Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1043722
304 
C317 
Cellini. 
wegung und dem Leben der Gestalten, der Kraft des Farbenauftrags und des Total- 
effekts sehr beachtenswerth. 
Cay, Jacob, Maler, geb. zu Lützen, kam 1566 als Malergeselle nach Wiürzburg, 
und wurde 1567 in die dortige Malerzunft aufgenommen. Ein noch erhaltenes Ge- 
mälde von ihm ist das grosse Vesperbild in der Peterskirche zu Würzburg. Er hatte 
sieben Schüler. Bartsch in seinem Peint-re graveur führt einen Holzschnitt an, 
welcher Cay's Bildniss in Dreiviertelansicht darstellt. 
Oaylus, Philippe-Glaude-Anne de Tubieres. Graf von, berühmter Kunstliebhaber, 
Kunstdilettant, Maler, Kupferätzer, Alterthumsforscher und Schriftsteller, geb. zu 
Paris 1692, gest. 1765. Einer vornehmen Familie entsprossen, trat er in Kriegs- 
dienste , machte einige Feldzüge mit, legte sich aber nachher auf die Wissenschaften 
und Künste, bereiste Italien, Griechenland, die Türkei, Kleinasieil u. s.w. und schrieb 
viele archäologische Aufsätze, denen er Zeichnungen und Kupferstiche beigab. Die 
von ihm geät-zten, mit: Cf"; Cf"; CC; C de G; C. S.: C" 5.; M. le C de (1„ bgzgich- 
neten Blätter belaufen sich auf mehrere Tausende. Die besten darunter sind: Poli- 
dor Caravaggio; 10 Blätter aus der Geschichte Joseph's, nach Rembrandts Skizzen; 
die Befreiung Petri. 
C3265, Pierre Jacques, Historienmaler, geb. 1676 zu Paris, gest. daselbst 1754, 
bildete sich in der Schule des Rene Antoine Houasse und des Bon Boulogne, 
wurde im Jahr 1703 durch ein Bild des Triumphs des Herkules über den Aohelaus 
Mitglied, 1718 Professor, 1743 Rektor, 1744 Direktor und 1746 Kanzler der Aka- 
demie. Er malte viele Altarbilder für verschiedene Kirchen in Paris und den Pro- 
vinzen , auch andere historische Darstellungen in der damals üblichen conventionellen 
Eleganz und Grazie. Seine Schüler waren: P. A. Robert, Ch. Parocel, Hung- 
berk und Chardin. 
Ceccarini, Giovanni, ein tüchtiger Schüler Canoviis, der sich besonders durch 
seinen kolossalen Neptun auf der (1823 vollendeten) grossen Fontaine auf dem Piazza 
del Popolo zu Rom und das seinem Lehrer errichtete Denkmal einen geachteten Na- 
men erworben. 
Cecchini, Francesco, ein tüchtiger Kupterstecher, der in Rom thätig war und 
einige t-reffliche Stiche geliefert, unter denen seine: Maria Heimsuchung, nach A. 
Bonvicino (1799); die Anbetung der Hirten, die Transtiguration, die sechs Helden 
und Gesetzgeber, die sechs Weisen, die sechs Propheten, 5 Blätter, nach Peru- 
gino's Fresken im Börsensaale zu Perugia, zu den besten gehören. 
Celer, ein römischer Baumeister, der mit Severus das goldene Haus des Kaisers 
Nero erbaute, das mit seinen meilenlangen Porticus, grossen Parkanlagen im Innern 
und seiner unsäglichen Pracht, nach dem Esquilin und Cälius hinüberreichte und von 
dem sich noch zahlreiche Gemächer hinter den Substruktionsmauern der Thermen des 
Titus am Esquilin erhalten haben. 
Oelesti, Andrea Gavaliere, zu Venedig geb. 1637, gest. 1706, ein Maler, der in 
M. PonzoneÄs Schule ging und Altarbilder und Historien in einem angenehmen Co- 
lorit mit kräftigem Pinsel ausführte. In der Dresdner-Gallerie iindet man von ihm 
mehrere Gemälde: Bachus und Cercs von einigen Genien umgeben; den Bethlehemi- 
tischen Kindermord; Simson von den Philistern gebunden; die Israeliten, Geschenke 
zu Fertigung des goldenen Kalbs herbeibringend; Kampf und Kriegsgetümmel in 
einer bei Nacht eroberten Stadt; in der Pinakothek zu München: die reuevolle Mag- 
dalena zu den Füssen des Heilands, lebensgrosse Figur. 
Cßllini, Benvenuto, ein berühmter Goldschmied, Bildhauer und Erzgiesser, geb. 
1500 zu Florenz, war der Sohn eines Baumeisters, der aber zugleich die Kunst, in 
Elfenbein zu schnitzen, verstand, überdiess in der Musik bewandert und eine Zeit 
lang iiorentinischer Rathspfeifer war. Auch Benveuuto sollte Musiker werden, doch 
liess ihn der Vater, als er das ausgesprochene Talent des Sohnes für plastische 
Arbeiten erkannte, seiner Neigung folgen und Goldschmied werden. In seinem fünf- 
zehnten Jahre begab er sich zu Antonio Sandro in die Lehre, in dessen YVerkstatt 
er in Wenigen Monaten die besten Gesellen übertraf. Nachdem er sich hierauf in
        

Nutzerhinweis

Sehr geehrte Benutzer,

aufgrund der aktuellen Entwicklungen in der Webtechnologie, die im Goobi viewer verwendet wird, unterstützt die Software den von Ihnen verwendeten Browser nicht mehr.

Bitte benutzen Sie einen der folgenden Browser, um diese Seite korrekt darstellen zu können.

Vielen Dank für Ihr Verständnis.