmigkeit und iden schönen Goldton der Farbe. Die Gallerie 
Esterhazy zu YVien besitzt von ihm einen treiflichen Ecce homo. Verschiedene andere 
Bilder von ihm lindet man in den Kirchen von Madrid, Bajadoz, Valladolid, Valencia. 
Burgos und Malaga. Mit dem jüngern Herrera führte er die Frescomalereien in der 
Kuppel der Frauenkirche zu Atocha aus. 
Literatur. B e rmu dez , Diccionario historico de los rnas illustres professores de las bellas artes in Espana.  
Passavant, Die christliche Kunst in Spanien. 
Cerquozzi, Michelangelo, genannt Michelangelo delle battaglie, ein berühmter 
Genre- und Schlachtenmaler, geb. zu Rom 1602, gest. 1660, bildete sich zuerst in 
der Schule eines in Rom sich aufhaltenden Flamländers, begab sich aber nach Verlluss 
von drei Jahren in die des Pietro Paolo Bonzi, gen. il Gobbo da Cortona, um 
auch diese wieder zu verlassen und sich ganz der Kunstweise des Bambocciadenmalers 
Peter de Laar zu widmen, der damals in grossenl Ansehen in Rom stand. Er zeich- 
nete sich auch bald in der Darstellung niederer Volksscenen in der Art des Letzteren 
so vorzüglich aus, dass seine besten Bilder, sowohl was Naivität und Humor als sorg- 
same Ausführung und meisterliche Behandlung des Tons betrifft, den besten Nieder- 
ländern an die Seite gestellt werden können. Er malte Schlachten, Märkte, Messen, 
am liebsten aber Scenen aus dem Treiben der Lazzaroni und zwar mit einer unge- 
heuren Harmlosigkeit und Ursprünglichkeit. Die Figuren in diesen gemalten Lust- 
spielen sind voll Charakter und Leben und höchst poetisch aufgefasst. Mit diesen 
Vorzügen verbindet Cerquozzi ein kräftiges Colorit und eine ungemeine Leichtigkeit 
der Ausführung. Seine Schlachten, die ihm den Beinamen „delle battaglie" einbrachten, 
sind dagegen, obgleich oft geistreich und lebendig, häufig von allzu grosser Flüchtigkeit 
und daher weniger ausgezeichnet, seine historischen Gemälde aber wirklich unbedeu- 
tend. Endlich malte er auch Blumen und Früchtenstücke, die sehr geschätzt werden. 
Im Louvre zu Paris sind zwei Bilder von ihm, ein italienisches Possenspiel von ge- 
nngerem Werth und eine Schlacht, welche Ritter in den Passen von Lissa liefern, 
ein vortrelfliches Bild, dort irrthümlich dem Albrecht Altdorfer zugeschrieben. 
Ein vorzügliches Bild von ihm, den Einzug eines Papstes zu Rom darstellend, befin- 
det sich im Berliner-Museum. Andere Bilder sieht man im Palast Spada zu Rom, 
worunter besonders das rührende Bild des todten Esels. In München ist von ihm: die 
Erfrischung nach der Jagd und ein Schuhilicker vor seiner Hütte, welchem ein Weib 
elflell ZSTTiSSeIlßn Schuh übergibt; in der Dresdner-Gallerie: eine Kriegsscene.  
Elne Menge von Schlachtbildern, die von CerquozzYs Nachahmern ausgeführt wurden, 
tragen seinen Namen. 
cernmi Giß-llävmenico, genannt il Cavaliere Perugino, geb. zu Perugia 1609, 
gest. 1681, ein Schüler und Nachahmer des Guido Reni, malte in seiner Vaterstadt
        

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