Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1042945
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Buonasone 
Buontalenti. 
Exemplar von Dante's göttlicher Komödie mit breitem Rande, auf den Michelangelo 
die schönsten Stellen des grossen Gedichts mit der Feder gezeichnet hatte, zuletzt 
im Besitz des Bildhauers und Architekten Montausi (gest. 1740); ging zwischen 
Livorno und Civita. vecchia. bei einemßchiübruche zu Grund. 
Michclangelds Gedichte wurden zuerst von seinem Neffen im Jahr 1623 durch 
den Druck veröfentlicht und seitdem mehrfältig herausgegeben. Eine deutsche 
Uebersetzung von Gottl. Regis mit beigedrucktem italienischem Text erschien 1842 
in Berlin.  
Literatur. Vasnri, Leben der ausgezeichnetsten Maler, Bildh. und Baumeister.  Ascanio Coudivi, 
Vita di Michelangelo Bnonnrotti, Roma 1553.  Quatremere de Quiney, Histoire de Michelangelo 
Buonarotti, Paris 1835.  Cicngnara, Storin delle. scultura, Venez. 1813-18.  Lanzi, Geschichte 
der Malerei in Italien.  Fi ßrillo, Geschichte der Malerei in Italien.  Speth, die Kunst in Italien.  
Hagen, Briefe in die l-leimath.  Platner, Buusen, Gerhard und Röstel, Beschreibung der 
Stadt Rom.  Dr. Afr. lleumont, Ein Beitrag zum Leben Michelangelcfs Buonarotti.  Kugler, 
Handbuch der Kunstgeschichte.  Kugler, Handbuch der Geschichte der Malerei  Pussavant, 
Kunstreise durch England und Belgien.  Waagen, Kunstwerke und Künstler in England.  Waagen, 
Kunstwerke und Künstler in Paris.  v. Rumohr, Italienische Forschungen.  Dr. Giov. Gaye, 
Carteggio inedito d'Artisti dei secoli XIV, XV, XVI. Firenze.  Dr. E. Guhl, Künstlerbriefe.  
Jne. Burckhardt, Der Cicerone.  Abbildungen nach Michelungelos Werken findet man in: Lun- 
don, Vies et neuvres des peintres de toutes les ecoles.  Cicognara, Storia della Scultura.  
Seroux (Yiigincourt, Histoire de Yart par les monumens.  Denkmäler der Kunst. Bilderatlas 
zu Kuglers Kunstgeschichte.  Verzeichnisse der nach ihm gefertigten Kupferstiche: Nachrichten von 
Kiinstler- und Kunstsachen. Leipzig, 1768. Band l.  Rud. Weigels Kunstkatalog. 
Buonasone, siehe Bonasone. 
Buonconsigli, Giovanni, genannt i1 Marescalco, ein Maler der zu Ende des 
15. Jahrhunderts blühenden venetianischen Schule, der anfänglich mehr iIn Sinne der 
damaligen Paduaner Meister malte, sich aber später ganz an Bellini's YVeise anschloss. 
Ein von ihm für S. Giovanni e Paolo gemaltes Altarbild: den h. Thomas von Aquino 
vorstellend, ist wahrscheinlich zu Grund gegangen. In Venedig sieht man von ihm 
noch: einen Christus mit zwei Ileiligen in S. Spirito, und die h. h. Laurentius, Sebas- 
tian und Rochns in S. Giaeomo dall" orio, beides lirächtige Farbcnbilder. 
Buoniiglio, siehe Bonügli. 
Buoni, Silvestro de', der Sohn eines minderbegabten Malers Buono de" Buoni, 
der anziehendste unter den neapolitanischen Künstlern, welche um den Schluss des 
15. Jahrhunderts blühten, bildete sich in der Schule des Zingaro und der Donzelli. 
Sein schönstes Gemälde, die h. Jungfrau, zu ihren Seiten der h. Joseph und die h. 
Restituta, in der mit dem Dome zu Neapel verbundenen alten Basilica S. Restituta, 
hat eincstheils die autfallendste Verwandtschaft mit den Arbeiten der umbrischen 
Schule, andererseits nähert es sich der lebenvollen heiteren Weise der Venetianer 
jener Zeit. Die Gestalten sind schön und würdig, voll liebenswürdiger Anmuth und 
milden Ernstes, aber ohne Befangenheit und perugineske Manier. Aehnliche TVorke 
des Silvestro ündet man in anderen Kirchen , namentlich eine Himmelfahrt Christi im 
Monte Oliveto; im Museum von Neapel sieht man einen Tod der Maria. von ihm. 
Buoninsegna, siehe Duccio.  
Buono, Bartolommeo Bergamascd, Architekt und Bildhauer, gest, 1529, 01'1- 
baute zu Ende des 15. Jahrhunderts dierProcurazie vecchie am Marcusplatze und 
1517 die Scuola di S. Rocco in Venedig. Die Statue des Dogen Franc. Foscarini wird 
ihm gleichfalls zugeschrieben.   
3110110, Bildhauer und Architekt, von dem man weder Geburtsjahr noch Vaterland 
kennt, der aber einen grossen Ruf besessen, da er in verschiedene Städte Italiens zur 
Ausführung von Bauten berufen wurde. So errichtete er in Ravenna viele Paläste 
und Kirchen, gründete Cast-ell Capoana und Castell dell' Uovo zu Neapel, baute den 
um 1154 vollendeten St. Marcusthurm in Venedig, die Kirche des h. Andreas zu 
Pistoja. und entwarf die Pläne Zur Vergrösserung von S. Maria Maggiore. Vasari 
erzählt, dass er um 21152 auch mehrere Bildhanerarbeiten ausgeführt haben soll. 
Buontalenti, Bernardo, genannt Bernardo delle Girandole, ein höchst vielseitig 
gebildeter Künstler, geb. Zll Florenz 1536, geSt- 1508, War Maler in Oel und ell 
miniature, Bildhauer, Civil- und Militärbaumeister und ein sehr erßndungsreißher 
Theatermaschinist. Als Knabe, nach einer Ueberschwemmung des Arno im Jahr 1547,
        

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