Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040805
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Albarelli" 
Alberti 
Florenz: im Pal. Pitti und in der Gallerie der Utiicien eine Auferstehung Christi und 
eine heilige Familie, ferner Darstellungen der Venus, Europa u. s. w. und das selbst 
gemalte Porträt des Meisters; in Madrid: eine Toilette der Venus; in der Gallerie 
zu Mailand: einen Raub der Proserpina; in München; in der Pinakothek Venus 
und Adonis, Diana und Akt-äon, und in der Leuchtenbergischen (iallerie eine sehr 
schöne Entführung der Europa; zu Paris: im Louvre 22 Bilder, worunter Liebes- 
geschichten der Venus und des Adonis (gest. v. Steph. Baudet) , Apollo, Aktäon 
und andere mythologische Darstellungen , ferner acht Bilder aus der heil. Geschichte; 
in St. Petersburg: in der Eremitage, eine Taufe Christi; in Rom: ausser ver- 
schiedenen Gemälden in Kirchen, im Pal. Colonna eine Entführung der Europa; in 
Sanssouci: eine Toilette der Venus; in Turin: eine XVit-derholung der „vier Ele- 
mente" , Salmacis und Hermaphrodit; zu XVie n: in der Lichtensteinischen Samm- 
lung eine Venus, Galathea u. s. w.  Auch ein höchst seltenes, aber mittelmässiges 
radirtes Blatt: Dido auf dem Scheiterhaufen darstellend, wird Albani zugeschrieben. 
Im „Museo Fiorintinoß" befindet sich ein Stich nach seinem Selbstporträt in der 
Gallerie der Uiiicien zu Florenz. 
Literatur. Malvasia, Felsina Pitrice. Vite de' pittori Bologn. B01. 1678.  Passeri. Vite de' pittori, 
scultori e arcliitetti  Lanzi, Gesch. der Mal: in Italien.  Fiorillo, Gesch. der Mal. in Italien.  
Kugler, Handb. der Gescli. der Mal. 
liupfcrwcrke. D enkmiile r de r Ku n st. Atlas zu Kuglers IIandb. der Kunstgescli. Taf. 94, Fig. 4. Picturae 
Franc. Albani in aede Verospio. Rom 1704.  LEIHJOIIfVIO et oeuvres des peintres les plus celebres. 
Albarelli, Jacopo, liIaler und Bildhauer, in der lilalerei ein Schüler des jüngern 
Palma, von dem man in Ognissanti zu Venedig ein Bild, die Taufe Christi vorstellend, 
und in S. Gioranni e Paolo ebendaselbst das marmorne Brustbild seines Meisters an 
dessen Grabmal sieht. 
Albe Bacler d', siehe Bacler d'Alba   
Albert von Westphalen, siehe Aldegrever.  
Alberti, eine berühmte Künstlertlunilie aus Borgo S. Sepolcro, von der in den Jah- 
ren 1500_1646 dreizehn Mitglieder in verschiedenen Kunstzweigen thiitig waren.  
Giovanni und Romano, Brüder, blühten um's J. 1520.  l) urante und Cosim o, 
Söhne des Romano, von denen ersterer 1613, letzterer 1596 starb, waren Maler, 
Kupferstecher und Formschneider.  Von Pier Franc esco, dem Sohne des Durante, 
geb. 1584, gest. 1638 ist ein gestochenes Blatt: die Akademie der Maler, erhalten.  
Girolamo und Albert-o, die Sühne des oben genannten Giovanni, waren zuerst 
Maler, dann widmete sich jener der Sculptur, dieser der Baukunst. Jener starb 1582, 
dieser 1598.  Girolamo hatte drei Sühne, Giorgio, der Maler und Kupferstecher  
war und 1597 sehr-jung starb, Cesare, Maler und Architekt, der in Diensten des 
deutschen Kaisers starb und Francesco, Architekt, der 1646 starb. Der Sohn des 
Letzteren, Girolamo, ein Maler, starb sehr jung 1623.  ])ie Söhne des Alberto 
waren die nachbenannten Cherub in o und Gi ovan 11i Alb erti. 
Alberti, Cherubino, gen. Borgheggiano, Maler und Kupferstecher, geb. zu San 
Sepolcro 1552, gest. zu Rom 1615, Sohn des erwähnten Alberto Alb ert i , bildete 
sich unter Agostino Carracci und Corn. Cort. in der Kupferstecherkunst. aus. Die 
Zahl seiner durch ihre correkte und geschmackvolle Zeichnung bekannten Stiche, 
worunter vorzugsweise eine Auferstehung Christi und eine h. Familie nach Raphael, 
die lybische Sibyllei und David, Pronletheus mit dem Geier nach Michel Angele, die 
Judith nach Allori, der Raub der Sabinerinnen, die Erschaffung Adams, das Opfer 
Abrahams, der Tod der Kinder der Niobe nach Polidoro da Carravaggio zu nennen 
sein dürften, und wovon die nach dem letzteren Meister gestochenen Blätter desshalb C 
von besonderem Interesse sind, weil die Originalien zum grössten Theil verdorbenR 
oder untergegangen sind, beläuft sich auf 175. Alberti war auch Freseomaler, wie 
man in der Hauptkirche seiner Vaterstadt und in S. Maria sopra Minerva in Rom C 
sehen kann.  R 
Literatur. "Museo üorentino," woselbst auch sein Porträt zu finden.  Bartsch, Le pointre graveur. 
Alberti, Giovanni, ein Bruder des obigen Cherubino, geb. 1558, hat sich in Rom,
        

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