Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1042715
Bruun 
Bruyn, Bartholomeus de. 
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und in der Färbung, wenn auch nicht durchgängig gleich, doch in den Haupttheilen 
von grosser, selbst überraschender Wirkung.  
Brunn, Isaac, Zeichner, Kupferstecher und Kunsthändler in Strassburg, wahr- 
scheinlich auch Goldschmied und Musivarbeiter, geb. zu Pressburg um 1591, fertigte 
einige Blätter in der Manier der kleinen Meister und des Theodor de. Bry. Wir 
kennen von ihnen: das Innere des Schiüs des Strassburger Münsters (1630); die 
grosse künstliche Kirchenuhr zu Strassburg (1617); Abbildung eines altdeutschen 
Altars mit Flügelthüren, in der Mitte die Anbetung der Könige (1617); die alt- 
deutsche Kanzel im Münster zu Strassburg. Letztere 4 Blätter gehören zu: Schadäus 
Summum argentoratensium templum (Münsterbuch) Strassburg 1617. Auf seinen PB 
Porträts findet sich das Zeichen J. B. oder nebenstehendes Monogramm.  
Brunner, Johann, ein Genremaler der Gegenwart, der sich durch einige Darstel- 
lungen aus dem Gnomenleben (Bergmännlein , tanzende Irrlichter) , sowie durch ver- 
schiedene Genrebilder, eine Lagerscene aus dem dreissigjährigen Krieg, ein Fischer- 
mädchen , WVildschützen, welche neben ächtem dichterischem Gefühl sich durch gute 
lebendige Darstellung, gediegene Ausführung und schöne Benutzung des Lichts aus- 
zeichnen , einen Namen gemacht. 
Brunsberg, Heinrich, auch Braunsberg geschrieben, Baumeister von Stettin, 
vollendete 1401 die schöne Katharinenkirche von Brandenburg. 
Brunsvic, LIIdOIf VOII, und sein Sohn Heinrich gossen im Jahr 1435 das bronzene 
Taufbecken in der Ulrichskirche zu Halle. Das Becken ruht auf den Figuren der vier 
Evangelisten und ist mit Reliefs geschmückt, Welche Christus, Maria und die zwölf 
Apostel vorstellen, in den derben, kurzen Formen des germanischen Styls, zum Theil 
aber in schöner Stylistik, besonders was die Gewandung betrifft. 
Brusasorci, siehe Ricci, Domenico. 
Bruyn, Abraham de, Maler und Kupferstecher, geb. 1538 zu Antwerpen, kam 
um 1577 nach Köln, wo er in hohem Alter starb. Ueber das , was er als Maler ge- 
leistet, ist nichts Näheres bekannt. In seinen Kupferstichen arbeitete er in der 1193, 
Manier der sogenannten kleinen Meister, hauptsächlich im Geschmack der Wierx. R 
Härte und mangelhafte Zeichnung bei einer gewissen Sauberkeit und Sicherheit des 
Stiches sind charakteristische Eigenschaften derselben. Sein Hauptwerk ist das seltene 
Trachtenbuch: IMPERII AC SACERDOTII ORNATUS etc. Colonia 010 I0 LXXIIX. 
Unter seinen sonstigen Kupfersticben zeichnen sich aus: die grosse Eberjagd; die ABB 
Falkenjagd (1565); die Evangelisten, 4 Blätter (1578); Christus und die Samari- ß-i 
tanerin; die Planeten, 7 Blätter (1569). Einige seiner Blätter sind A de B fe oderß, 
mit nebigen Monogrammen bezeichnet.  
Bruyn, Bartholomeus de, ein vorzüglicher Maler, der um 1524-60, in einer 
Periode, wo die deutsche Kunst bereits das traurige Bild manierist-ischen Verfalls und 
innerer Erschöpfung darbot, zu Köln thätig war, sich aber in seinen besten Werken 
von dem Verderbuiss seiner Zeit rein zu erhalten wusste. Seine früherqan Bilder 
zeigen einen edlen ernsten Sinn, gute Anordnung und sehr schöne Köpfe; die Be- 
handlung erinnert an die E yck'sche Schule, der Styl verschmilzt auf eine glückliche 
WVeise heimische und italienische Elemente und die Ausführung ist ungemein zart 
und ileissig. Später unterlag er mehr dem italienischen Einiluss, wodurch das Indivi- 
duelle und Charakteristische immer mehr verbannt wurde, und in seinen Gemälden 
ein Idealismus einriss, der sich in hohlen conventionellen Formen ohne Leben und 
Geist gefiel. Ausgezeichnet dagegen war und blieb er im Porträitfache, in Welchem 
er in der Virtuosität geistreicher und naturwahrer Darstellung mit H. Holbein, dem 
Jüngern, wetteifert, Wesshalb seine Bildnisse auch oft mit denen des Letzteren ver- 
wechselt werden, obgleich beide in der technischen Behandlungsweise sehr ver- 
schieden sind. Bruyn muss in Köln als ein hochberiihmter Meister, als der erste in 
weiten Umkreisen bekannt gewesen sein. Dicss beweisen nicht nur, dass das Kapitel 
des reichen Stiftes zu Xanten im Jahr 1529 „den ersamen Meister Bartholomeus 
Bruyn, Meelre Burger tot Cölne" dazu erkor den Hochaltar seiner Kirche mit einem 
Prachtbilde zu schmücken, sondern dass er so viele Bildnisse geistlicher und welt- 
        

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