Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1042743
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Buchsbaum 
Bürkner. 
malt Buchner Bildnisse nach Photographien, die zu den besten Erzeugnissen in 
diesem Kunstzweig gehören.  
Buchsbaum, Hans, ein altdeutscher Baumeister, der 1433 einen der beiden durch 
Meister Wenzla aus Klosterneuburg gegründeten Thürme über den Flügeln des 
Quersclliifs am Stephans-Dom zu Wien vollendete. Er erbaute ferner 145l-52 die 
sogenannte „Spinnerin am Kreuz" am WVienerberg-e, eine auf drei achteckigen Stufen 
stehende Denksäule mit vier Hauptvorstellungen aus der Leidensgeschichte Christi. 
Auch sollen unter seiner Leitung, angeblich im Jahr 1430, die Bildwerke der Kanzel 
in der Stephanskirche zu Wien ausgeführt worden sein. 
Buecklaer, siehe Beukelaar. 
Büler, Hans Ulrich, aus Grafen-Rheinfeld bei Würzburg, wurde 1618 in die Lucas- 
Brüderschaft aufgenommen. Von ihm ist das Altarbild im Würzburger Dom, die 
Beweinung Christi, sowie eine innere Ansicht des Doms vor dessen Umbau, in der 
Sammlung der Universität. 
Bürkel, Heinrich, ein ausgezeichneter Landschafts- und Genremaler, geb. 1802 
zu Pirmasens, konnte erst in seinem 22. Jahre, bis zu welchem Alter er in einer 
Schreibstube arbeiten musste, die Erlaubniss von Seinen Eltern erwirken, sich der 
Kunst widmen zu dürfen, zu der ihn eine unwiderstehliche Neigung zog. Er begab 
sich demgemäss 1824 nach München, studirte dort mit rastlosem Fleisse die alten 
Meister, während des Sommers aber im bayrischen Hochland Natur und Leben, und 
fasste die Resultate seiner Studien in Bilder, die ihm in ganz kurzer Zeit einen be- 
deutenden Ruf verschafften. Im Jahr 1831 ging er nach Italien, woselbst er zwei 
Jahre verweilte und mehre treßliche Darstellungen aus dem italienischen Volksleben 
ausführte; hierauf kehrte er in's Vaterland zurück und liess sich in München nieder. 
Bürkel malt Landschaften, mit Thieren oder menschlichen Figuren staiiirt, und Scenen 
aus dem Volksleben und alles mit gleicher Meisterschaft. Er besitzt eine ausser- 
ordentliche Leichtigkeit und Sicherheit und das glückliche Talent den Charakter eines 
Landes und Volkes im Bilde getreu wiederzugeben. Daraus erklärt sich sowohl 
die grosse Menge als die Mannigfaltigkeit seiner Bilder. Mit besonderer Vorliebe 
schildert er aber das bayrische Gebirgsleben in seiner poetischen Vielseitigkeit, in- 
dem er sowohl die landschaftliche Natur als die handelnden Personen in eine so enge 
Verbindung zu bringen weiss, dass sie einander gegenseitig zu bedingen scheinen. 
Mit solcher geistvoller Auffassung des Lebens in seiner ganzen Wirklichkeit verbindet 
er eine wohldurchdachte Composition, eine schöne Zeichnung, kräftige und saftige 
Färbung und leichte feine Ausführung. Bekannt ist auch sein vorzügliches Talent 
für die Darstellungen der Natur im Winter. Seine Bilder sind in ganz Deutschland ver- 
breitet; in allen ölfentlichen Gallerien, wie in den Privatsammlungen der Fürsten, 
Grossen und Reichen trilft man sie. Besonders haben seiner Zeit auf den Aus- 
stellungen gefallen: der Bauer mit dem umgefallenen Heuwagen, ein äusserst humo- 
ristisches mehrfach wiederholtes Bild; die Heimkehr von der Bärenjagd (lith. v. F. 
Hohe); seine pontinischen Sümpfe; die Campagna von Rom; der Morgen in Tyrol; 
Einzug des Schützenkönigs; die Ruhe der Maulthiertreiber; Schlägerei vor einem 
Wirthshause; ein Zug von Kameel- und Bärenführern über ein Hochgebirge u. s. W. 
Bürklein, Friedrich, k. Baurath in München, ein Schüler des Oberbauraths von 
Gaertner, begleitete, nebst andern Künstlern, 1840 diesen seinen Lehrer nach 
Griechenland, wo er in Athen beim Bau des k. Palastes Verwendet. wurde. In's 
Vaterland zurückgekehrt, führte er in München verschiedene Privat- und öifentliche 
Bauten aus, unter denen das grosse Bahnhofgebäudc das bedeutendste ist. Er zeigt 
in seinen Bauten ebensoviel Geschmack als technische Kenntniss 
Bürkner, Hugo, ein tüchtiger Xylograph der Gegenwart zu Dresden, der für mehrere 
illustrirte WVerke: für ein deutsches Balladenbuch , für den deutschen J ugendkalender 
von Reinike, für die neuen Mährchen von G. Keil, besonders aber für das von R. Weigßl 
in Leipzig herausgegebene Werk: Die Holzschnitte berühmter Meister in treuen Copien, 
mehrere treifliche Blätter lieferte._ Selbstständig gab er Hans Holbein's alteS
        

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