Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1043002
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Busse 
Buttinoneo de' Butiuoni. 
von Engeln bedient, der h. Johannes sitzt auf einem Lamme, Gruppe von 7 Figuren 
(1643); Aeneas trägt seinen Vater Anchises aus dem Brand von Troja; Christus und 
die Apostel, 13 Blätter, sämmtlich nach Lallemand und ein Blatt: der Lauten- 
spieler, oben mit der Schrift: L. Businck pinxit et scul. in Münden, 1630. Andere 
Blätter von ihm sind mit L B fec. bezeichnet. 
BUSSE, Georg, geb. zu Hannover, ein treiflicher Landschaftslnaler, Kupferätzer und 
Stecher, der sich viele Jahre in Rom aufhielt, und nach seiner Rückkehr im Jahr 1845 
Hofkupferstecher in seiner Vaterstadt wurde. Seine italienischen Landschaften, in 
Oel und Aquarell, zeichnen sich durch tiefe Naturstudien und effektvolle Beleuchtung 
aus. Sie sind grossentheils von ihm selbst radirt. Zu seinen vorzüglichsten Blättern 
gehören: Ansicht der Stadt Pompeji mit dem Ausbruche des Vesuvis im Jahr 1838, 
von Busse, nach der Natur gemalt und gestochen (Rom 1840); Partie am Königssee 
(1834); 16 Blätter malerische Radiruugen verschiedener Gegenden Italiens (Rom 
1840-42); Apollo unter den Hirten, nach Koch (1838). 
Bussemacher, Johann, kölnischer Kuplerstecher, Kunstverleger und Buchdrucker, 
arbeitete ungefähr 1580x1613. Ausser zahlreichen Kupferwerken, welche bei ihm 
erschienen, und einigen Heiligcnbildern, welche er selbst stach, verdankt man ihm 
das seltene Blatt mit der vom Scheintod erstandenen Frau Richmuth, nach einem 
früher in der Apostelkirche befindlichen, 1785 mit letzterer zerstörten, YVandgemälde 
gestochen. Seine Blätter sind laezcichnet: Jans. Busse, J. Bussnr, Jo Buss, Johan 
Bussemee, I. Busenn, Johan Buss. ci. et typ. coloniensis. Joh. Bussem. excudit. 
Busti, Agostino, genannt Bambaja, Bildhauer und Bildschnitzer, um 1470 im 
Mailändischen geboren, ein höchst bewundrungswürdiger Künstler, der, wenigstens 
hinsichtlich der fleissigen Ausführung der kleinst-en Details, in Italien seines Gleichen 
nicht hat, besonders in sauber durchgeführten Arbeiten von kleinerer Dimension. 
Sein Hauptwerk war das, durch die feinste , zierlich phantastische Ornamentik aus- 
gezeichnete Grabmonumeilt des 1512 in der Schlacht bei Ravenna. gefallenen Gaston 
de Foix in Mailand, das jedoch schon zur Zeit Vasaris zerstreut wurde, und von dem 
nur einzelne Theile in der Sammlung der ambrosianischen Bibliothek, andere in der 
Brera von Mailand aufbewahrt werden. Busti fertigte auch das Grabmal der Biraghi 
in S. Francesco zu Mailand und mehrere Arbeiten für die Karthause zu Pavia. 
Bustini, Familienname des Benedetto Crespi und seinesSohns Antonio Maria, 
Maler aus Corno, die im 1T. Jahrhundert thätig waren. Von ersterem lindet sich eine 
sogenannte Charitas, eine junge Frau, welche ihrem zum Hungertod verurtheilten Vater 
die Brust reicht, von guter Zeichnung, glänzendem Colorit und vielem Ausdruck, im 
Museum zu Madrid (lithographirt in der Collection litographica de Cuadrosl del Rey de 
Espana etc.). 
Busnttil, Salvator, Kunferstecher zu Rom, geb. um 1800 zu Malta, von dem man 
u. A.: 34 Blätter, römisches Volksleben in Bildern, rühmt. Seine Blätter sind mit  
S. B. F, hin und wieder auch mit nebenstehendem Monogramm bezeichnet. R543 
Buterweck, siehe Bouterweck. 
Butti, LOIBIIZO, ein trefflichei" ltflarinemaler, der sich durch sehr Wohlgelungene 
Seestücke einen so vortheilhalten Ruf erworben, dass er von Kaiser Ferdinand I. 
1847 zum Hofma-rinemaler ernannt wurde. Die Gemäldegallerie des Belvedere zu 
Wien besit-zt zwei ausgezeichnete Bilder dieses Meisters. 
Buttinoneo de' Butinoni, auch Bernardino da Treviglio genannt, Maler, Bau- 
meister und Ingenieur zu Mailand, von dem noch Arbeiten mit den Jahreszahlen 
1451-1481 vorhanden sind. Unter den Wandmalereien in der Karielle des h. Am- 
brosius in der Kirche S. Pietro in Gessate zu Mailand werden ihm die Darstellungen 
aus dem Leben des h. Ambrosius zugeschrieben. Sie befinden sich aber in einem so 
beklagenswerthen Zustand, dass man kein Urtheil über sie" fällen kanIL Anders ver- 
hält es sich in dieser Beziehung mit einem Temperabild in dem Hause Boromeo Zll 
Mailand, die Marter der h. Justina vorstellend, das nicht ohne "Interesse ist und eine 
gewisse Kunstfertigkeit zeigt, aber hart und trocken in den Umrissen, mager in (1511 
Formen erscheint. 
        

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