Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1043437
Annibale. 
Caracci , 
275 
Brustbild des Heilandes. Dann trifft man in den Sammlungen Englands , und zwar 
in der Nationalgallerie zu London: Johannes, den Täufer, in der Wüste, ein Bild 
von tretflicher Zeichnung, solidem Impasto , edleren Formen und mehr Begeisterung 
im Ausdruck, als viele andere des Annibale; P6111115, der, dem Martyrertode in Rom 
entiiiehend, Christus vor den Thoren der Stadt begegnet, ein Bildchen von bewun- 
dernswürdiger Durchbildung; die Versuchung des h. Antonius; zwei kleinere Gemälde 
mit Gegenständen aus der Mythologie und zwei vortreifliche Landschaften; im Besitz 
des Baumeisters Hrn. TVilkins in London: eine h. Familie in einer Landschaft, eines 
der anziehendsten Kabinetbildchen des Meisters; in der Bridgewatergallerie zu Lon- 
don: den h. Gregor im Gebet, von acht Engeln umgeben (im Auftrag des Kardinals 
Salviati für eine Kapelle der Kirche des h. Gregor in Rom gemalt), ein Bild, in 
Welchem sich sowohl in den graziösen Bewegungen als in der zarten Abtönung, in 
den Reiiexen, in der allgemeinen Klarheit der blühenden Farben ein begeistertes Stu- 
dium des Correggio kund gibt; den h. Franciscus in der Anbetung des Christus- 
kindes; Danae, mit schöner, poetischer Landschaft, im Geschmack Tizian's, wie 
dieses Bild überhaupt ganz in der Auifassungs- und Darstellungsweise der grossen 
Venetianer behandelt ist; Johannes, den Täufer, auf Christus deutend, der sich in 
der Ferne nähert; Johannes, den Täufer, als Kind in einer Landschaft; in der Ge- 
mäldesammlung des Herzogs von Marlborough zu Blenheim: Maria mit dem Kinde, 
ein Bildchen von miniaturmässiger Ausführung; in der Bildergallerie des Herzogs 
von Sutherland in Staifordhouse zu London: eine Ruhe auf der Flucht; in der Bilder- 
sammlung des Lord Ashburton zu London: das schlafende Christuskind und drei 
Eng-el; in der Gallerie des Sir Th. Baring zu Stratton: Christus, das Kreuz tragend, 
und die h. Veronica, im Ausdruck iür Köpfe vom seltensten Adel; eine Landschaft, 
worin Satyrn Nymphen rauben; in der Bildersammlung des Marquis von Landsdowne 
zu Bowood: eine Landschaft von grossartiger Composition und ausserordentlichem 
Eindruck; in der Gemäldegallerie zu Corshamhouse, dem Sitz der Familie Methuen: 
die Originalskizze zu dem h. Matthäus in der Dresdner-Gallerie; in der Bildersamm- 
lung des Hrn. Miles zu Leight-Court: Johannes, den Täufer, in der Wüste und Diana 
und Aktäon; zwei Franciskaner, ein Bild, in welchem sich ein ungemein geistreiches 
und lebendiges Naturstudium kund gibt; in der Bildersammlung des Grafen von War- 
wick zu Warwickcastle: Christus , von Maria und Engeln bei Fackelschein beweint; 
in der Gallerie des Grafen von Carlisle in Castle-Howard: zwei grosse Landschaften; 
das berühmte unter dem Namen der drei Marien bekannte Bild, dw mit einem tiefen 
Gefühl in der Auffassung und edlem Pathos, eine Tiefe, iVärme und Klarheit der 
Färbung, welche dem Coireggio nahe kommt, und die seltenste Liebe der Ausführung 
verbindet; des Meisters eigenes Bildniss, von erstaunlicher Energie in dem breiten 
meisterlichen Vortrag; im Besitz des Lords Scarsdale im Schlosse zu Keddlestonhall: 
Orlando befreit die Olympia und eine Magdalena in der YVüste; in der Bildersamm- 
lung des Grafen Leicester zu Holkham: Polyphem und Galathea, ein kleines Bild, 
al fresco gemalt, wahrscheinlich eine Studie zu dem Frescobild im Pal. Farnese zu 
Rom; im Fitzwilliam-Museum zu Cambridge: den h. Rochus mit dem Engel; in der 
Gemäldesammlung des Grafen Darnley zu Cobhamhall in Kent: die Toilette der 
Venus und die Steinigung des h. Stephan. Sodann sieht man in der Bildersammhmg 
des Generals Guise zu Oxford ein meisterhaft gemaltes, aber widerliches Bild von 
Annibale, in welchem sich der Künstler sammt den anderen Caracei als eine Fleischer. 
familie darstellte. Endlich befinden sich in der königl. Sammlung von Handzeich- 
nungcn: 11 Bände mit Zeichnungen von Annibale, seinem Bruder imd Oheim. Zu 
Florenz sieht man imPaLPitti: Christus in der Glorie und eine Ruhe auf der Flucht; 
in den Ußizien: seine berühmte Bacchantin, ein Bild von meisterlichster Behandlung 
des Colorits; ein Genrebild, einen Menschen darstellend, der sich lachend von einem 
Affen das Ungeziefer ablesen lässt, und sein Porträt; zu Genua, im Pal. Fil. 
Durazzo: einen h. Petrus und im Pal. Pallavicini; eine Magdalena; in der gross- 
herzoglichen 1111386118118 Zll Karlsruhe: eine kleine Grablegung Christi und einen 
lachenden Bauer; zu Lucca im Pal. des Lyceums: Madonna in trono. Unter den
        

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