Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1043510
Caravaggio , 
Michelangelo da 
Garden. 
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Caravaggio, Michelangelo da, siehe Amerighi. 
Caravaggio, Polidoro da, siehe Caldara. 
Carboneau, Jean Murio, ein in hohem Alter 1843 zu Paris verstorbener Erz- 
giesser, von dem u. A. die Statuen Louis des XIV. auf dem Viktorienplatze zu Paris 
und zu Montpellier, Heinrich, des IV. zu Nerac, Karl, des XIII. zu Stockholm (durch 
welche Statue er sich den Wasaorden erwarb) und die Bronzegruppe des Herkules im 
Kampfe mit der Hydra, im Garten der Tuilerien, ausgeführt wurden. 
Cardi, Lodovico da Cigoli, Maler und Architekt, geb. 1559 zu Cigoli bei Florenz, 
gest. 1613 zu Rom, kam schon sehr jung zu Aless. Allori in die Schule, besuchte 
später aber auch das Atelier des Santi di Tito, bildete sich jedoch mehr nach 
Baroocio, Correggio und den grossen venetianischen Meistern aus. In der Arcl1i- 
tektur unterrichtete ihn Buontalenti. Von Papst Paul V. zur Ausführung be- 
deutender Arbeiten nach Rom berufen, woselbst er übrigens schon unter Clemens VIII. 
mehrere Bilder ausgeführt hatte, starb er daselbst in dem Augenblick, als ihm, zur 
Belohnung seiner Verdienste, die Ernennung zum Malteser-Ritter übersandt wurde.  
Cigoli schloss sich in seinen Werken den Bestrebungen einer gewissen eklektischen 
Opposition gegen das manieristische Treiben seiner Vorgänger und seiner Zeit an 
und wurde für Florenz, was die'Caracci in Bologna, was Baroccio in Rom, der 
Wiedererwecker einer ernsteren , tieferen Richtung der Kunst. Seine Bilder, deren 
man zu Florenz und Rom eine grosse Anzahl sieht, zeichnen sich durch ein schönes, 
Warmes Colorit und grosse Anmuth in den Körperbildungen aus. Eines der be- 
deutendsten ist das liIartyrthum des h. Stephanus in den Uliizien zu Florenz. Sehr 
häufig stellte er den h. Franciscus dar. Das beste Exemplar davon befindet sich in 
der Gallerie Pitti zu Florenz, woselbst man auch noch einen Christus mit Petrus auf 
dem Meer (gest. von Fra Ant. Lorenzini) und einen guten Ecce homo verwahrt. 
In der Peterskirche zu Rom sieht man von ihm sein geriihmtestes Bild: die Heilung 
des Lahmen (gest. v. Dorigny) und in S. Francesco zu Cortona das Wunder des h. 
Antonius. Die Eremitage in S. Petersburg besitzt von ihm einen Tobias und eine 
Beschneidung Christi.  Auch als Architekt legte Cardi nicht unerhebliche Proben 
grossen Talentes ab. Er führte für den Grossherzog Ferdinand I. die Dekorationen" 
für die Vermählung der Maria von Medici mit Heinrich IV. von Frankreich aus. 
Darauf wurde er mit der Vergrösserung und Vollendung des Palastes Pitti betraut, 
und sah sich auch unter Cosimo II. als Architekt geehrt. Unter der Regierung 
desselben wurden nach seinen Entwürfen und Pläne verschiedene grossartige Gebäude 
errichtet; das Thor und die Treppe des Gartens der Gaddi, die Loggia Tornaquinci, 
das Portal des Klosters S.Felicita, der schöne Hof des Palastes Strozzi und der Palast 
Ranuccini.  In seinen Architekturen erscheint Cigoli als Nachahmer des Michel- 
angelo; nur in der Fagade des letztgenannten Palastes hat er sich eine gewisse 
Selbstständigkeit gewahrt. 
Lijßrutnr. Museo fiorentino, wosclbst auch. sein Porträt ixrrStich.  Quatremere de Quincy, 
Dxctionnaire historique d'Architecture. 
Cardiscü, _Marco, genannt Calabrese, ein Maler aus Cala-brien, der für einen 
Schüler des Polidoro da Caravaggio gehalten wird, seinem Styl nach aber eher 
bei Andrea da Salerno gelernt zu haben scheint. Er lebte meistens zu Neapel 
und flihff-e hier und in der Umgegend eine Menge Oel- und Frescobilder aus, in denen 
er Sich als einen der vorzüglichsten Meister. die zu jener Zeit dort die Kunst übten, 
kund gibt. In der Kirche S. Agost-ino Zu Neapel linden sich noch Gemälde von ihm. 
Meister Marco malt-e um 1508 und starb 1542. Er hinterliess einen Schüler mit 
Namen Filippo Crescione, 
38331011, Antoine, ein vorzüglicher Kupferstecher, geb. zu Brüssel 1772-, gest. zu 
London 1813, erlernte die Kunst bei seinem Vater Antoine Alexandre Joseph, 
von dem wir u. A. eine Reihenfolge von hübsch radirten (mit ncbigeni Monogramm 
bezeichneten) Landschaften aus der Tjxngegend von Neapel kennen und der 1822 als 
Professor der Malerakademie starb; begab sich dann 1792 nach London, wo er 
sich bald einen bedeutenden Ruf erwarb. Zu seinen besten Blättern gehören: die
        

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