Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1042453
Both , Hermann 
Boucher. 
177 
house, bei Hrn. Beckford in Bath, im Fitzwilliani-Museunl zu Cambridge; in der 
Gallerie Pitti zu Florenz; in der Grossherzogl. Kunsthalle zu Carlsruhe; in der 
Pinakothek zu München; im Louvre zu Paris; in den Gallerien Sciarra und Doria 
zu Rom; im Museum der bildenden Künste zu Stuttgart; in der k. Gemäldegallerie 
zu Turin.  Johann Both hat ebenfalls einige mit feiner und leichter Nadel radirte, 
von Bartsch in seinem "Peintre graveur" ausführlicher beschriebene Blätter hinter- 
lassen. Sie bestehen in: 5 Blättern, die fünf Sinne, nach Andries Both, von beiden 
Brüdern radirt; 4 Blättern, Landschaften in die Höhe; und 6 Blättern, italienische 
Landschaften in die Breite. 
giterulur. Ch. Blaue, Th. Gautier und P. A. Jeanron, IIistoii-e des peintres de toutes les ecoles. 
3.1715. 
30th, Hermann, aus Danzig, ein zu Düsseldorf lebender Landschaftsmaler, der 
seinen Bildern, meistens im Charakter des Niederrheins und der Ostseeufer gehalten, 
interessante Stimmungen zu geben weiss. Dadurch und durch die feingefiihlte Zeich- 
nung und den eigenthümlichen freien Vortrag sprechen sie ungemein an. 
Botticelli, Sandro, siehe Filipepi. 
3011011, Valentin, Glasmaler in Metz, gest. 1541 , malte die Fenster der dortigen 
Hauptkirche. 
3011011811011, Edmus, geb. 1698 zu Chaumont in Bassigny, gest. 1762 zu Paris, 
Mitglied und Professor der Akademie, ein tüchtiger Bildhauer seiner Zeit, dessen 
Werke sich durch elegante Zierlichkeit auszeichnen. Von ihm sind: die Fontaine 
des Grenelles zu Paris; die (1792 zertrümmerte) Reiterstatue Ludwig XV.; ein 
Amor, der sich aus der Keule des Herkules einen Bogen schnitzt, und mehrere Sta- 
tuen in den Pariser und Versailler Schlossgarten. Auch kirchliche Sculpturen fertigt-e 
er. S0 sieht man von ihm in der Kirche S. Sulpice zu Paris die Staunen des Heilands 
und der Apostel Petrus, Paulus und Johannes. Bouchardon war Mitglied und Pro- 
fessor der Akademie. 
Boucher, Francois, geb. 1704 zu Paris, gest. 1770 daselbst, Historienmaler, war 
der Sohn eines Zeichners! von Stickniustern und zeigte schon in früher Jugend ein 
bedeutend schöpferisches Talent, das er eigentlich ohne Lehrer ausbildete, denn er 
ging nur drei Monate in Le Meines Schule und beschäftigte sich, nachdem er die- 
selbe verlassen, mit Zeichnungen für Kupferstecher nach eigenen Compositionen und 
nach NVatelet. Im Jahr 1723 errang er durch sein Bild: Evil-Merodach, der Sohn 
Nebukadnezafs, befreit König Joachim, den ersten Preis der Akademie, worauf er 
mit Carle van Loo nach Italien ging. Nach seiner Rückkehr eröifnete sich ihm 
die glänzendste Künstlerlaufbahn zu Paris. Im Jahre 1'734 wurde er durch sein 
Bild; Rinaldo und Armide (im Louvre zu Paris) Mitglied der Akademie, im Jahr 1737 
Professor, 1752 Rektor, 1765 Direktor und nach dem Tode des Carle Vanloo 
Maler des Königs Ludwig XV. , der ihn vielfältig beschäftigte.  Boucher arbeitete 
sehr leicht und war unermüdlich thätig. Er hat eine ungeheure Menge Gemälde 
mythologischen und religiösen Inhalts oder nach eigenen Eründungen Landschaften, 
Thierstüßke, Theaterdekorationen, Surportes, Wand- und Deckengemälde und über 
10,000 Zeichnungen ausgeführt. Seine Gemälde bezeichnen übrigens den tiefsten 
Verfall der Malerei in Frankreich. Durch Anfertigung lüsterner, leichtfertiger und 
sittenloser Bilder, die einen rasenden Beifall fanden und ihm den Namen eines Mfalers 
der Graliell ßintrugen, fröhnte er dem verdorbenen Geschmack seiner Zeit am Hofe 
Ludwig XV. Nicht leicht hat vielleicht ein Künstler mit solch grossen Gaben, einem 
erfinderisßhßll 1(0pf, dem vielseitigsten und leichtesten Talente solchen Missbrauch 
getrieben. Denn wenn er auch in seinen Compositionen kokett und Elifektirß 91'- 
Scheint? Seine Zeichnung incorrekt und manierirt ist, seinen Gestalten überhaupt 
Natur und Leben fehlt, S0 verrathen seine Bilder nichtsdestoweniger Sinn für Schön- 
heit und gefällige Anordnung, Gefühl für Harmonie der Farbe und eine Geschick- 
lichkeit, die zu grosser Meisterschaft befähigt hätte.  Boucher hat auch einige 
Blätter radirt. 
Müller, Künstler-Lexikon. 12
        

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