Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1042757
Buffalmaco 
Buonacorsi. 
207 
Testament in fünfzig Holzschnitten nach den Originalien copirt mit einer Einleitung 
von D. F. Sotzmann heraus. 
Buffalmaco, Buonamico , ein Maler aus Florenz , dem die ältesten ltlalereien des 
Campo Santo zu Pisa (etwa um die Mitte des 14. Jahrhunderts), die Darstellungen 
der Passion Christi zugeschrieben werden, dessen Existenz jedoch zweifelhaft ist, 
da seine Lebensbeschreibung beiVasari, wonach er ein Schüler des A.Tafi gewesen, 
in Florenz, Bologna, Assisi, Arezzo, Tortona, Perugia und Pisa viele Gemälde aus- 
geführt haben und 1340 im 68. Jahre gestorben sein soll, ein Gewebe launiger No- 
vellen bildet, worin die Wahrheit von der Dichtung bis jetzt noch nicht unterschieden 
werden konnte. 
Bugiardini, Giuliano, geb. zu Florenz 1481, gest. 1550, bildete sich mit Michel- 
angelo unter dem Bildhauer Bertoldo, schloss sich aber später mit Granacci 
mehr an Dom. Ghirlandajo an. Er war ein mässig begabter Maler, der seine 
Bilder äusserst ileissig ausführte, in seinem Style aber bald Albertinelli, bald 
Fra Bartolommeo, meistens aber Leonardo da Vinci nachahmte. Ein von 
Fra Bartolommeo angefangenes , von Bugiardini Vollendetes Bild, den todten 
Christus mit der Madonna, dem Johannes und der Maria Magdalena (gest. v. Steinla), 
sieht man im Pal. Pitti zu Florenz. In der Pinakothek zu Bologna befindet sich von 
ihm eine Altartafel mit den h. h. Antonio von Padua und S. Caterina delle Ruote und 
in der Kirche S. Maria novella zu Florenz: ein Martyrium der h. Katharina (mit 
einigen Figuren von der Hand des Michelangelo). Ueberhaupt soll er in seiner 
Vaterstadt eine ziemlich bedeutende Anzahl Madonnen und heil. Familien gemalt 
haben, die sich unter Berücksichtigung der zu Bologna befindlichen und mit dem 
Namen Jul. Flor. bezeichneten Bilder, an der Vertreibung der Farben, an den schwer- 
falligen männlichen Gestalten und an dem häufig im YViderspruch mit der Situation 
zur Traurigkeit verzogenen Mund erkennen -1assen. Bugiardini fertigte auch Copien 
nach Seb. del Piombo, Raphael u.  namentlich aber viele Porträts, worunter 
das des Michelangelo. Das Museum zu Berlin besitzt von diesem Meister: das 
von Maria verehrte Christuskind mit Heiligen (bezeichnet JVL. FLOR., d. h. Julius 
Florentius), eine Lucretia und eine Maria mit dem Kinde. 
Buglioni, Andrea Benedetto, ein Zeitgenosse von Andrea Verrochio, Bild- 
hauer in Florenz, der von einer Tochter aus dem Hause Robbia das Geheimniss, Erden 
zu brennen und zu verglasen, lernte und bei verschiedenen seiner YVerke zur An- 
wendung brachte. Zu den vorzüglichsten seiner Arbeiten dieser Art, deren es in 
und ausserhalb Florenz noch viele gibt, gehören: ein auferstehender Christus mit 
einigen Engeln, in der Servitenkirche, und ein todter Heiland in S. Pancrazio.  Sein 
Sohn Santi Buglioni war im Besitz des Geheimnisses , nach dessen 1568 erfolgten 
Tod scheint es aber wieder verloren gegangen Zu Sein. 
Bullant, Jean, ein vorzüglicher, von 1540-1573 thätiger französischer Architekt, 
der für Katharina von Medicis das grossartige Hötel de la Reine, von dem aber nur 
noch eine Säule (in der Getreidehalle zu Paris) vorhanden ist, erbaute, mit Ph. De- 
lorme die Pläne zum Louvre, die jedoch Später beträchtliche Abänderungen erlitten, 
entwarf, und den Bau des Hötel Carnavalet, dessen Portal Jean Goujon mit Sculp- 
turen schmückte, nach seinen Entwürfen ausführte. Sein Hauptwerk ist aber das 
Schloss zu Ecouen, das sich durch die Schönheit der Verhältnisse, die Reinheit der 
Profile und die feine Ausführung auszeichnet, und durch das sich, bei aller Ent- 
schiedenheit der Frührenaissance, "doch noch reizende Nachklänge der spätern franzö- 
Sischen Gothik ziehen. 
Literatur. Quatremere de Quiney, Dictionnaire historique d'Architecture. 
31111813, Pierre, ein französischer Architekt des 17. Jahrhunderts und Schüler von 
Blondel, erbaute die Porte Saint Martin zu Paris, leitete den Bau des Qual Pelletier 
und liess 1685 die Kirche der Dominikaner, jetzt Saint Thomas d'Aquin, nach seinen 
Plänen illlßfüllfeß- E1118 Von ihm 1691 herausgegebene Schrift über den praktischen 
Theil der Baukunst erlebte mehrere Auflagen.  
Buonacorsi, Pierino, genannt Perino (181 Vaga, berühmter Maler, geb. 1500 zu
        

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