Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1042463
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Bouchier 
Boullogne , Louis de. 
301101118! , Jean oder Jaque, ein Maler oder Kupferätzer, dessen Blätter sehr 
selten sind, geb. zu Bourges um 1580. Man kennt von ihm: Maria mit dem Kinde; 
die h. Magdalena; der h. Johannes. 
13011011013, Francois, Historienmaler, Ritter der Ehrenlegion, geb. zu Paris 1809. 
gest. 1842, ein Schüler von Regnanlt und Lethiere, emplieng 1824 für sein Bild: 
Orestes, dem Aegistheus den Leichnam der Klytämnestra zeigend, die Auszeichnung, 
als Pensionär nach Rom gesandt zu werden, hielt sich 7 Jahre daselbst und zu Neapel 
auf und sandte Während dieser Zeit verschiedene gelungene Arbeiten nach Paris. 
Zwei grosse Bilder, die Schlacht von Zürich 1799 und das Begräbniss des Generals 
Marceau, ersteres für die Gallerie zu Versailles, letzteres in der Meierei zu Chartres, 
fanden grossen Beifall. In der Magdalenenkirche malte er die Magdalena unter dem 
Kreuze. Unter seinen Porträts sind die des General Joubert, des Lablache und der 
Grisi die namhaftesten. 
Boucourt, siehe Deboucourt. 
Boudewyns, AIIthOIIiB Francois, ein verdienstlicher Landschaftsmaler, geb. zu 
Brüssel im Jahr 1660, gest.1700, arbeitete meistens in Gemeinschaft mit Pieter B ou t. 
Bouillard, Jacques, Kupfcrstecher und Aetzer, geb. zu Paris 1744, gest. daselbst 
1806, Mitglied der Akademie. Zu seinen geschätztesten Blättern gehören: eine 
heilige Familie, nach Annibale Caracci; der Traum der Poliphyla, nach le 
Sueur; die h. Cäcilie, Ilarfe spielend, nach P. Mignard. 
Boulanger, Glement, gest. 1843 auf einer wissenschaftlichen Reise in Magnesia, 
ein zur modernen romantischen Schule gehöriger Historienmaler, dessen Gemälde 
sich durch ein glückliches Colorit, schöne Architektur und sorgfältig ausgeführte 
Figuren auszeichnen, aber theilweise allzusehr auf den Effekt gearbeitet sind. 
Grössere Bilder von ihm sind: Mazeppa; die Prozession des Gargouille; der Genius 
der Künste; Papst Sintus empfängt seine Eltern; eine Pestscene aus dem Mittel- 
alter u. s. w. 
Boulanger, Jean, Zeichner und Kupferstecher, geh. zu Amiens 1607, nach Andern 
zu Troyes 1613 , gest. zu Paris in hohem Alter, war ein Schüler von Guido Reni, 
führte viele sehr gesuchte Kupferstiche aus, unter denen als die vorzüglichsten ge- 
rühmt werden: eine heilige Familie (öfter genannt die Maria zu Passau), nach So- 
lario; Johannes küsst die Füsse des Heilandes, nach Guido Reni; die Kreuz- 
tragung, nach Mignard; Maria mit der Nelke, nach Raphael; Veit Ludwig von 
Seckendorf, nach C. Scheffer (1669). 
Boulanger, LOIIiS, Historien- und Porträtmaler in Paris, seit 1840 Ritter der 
Ehrenlegion, ein junger Künstler von reicher Einbildungskraft und poetischen An- 
lagen, machte sich besonders durch seine Fresken im Festsaal der Pairskammer zu 
Paris einen Namen. Schöne Bilder von ihm sind: der Lobgesang der Judlth; die 
Geliebten Dante's, Petvrarcafs und Ariost's. Im Porträt ist er weniger glücklich. 
Boullogne, BOn de, auch Boulogne geschrieben, Historienmaler, geb. zu Paris 
1649 , gest. 1717, genoss anfänglich den Unterricht seines Vaters, ging dann nach 
Rom, Wo er sich 5 Jahre aufhielt und eifrigst die grossen Meister studirte , in deren 
Nachahmung er sich eine grosse Geschicklichkeit erwarb, und von da in die Lom- 
bardei. Nach seiner Rückkehr in's Vaterland wurde er 1677 Mitglied und 1692 Pro- 
fessor der Akademie. Er war für die Paläste von Trianon und Versailles vielfach 
beschäftigt. Auch im Louvre sieht man einige Bilder von ihm: eine Verkündigung"; 
den h. Benedikt, der ein Kind erweckt und den Kampf des Herkules mit den Cen- 
tauren. Bon de Boullogne soll auch radirt haben und man schreibt ihm folgende 
drei Blätter zu: der h. Johannes predigt in der Wüste; der h. Bruno; eine satyrische 
Vorstellung auf den Autor des Mercure galant (1594)- 
Boullogne, LOIIiS de, Historienmaler, der Vater des Vorigen, geb. zu Paris 1609, 
gest. 1674 als Professor der Akademie, war ein Schiller von Blanchard, bildete 
sich in Rom durch das Studium der grossen Meister und malte nach seiner Rückkehr 
Vvtivgemälde, Wand- und Deckenbilder, fertigte auch einige treffliche Copieen nach 
Tlzlall , Guido, Perin del Vaga. Es sind auch mehrere radirte Blätter von ihm
        

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