Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1042345
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Bonato 
Bonifazio. 
andere mit den Anfangsbuchstaben seines Namens oder Julio b. f, lVLlO. B. F. be- 
zeichnet sind) gehören: der Sieg Constaixtins über Maxentius (1544) und eine Pieta 
nach Raphael; Judith mit ihrer Magd am Zelt des Holofernes, nach Michelangelo; 
die Eroberung von Troja, nach Primaticcio; die Geburt des h. J0hannes des 
Täufers , nach Pontormo; die Flucht der Clelia aus dem Lager des Porsenna, nach 
Polidoro da Caravaggio; eine heil. Familie (1570); die Liebe in den elysäischen 
Feldern (1563); Apollo auf seinem XVagen, von den Horen gezogen; ein Silen auf 
einem Esel, von Bacchantinnen begleitet; Cupido in dem Wiagen; der Triumph der 
Liebe (1545); Saturn auf Wolken; Pan sitzt bei einer Nymphe. 
Bonato, Pietro, geb. 1765 zu Bassano, gest. 1820, ein tüchtiger Kupferstecher, 
Schüler von Volpato , lieferte mehrere trelfliche Stiche, unter denen besonders zu 
erwähnen sind: La saera famiglia, nach Correggio; die Schönheit stösst die Zeit 
von sich, nach G. Reni; die Maria von Monteneso, nach einem alten, wahrscheinlich 
neugriechischen Gemälde; die drei Grazien, nach einem Gemälde von Canov a. 
Bonensack oder Bonsack, ein deutscher Baumeister, begann 1208 den Bau des 
neuen Doms zu Magdeburg. Sein in Stein gehauenes Bildniss in ganzer Figur betindet 
sich an dem ersten Pfeiler vor dem hohen Chore linker Hand. 
Bonügli, Benedetto, oder di Buonfiglio, aus Perugia, geb. um 1420, gest. nach 
1496, einer der ersten namhafteren Meister der nachher zu einem so bedeutenden 
Ilühepuxikt der Kunst sich entwickelnden umbrischen Schule, zeigt sich in seinen 
Gemälden als ein Nachahmer des Gentile da Fabriano, nur etwas härter reali- 
stisch, obschon nicht ohne das ernste Streben nach Anmuth der Linien und Bewegun- 
gen und einiges Verdienst um die Färbung. Sein bestes Bild ist eine Anbetung der 
Könige in S. Domenico (angeblich vom Jahr 1460); auch die Madonna mit Heiligen in 
der Gemäldesanimlung der Akademie und zwei Tafeln Engel mit Passionswerkzeugen 
in der Sakristei von S. Franceso gehören zu seinen anmutvhigeren Werken. Dagegen 
werden ein grosses Bild mit einer Glorie Christi und den Thaten des heil. Bernardins 
in der gleichnamigen Bruderschaftskapelle (vom Jahr 1461) und eine Pieta (vom Jahr 
1469) in S. Pietro als steif, hart und porträtmässig geschildert. Die 1454 begonnenen 
Fresken im Rathspalast (Vorsaal des Delegaten), Geschichten der heil. Bischöfe Lu- 
dovicus und Herculanus, sind mit Ausnahme einiger Bildnisse im Figürlichen nicht 
sehr bedeutend und in der Ausführung sehr ungleich (er malte erwiesenermassen 
mehr denn 20 Jahre daran), zeichnen sich aber durch die sehr gut dargestellten 
architektonischen Ilintergründe aus. 
Bonheur, August, Landschaftsmaler in Paris, Welcher zuvor schon als Genre- und 
Bildnissmaler aufgetreten, aber wenig beachtet worden war, stellte 1852 drei land- 
schaftliche Bilder, den WVald von Fontainebleau, einen YVaideplatz und eine Ge- 
birgsansicht, aus , welche durch Frische der Auffassung, Feinheit und Schärfe der Zeich- 
nung, ungewöhnlich kräftige und lebhafte Färbung ungetheilteS Lob Sicherwarben. 
Bonheur, Rosa, eine sehr geschätzte Thiermalerin in Paris, Schwester des vorigen, 
deren Bilder sich durch schlichte Wahrheit, energische Zeichnung" und Modollirung, 
und frisches kräftiges Colorit auszeichnen. Der Künstlerin wurde im Jahre 1845 für 
ihre auf der Ausstellung im Louvre beündlichen Gemälde die goldene Medaille zuer- 
kannt. 
Bonifazio, Veneziano, aus Venedig, ein tüchtiger Meister der venetianischen 
Schule, muss von einem andern Maler dieses Namens aus Verona, der, wie jener, in 
Venedig arbeitete und 1553 starb, von dessen Leben und Werken aber nichts Sicheres 
bekannt ist, unterschieden werden. Das früheste bekannte Gemälde des Obigcn istmit 
der Jahrszahl 1530, das späteste mit 1563 bezeichnet, Sein künstlerisches Wirken 
fallt also in diese Zeit. Ueber seine Lebensuinstände ündet sich übrigens eben so 
wenig Zuverlässiges als über jenen. Einige halten ihn für einen Schüler des älteren 
Palma, Andere glauben, dass er in Tizian's Schule gegangen; jedenfalls gibt er 
sich in seinen, in grosser Anzahl hinterlasseneir TVerken als einen guten Nachahmer 
des letzteren kund, so dass von Bonifazio manches Gemälde herrühren dürfte, daS ill 
Gallßrion und im Handel für Tizian ausgegeben wird. So zahlreich aber seine Bilder
        

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