Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1043157
Caligariuo 
Calloinge. 
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welche den Grundton seiner Originalwerke ausmacht. Unter jene gehört ein grosses 
unangenehmes Gastmahl beim Pharisäer in der Akademie zu Venedig. 
Literatur. Vnsari, Leben der ausgezeichnctsten Maler, Bildh. und Baumeister.  Museo Fioren- 
tino, woselhst. auch sein Porträt im Stich.  Lanzi, Gesell. der Malerei in Italien.  Kugler, Handb. 
der Gesch. der lilulerei.  Kugler, nmiab. der Kunstgesßh.  Wanzen, Kunstwerke und Künstlerin 
England.  Waagen, Kunstwerke und Künstler in Paris.  Passnvant, Kunstreise durch England 
und Belgien.  Förster, Briefe über Malerei.  Förster, Handbuch für Reisende in Italien.  
Burckliardt, der Cicerone.  Kunstblatt, Jahrg. 1841, Nro. 93, 95, 96. 
Caligarino , Gabriele , siehe Cappellini. 
Callcott, Augustus Wall, ein ausgezeichneter englischer Landschaftsmaler, geb. 
um 1780 zu Kcnsington, gest. 1845 als Mitglied der k. Akademie der Künste zu London, 
nahm sich in seinen Studien und Bildern anfänglich Pous sin, später aber mehr die 
Natur zum Vorbild, wodurch er sich der Darstellungsweise Cuyp's näherte. Er liebte 
vorzugsweise die Darstellung von Seeküsten Italiens, wusste aber eben so vortreff- 
lich Strandparthieen Hollands und der heimischen Themse wieder zu geben. Seine 
Bilder, die sehr geschätzt werden und sich meistens in den Kunstsammlungen des 
hohen englischen Adels befinden, zeichnen sich durch die Schönheit der Linien, klare 
Färbung, richtiges Verständniss der Plane, Harmonie der Haltung und eine in allen 
Theilen lobenswertho Strenge und Ausführung, vor denen aller andern englischen 
Landschaft-smaler aus. Sie haben meistens einen etwas grauen, doch leuchtenden, 
hellen Ton, sind von einer angenehmen WVirkung und, bei einer ganz einfachen, un- 
gezwungenen Beleuchtung, doch voll Reiz. Zu seinen grössern Bildern gehören: der 
Gardasee; Rom mit der Campagna; eine holländische Küste mit Fischerweibern; der 
Kanal von Brügge; die Themse mit ihren Schiffen und dem bewegten Leben darauf; 
die Wiese; der Hafen von Livorno; der Uebergang über den Fluss; die Umgegend 
von Trient u. A. Der Werth dieser Bilder wird durch die trefflichen Stallagen, voll 
Geschmack in der Wahl und Anordnung und von feiner Zeichnung erhöht. Sie zeigen, 
dass Callcot sich auf die Figur sehr wohl verstand , ja er hat durch seinen: Raphael 
und Fornarina, halbe lebensgrosse Figuren, und eine Venus mit dem Amor bewiesen, 
dass er auch ein tiichtiges Talent für das Genre und die Historie besass.  Viele 
seiner Bilder wurden gestochen. 
Calleja, D011 Andreas de la, geb. zu Rioja 1705, gest. 1785 als Direktor der 
k. Akademie zu Madrid , ein tüchtiger Historienmaler, von dem man in einigen 
Kirchen liladrids noch einige werthvolle Gemälde findet. 
Literatur. Bermudez, Diccionario historico de los mas illustres professores de las bellas artes en Espaüa. 
Callet, Antoine FISJIQOiS, Historien- und Bildnissmaler, geb. 1741 , gest. 1823 
zu Paris, erhielt 1764 durch sein Bild Cleobis und Biton den grcssen Preis der Aka- 
demie, und wurde durch ein grosses Plafondgemälde, den Frühling darsteilend, 1780 
Mitglied derselben. Er malte eine Menge Bilder allegorischen und mythologischen 
Inhalts , auch einige Darstellungen aus der Geschichte seiner Zeit in Geist und Styl 
der damaligen französischen Schule. Das von ihm gefertigte Porträt Ludwig XVI. 
erlangte durch den herrlichen Stich von Bervic besondern Ruf. Das Louvre ver- 
wahrt vier Bilder, die vier Jahreszeiten darstellend, von ihm.  
Calliades , siehe Kalliades. 
Oallias , siehe Kallißß. 
Callicles, siehe Kallikles. 
Callicrates, siehe Kallikrates.   
Callimachos, siehe Kallimachos. 
Calloinge, Jan Robbert, geb. 1775 zu Brügge, gest. 1830 zu Gent, ein gerühmter 
Bildhauer, der Sohn eines Zimmermanns, war anfänglich Bäcker und machte seine 
eTStEn künSUCYiSChQn Versuche in Brodtaig. Einige Kunstkenner und Kunstliebhaber 
riethen und ermöglichten dem Vater, das unbestreitbare Talent seines Sohnes auf der 
Akademie der Künste ausbilden zu lassen. Hier machte der junge Mann auch binnen 
kurzer Zeit so bedeutende Fortschritte, dass er schon 1802 für seine Büste des Johann 
Van Eyck den ersten Preis erhielt, worauf er nach Paris ging, daselbst in Chaudeifs 
Atelier trat, 1805 den zweiten und 1807 für sein Standbild des Archimeds den ersten
        

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