Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040830
Albrecht 
Aldrovandini. 
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werken bildete. Von seinen zahlreichen in Italien zerstreuten, auch in Deutschland 
anerkannten Bildern verwahrt der Palast Pepoli zu Bologna die besten. Seine spä- 
teren YVerke zeigen einen andern Styl, da er, nachdem ihm ein Schlagiiuss den rech- 
ten Arm gelähmt, fortan bis an sein Ende mit der linken Hand malte. Er starb 1734  
in hohem Alter.  
Albrecht, Balthasar Augustin, ein Schüler des N. G. Stuven, geb. im Bairischen 
1687 , bildete sich in Venedig und Rom, und wurde nach seiner Rückkehr kurbairi- 
scher Hofinaler, später Gallerieinspektor. Er starb 1765 in München. Mehrere 
Kirchen und Gallerien Baierns zeigen Bilder von ihm. 
Albrier, Joseph, geb. 1791 zu Paris, Schüler von Regnault, bekannt durch meh- 
rere mythologische Bilder und Darstellungen aus dem Leben Ludwig XIV, Friedrich 
des Grussen u. s. w. 
Alcmaer, Zacharias van, wird als Schüler des Corn. Cornelissen genannt. 
Aldegrever, Heinrich, auch Albert von Westphalen genannt, einer der besten 
unter den sogenannten kleinen Meistern, geb. 1502 zu Soest in Westphalen, bildete 
sich im Malen und Stechen unter Albr. Dürer zu einem von dessen tüchtigeren 
Schülern, und kehrte nach Beendigung seiner Nürnberger Studien in seine Vaterstadt 
zurück, woselbst er 1562 starb. Aldegrever suchte sich die Darstellungsweise seines 
Meisters anzueignen, brachte es aber, trotz manchem trefflich Gedachten und schön 
Gefühlten, nicht über die iiianirii'te Nachahmung der Schwächen D ür e r's hinaus. Seine 
Zeichnung ist streng, oft kühn und grossartig, die Ausführung sauber und äusserst 
fleissig, doch hin und wieder zu trocken, die Gewanduiig dagegen zeigt die Falten 
zu gerade, scharfgebrochen und knitterig. Sein VOIZÜgliClIStiGS Bild ist die Darstellung 
des jüngsten Gerichts im Museum zu Berlin. Andere benierkenswerthe Gemälde von 
ihm sieht man zu Nürnberg: im Landauer Brüderhause; die drei Jünglinge im Feuer- 
ofen, zu M ün chen: in der Pinakothek, Scenen aus der Parabel vom barmherzigen Sama- 
riter und ein paar treiiiiche Porträts, zu YVien: in der k. k. Gallerie, die Beschneidung, 
den h. Lucas, dem die h. Jungfrau erscheint, die Vertreibung aus dem Paradiese und 
ein schönes Bildniss in der Lichteristeimschen Gallerie. Auch werden ihm eine thro- 
nende Madonna in S. Severin zu Köln und vier Tafeln in der Sammlung des Herrn 
Essingh dnselbst zugeschrieben.  Hauptsächlich beschäftigte sich Aldegrever mit 
dem Kupferstich, und Bartsch beschreibt 292 Blätter seiner Hand, die beinahe iiis- 
gesamnit den nämlichen Charakter wie seine Bilder tragen. Sie zeigen zwar eine 
gewandte effektvolle Behandlung, sind aber eben so wenig frei von Trockenheit, 
wie jene. Unter seine vorzüglichsten und gesuchtesten Blätter, die in Darstellungen 
der biblischen und ldrofangescliiehte, Allegorien, Bildnisse-n, Verzierungen, auch 
einigen leichtfertigen Bildern bestehen, gehören: Herzog Wilhelm von Lüttich, 
der Wiiedertäuferköiiig Johann von Leyden, Bernh. Knipperdolling, Ph. Melanchton,  
Martin Luther, die Geschichte Susannens, sein eigenes Bildniss, Bacchanalien, dieß 
Thaten des Herkules, die Tugenden und Laster": n, S, w_ u_ S_ W_ 
Literatur. Sandrnrt, Deutsche Akad. der Bau-, Bild- und Malerkünste.  Fiorillo, Gescli. der zeiclin. 
Künste in Deutschland.  Kugler, Handb. der Geschichte der Malerei.  Heineck an, Diutionnaire des 
artistes.  Bausch, le Pointre-graveur.  Heller, Lexicon der vorz. Kupfersteciier u. s. w. 
Aldighiero da Zevio, geb. zu Verüllil, malte um 1376 in der Capella San. Felice 
in S. Antonio zu Padua die ersten 7 Bilder von den Fresken aus der Legendedes 
heil- Jß-Cßbus, an denen man insbesondere das dramatische Leben und die ausdrucks- 
volle Coinpositioii in der Auffassungsart Giotto 's, die kräftige Zeichnung und scharfe 
Charakteristik rühmt. Von den Bildern, die er nach Vasari im groSSen Saal des 
Palastes der Heirn della Scala ausführte, hat sich nicht erhalten. 
AllilrüVandini, Mauro, aus der Schule Cignanfs, starb als Dekorationsmaler am 
Hofe Königs August II. zu Dresden 1680. 
AMTOVQIIÜ-ini, 1701111380, Sohn des Vorigen, geb. zu Bologna 1666, übte die Deko- 
rationsnialerei in Turin, Wien, Dresden und zuletzt in Rom, woselbst er 1739 starb. 
Abgebildetixl den Denkmälern der Kunst. 
Kunstgesch. Taf. 88 A, Fig. 7. 
Atlas zu Kuglers Handb.
        

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