Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1042524
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Brandt , Heinrich Franz 
Braun , Matthias von. 
.1. E. Morel und van Os, ein vorzüglicher Blumen- und Früchtenmaler, dessen Bilder 
sehr geschätzt sind. 
Brandt, Heinrich Franz, Hofmedailleur und Professor in Berlin, geb. 1789 in 
Ia Chaux de Fonds , gest. 1845 in Berlin, bildete sich unter dem Müuzgraveur Droz 
zu Paris in der Stempelschneiderei aus und errang daselbst mit seinem: Theseus, der 
die iVaiifen Seines Vaters entdeckt, den ersten grossen Preis. Nach seiner Heimkehr 
stach er mehrere Denkmünzen und Bildnisse, bereiste sodann Italien und erhielt im 
Jahr 1817 einen Ruf als erster Medailleur der königl. Münze, den er annahm. Brandt 
hat eine grpsse Menge der ausgezeichnetsten Medaillen geliefert und sein Name 
wurde mit den berühmtesten Medailleurs in Europa genannt. 
Branston, RObGIt, geb. 1778 zu Lynn in Norfolk, einer der vorzüglichsten Form- 
schneider unserer Zeit, der 1802 in London die jetzt so blühende Londoner Form- 
schneider-Schule stiftete. Er lieferte die Illustrationen zu einer Menge von YVerken, 
in denen sich prachtvoll ausgeführte Blätter befinden. Besonders nennt man die Holz- 
schnitte: zu den Religionsemblems etc. (London 1808); zu: Gray's Elegy written in 
a country church-yard; zu der Cave of despair, nach T11 urston; zu dem Landscalae 
annual (London 1835); zu dem Book of british ballads (1844) u.s.w. 
Brascassat, Raymond, ein tüchtiger Landschafts- und Thiermaler zu Paris, geb. 
1806 , an dessen Bildern man insbesondere das tretfliche , oft an Potter erinnernde 
Vieh bewundert. 
Braun, Adam, geb. 1750 zu TVien, gest. 1827, seit 1789 Mitglied der Kunst- 
akademie seiner Vaterstadt, malte Genrebilder in Gerard Dow"s und MieriäManier 
und treffend ähnliche Porträts. Die Gemäldegallerie des Belvedere in YVien bewahrt 
ein Bild von ihm: eine Dame, am Arbeitstisch sitzend, lässt sich von einem neben 
ihr stehenden Herrn die Nadel einfädeln. Braun war auch ein tüchtiger Gemälde- 
restaurateur. 
Braun, auch Brun geschrieben, Augustin, ein seiner Zeit sehr angesehener köl- 
nischer Maler und Kupfersteoher am Ende des 16. und Anfang des 17. Jahrhunderts, 
von welchem sich zahlreiche 1Verke, früher in den Kirchen zu Köln, befanden. Noch 
vorhanden sind, in St. Georg: sieben Vorstellungen aus der Leidensgeschichte und in 
der Kirche zur h. Maria im Capitol: sieben Bilder aus dem Leben des h. Martin. Zu 
seinen wenigen und seltenen Kupferstichen gehören: ein Blatt mit vielen allegori- 
schen Vorstellungen und Wappen, in der Mitte S. Peter mit den Schlüsseln in einem 
Schiife (1596); ein Denkmal in Form eines Altars mit vielen symbolischen Figuren 
und Emblenien (bezeichnet: Aug. Braun pinx. etsculp. 1595). Viele seiner Blätter 
wurden von Andern in Kupfer gestochen. t 
Literatur. Merlo, Nachrichten von dem Leben und den Werken kölnischer Künstler. 
Braun, Cß-Spar, geb. 1807 zu Aschaffenburg, widmete sich anfänglich der Malerei 
auf der Akademie zu München, bildete sich aber später bei Brevieres in Paris in 
der Holzschneidekunst aus und gründete 1839 in München eine xylographische An- 
stalt, aus welcher seitdem eine Menge trefflicher WVerke, wie: die Illustrationen zu 
Schillers Braut von Messina; zum Nibelungenlied, nach Zeichnungen von Scllnorr 
und Neureuther; zu Musaeus Volksmährchen; zum Volkskalender; zum Götz von 
Berlichixigen; zu der grossen Bibel (herausgeg. v. Cotta) u. s. w. hervorgegangen 
sind. Im Jahr 1844 unternahm er mit seinem Associe Schneider die Herausgabe der 
Zeitschrift: Fliegende Blätter, ein sowohl seines ausgezeichneten Inhalts, als der 
Illustrationen wegen sehr geschätztes humoristisches Blatt. In den aus Brauns Insti- 
tut hervorgegangenen Holzschnitten sieht man mit Vergnügen den Styl des alt- 
deutschen Holzschnitt-s, verbunden mit der unserer Zeit eigenen Technik, glänzend 
durchgeführt. 
Braun, Matthias von, Bildhauer in Prag, geb. zu Innsbruck 1684, gest. 1738 
in Prag, studirte 6 Jahre lang in Italien, war um 1720 am Hofe Karl VI. in Wien 
thätig und fertigte zahlreiche, aber ziemlich manierirte Arbeiten für Kirchen, Paläste 
u. s. w. in Böhmen. 
Literatur. Dlabacz, Künstlerlexikon für Böhmen.
        

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