Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040784
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Aigner 
Alavoine. 
zu Wien, Landschaftsmaler, von dem die Gemäldegallerieudes Belvedere zwei hübsche 
mit Genredarstellungen statürte Bilder bewahrt. 
Aigner, A. F., gest. 1789 zu Prag, ein talentvoller Bildhauer, der im Auftrag des 
Kaisers Joseph II. das Monument in rothem Marmor für den Freiherr von Ellrichs- 
hausen auf der Mariahilfschanze ausführte. 
Aikmann, William, geb. 1682, erlernte erst in späteren Jahren bei John Medina.  
zu London die Malerei und erwarb sich durch seine Porträts grossen Ruf. Er starb 
1746. Das "Museo iiorentino" enthält sein Porträt im Stich. 
Ainmüller, Max Emmanuel, Vorstand der Glasmalereianstalt zu München, geb. 
1807, studirte auf der dortigen Akademie zuerst die Baukunst und bildete sich nament- 
lich im Ornamentenfache aus, bekleidete sodann die Stelle eines Ornamentenzeiclrners 
in der königl. bayer. Porcellanmanufaktur und widmete sich endlich seinem Lieblings- 
fache, der eben wieder erweckten Glasmalerei, die in der Folge, der wesentlichen 
Förderung ihrer technischen Ausbildung durch ihn,. ihm mit die hohe Stufe zu ver- 
danken hatte, auf der sie steht. Unter seiner Leitung wurden die Glasmalereien 
für den Regensburger, Kölner und Spcirer Dom, für die Kirche in der Vorstadt Au, 
fiir die [Tniversitätskirche zu Cambridge  zu denen allen er die geschmack- 
vollen und formenreichen Verzierungen entwarf und zeichnete, ausgeführt. Ainmiiller 
ist auch ein trrefflicher Architekturmaler und seine Bilder finden überall rühmende 
Anerkennung. Er ist Ehrenmitglied der Akademie und Inhaber des preussischemH 
rotlicn Adlerorden III. Classe.  
Aiwazowsky, ein der Gegenwart angehöriger russischer Marinemaler, der sich 
durch meisterhaft behandelte Eifektstücke auszeichnet. 
Aken, Jan van, Maler und Kupferstecher, geb. 1614, verfertigte geistreiche Ra- . 
dirungen in Geschmack des H. Saftleven. m- 
Litcrutur. Bartsch, Le Peintre graveur  Heller, Handb. für Kupferstichsamrnler. 
Alamanno, GiOVRIIni (auch Johannes Alamanus), malte in Gemeinschaft mit 
Antonio von Murano, zur Familie Vivarini gehörig, mehrere tretlliche Bilder, 
die durch eine gewisse Grossartiglteit der Composition, durch die mit Ernst und Würde 
gepaarte Anmuth und Zartheit, und die glühende Pracht und Tiefe der Färbung im- 
poniren und anziehen, und zugleich eine dem altdeutschen Style, insbesondere der 
altkölner Schule nahe verwandte Darstellungsweise erkennen lassen, welche die Ver- 
muthung begründet, dass Alamanno, der sich Johannes Alamanus, oder Joan nes 
Alemanus schreibt, ein Deutscher gewesen. In der Akademie zu Venedig befindet 
sich von ihm eine ügurenreiche Krönung der Maria vom Jahr 1440 und eine Maria 
auf dem Throne mit der Jahrszahl 14-46, ein Bild von gewaltigen Dimensionen, das 
wichtigste erhaltene Werk Alamannds. Mehrere schöne Gemälde der beiden Meister 
mit der Jahrszahl 1445 sieht man ferner in einer innern Kapelle von S. Zaccaria 
zu Venedig; auch S. Pantaleone und S. Fosca ebendaselbst bewahren Tafeln von 
ihnen , dieses eine Maria auf dem Throne, jenes eine Krönung Mariä. 
Literatur. Kugler, Handbuch der Geschichte der Malerei.  Kunstblatt, Jahrg. 1841, Nro. 91. 
Alß-IIX, Jean, ein Schüler von Vincent, erhielt 1815 den ersten goldellell PfCiS der 
Malerei und erwarb sich frühe durch mehrere seine Geschmacksrichtung bezeichnende 
Bilder, unter denen sein Kampf der Centaurcn und Lapithen, Pandora u. s.w. erwähnt 
werden, einen Namen, der ihm zahlreiche Bestellungen eintrug, wie seine vielen Oel- 
und Frescogemälde im historischen Museum zu Versailles, z. B. die Generalst-aaten 
im J, 1328, die Vorstellung des Poussin bei Ludwig XIII, die Stadtvorsteher von Lon- 
don vor Ludwig Philipp u. s. w., im Louvre (mehrere allegorische Darstellungen) und 
in der Gallerie des Louxemhurg beweisen. Im J. 1841 wurde Alaux zum Otlizier der 
Ehrenlegion ernannt und 1846 zum Direktor der iranz. Akademie in Rom erwählt. 
Alavoine, Jean Antoine, Architekt, geb. 1778, gest. 1834, erbaut-e die Bains- 
Montesquieu und den Elephantenbrunnen auf dem Bastilleplatz, errichtete das Monu- 
ment Ludwig XIV auf dem Place des Victoires und begann den Bau der Julisäule zu 
PjQ-ÜS; auch wurde unter seiner Leitung der Neubau der Kathedrale zu Seez aufge- 
fuhrt und die Thurmspitze der Kathedrale von Rouen wiederhergestellt.
        

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