Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1043344
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Capanna 
Caracci. 
Villa Belvedere in Frascati, bestimmt und das lebensgrosse Porträt der Fürstin Cesa- 
rini, durch Zeichnung und Colorit gleich ausgezeichnet, gerühmt wurden.  
Capanna, PIIGGiO, Maler aus Florenz, ein Schüler Giotto's, malte zu Florenz, 
Rimini, Pistoja, Bologna und Assisi verschiedene Frescobilder aus der biblischen 
Geschichte in der Manier und Verfahrungsweise seines Meisters und starb in letzterer 
Stadt. Der grösste Theil seiner Werke ist zu Grund gegangen, doch sieht man noch 
einige von denen, welche er nach Giotto's Tod in Assisi ausführte. Auch die Bilder 
aus dem Leben des h. Franz und des Erlösers in dem Kapitelsaal von S. Francesco 
zu Pistoja sind noch wohl erhalten. 
Gapatti, Alessandro, geb. 1810, einer der besten italienischen Historien- und 
Porträtmaler der Gegenwart in Rom, dem die seltene Ehre wider-fuhr, in sei- 
nem 30. Jahre schon einstimmig zum wirklichen Mitglied von S. Luca gewählt zu 
werden. Seine Arbeiten, z. B. die für Torlonia gemalten Frescobilder, Boas und Ruth, 
einige Porträts aus der Familie Borghese, zeichnen sich durch edle Einfachheit und 
durchdachte Composition aus. 
Gapelle, Jan van, ein tüchtiger niederländischer Maler, der zwischen 1650 bis 
1700 blühte und hauptsächlich See- und Flussansichten malte. Das Berliner Museum 
besitzt von ihm das treifliche Bild einer Meeresstille im warmen Lichte des Abends. 
Bei Hrn. Beckford in Bath ist gleichfalls von ihm eine leicht bewegte See, von 
warmem, klarem und harmonischem Ton. Auch die Gallerie des Belvedere zu Wien 
hat ein Bild des Meisters, ein ruhiges Meeresufer. 
Capelli, Francesco, aus Sassuolo , ein Schüler Correggids, der um 1568 noch 
lebte. In der Kirche S. Sebastiano seiner Vaterstadt ist ein Bild von ihm, die Mutter 
Gottes mit Heiligen, worunter der Kirchenheilige, das ganz in der Manier des Meisters- 
ausgeführt ist und dem Dresdner Bilde gleichen Namens ähnelt. 
Capellino, Giov. Domenico, Maler aus Genua, geb. 1580, gest. 1651, war eirr 
Schüler von Paggi, welchen er in seinen ersten Bildern nachahmte. Seine Werke, 
von denen man die meisten in seiner Vaterstadt sieht, sprechen, wie u.A. die Wunder- 
geschichte der h. Francisca in S. Stefano in Genua zeigt, durch die überraschender 
Eigenthiimlichkeit der Auflassung, den ergreifenden Ausdruck und das liebliche Co-- 
lorit an. 
Capitelli, Bernardino, Maler und Kupferät-zer von Siena, Schüler von Casolani 
und Manetti, der zwischen 1622 und 1637 theils zu Siena, theils zu Rom thätig 
war und dessen radirte Blätter, obgleich hart und unharmonisch in den Tönen, gut 
gezeichnet sind. Die besten sind: Loth, von seinen Töchtern tranken gemacht, nach 
Manetti; der h. Antonius von Padua (1637); der kleine Jesus mit Maria und Joseph 
in einem Zimmer, Nachtstück, nach Manettil 
Caporali, Filippo, ein der Gegenwart angehöriger Kupferstecher zu Cremona, der 
bei Longhi lernte und verschiedene vortreifliche Stiche liefert. Man nennt darunter 
beSOIIÖETSI Kinder, welche Blindekuh spielen, nach PüllSSiIl und Maria mit dem 
Kinde, nach Electrine -Stuntz. Für das erstere Blatt erhielt er von der k. Akademie 
zu Mailand den ersten Preis. 
Cappelen, H. A., ein Norweger, geb. 1829, gest. 1853 im 24. Jahr, ein Schüler 
von Gude, war ein mit poetischem Gefühl und feinem Sinn für Form begabter Land- 
schaftsmaler. Seine Bilder, den norwegischen Urwäldern entnommen, zeichnen sich 
besonders durch die grossartige und höchst originale Auflassung aus, 
Caprioli, Aliprando, ein Kupferstecher aus Florenz, der um 1580 zu Rom ar- w, 
beitete und im Geschmack des Agostino Caracci Bildnisse und geschichtliche Dar- m f, 
stellungen stach. 
Garabagio, siehe Zurbaran. 
Caracci ist der Name einer berühmten Malerfamilie, deren Häupter: Lodovico, 
Annibale und Agostino sich das unsterbliche Verdienst erworben, die Kunst aus 
dem tiefen Verfall, in welchen sie durch das verderbliche Treiben der Manieristen 
schon gegen das Ende des 16. Jahrhunderts gerathen war, wieder auf die wahre Bahn 
zurückgeführt, der herrschenden Manier ihrer Zeit einen neuen Styl entgegengesetzt
        

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