Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1042319
Bolgarini 
Bologna , Giovanni da. 
163 
Tizians, geb. zu Vicenza im Anfang des löJahr-hunderts, arbeitete zu Venedig 
noch 1566. Zu seinen vorzüglichsten Arbeiten gehören: die Anbetung der Hirten 
(mit nebenstehcndem 'Monogramm); die Siindfluth; Angelica und Medoro; Venus , die 
den Amor liebkost, in einer Landschaft (1566); der heiLHieronymus in der Wüste 
mit drei Löwen; Simson wird bei Delila von den Philistern gefangen genommen; 
grosse Gebirgslandschaft, im Vordergrundc rechts wird eine Kuh gemolken, sämmt- 
liche Blätter nach Tizian. "BL 
Bolgarini, Bartolommeo, aus Siena, ein Schüler des Pietro Laureati, lebte 11111  
1350 und malte in seiner Vaterstadt und andern Orten Italiens viele Bilder, u. A. in 
der Kirche S. Croce zu Florenz das Gemälde auf dem Altar der Kapelle des heiligen 
Silvester (nicht mehr vorhanden). Er malte auch das Bildniss seines Lehrers. 
Bollinger, Friedrich Wilhelm, Kupferstecher und Professor zu Berlin, geb. 1777, 
gest. 1825. Seine vorzüglichsten Arbeiten sind: DLMartin Luther, nach L. Cran ach, 
1812, und Dr. Joh.Bugenhagen, nach demselben. Beide Blätter gehören zu Cranaclfs 
Stammbuch, herausgegeben von Mecheln. Die Original-Miniaturgemä.lde sind in der. 
k. Bibliothek _zu Berlin.  
Bologna, "Cristoforo da, malte gegen Ende des 14.Jahrhunderts mit Lorenzo da 
Bologna in der Mezzetratta daselbst. Von ihm rührt u. A. das Altarbild dieser 
Kirche (1380) her, eine Madonna, welche die Gläubigen unter ihrem Mantel schützt. 
Bologna, Franco da, ein Maler aus Bologna, von dem man in dem Pal. Ercolani 
daselbst noch eine Madonna in trono mit der Jahreszahl 1312 sieht. 
Bologna, Giovanni da, ein berühmter Bildhauer, geb. zu Douai 1524, gest. 1608 
zu Florenz, erlernte die Kunst bei seinem Vater, der gleichfalls Bildhauer war, und 
dem um die Entwicklung der Bildhauerkunst in den Niederlanden verdienten J. de 
Breuk, begab sich aber schon in seinem zwanzigsten Jahre nach Rom, arbeitete 
daselbst zwei Jahre lang unter Michelangelo und liess sich sodann in Florenz 
nieder, wo sich ihm ein bedeutender Wirkungskreis öffnete und er die Meisterwerke 
schuf, die seinen Ruf als Bildhauer für alle Zeiten begründeten. Fast in allen Städten 
Italiens, ja Europas stritt man sich, Arbeiten von ihm zu besitzen und es ist beinahe 
unglaublich, welche grosse Anzahl von Werken er in seinem, allerdings langen, Leben 
ausgeführt. Er wurde vom Papst mit dem Christusorden beschenkt und vom Kaiser 
in den Adelstand erhoben. In der von ihm gestifteten und mit Marmorstatuen und 
Bronzereliefs reich verzierten Kapelle der Kirche S. Annunziata zu Florenz ruhen seine 
Gebeine. Seine Hauptwerke sind: Mercur und Psyche (jetzt in Versailles); der Sieg 
Simsons über die Philister; Mars auf einem Delphin stehend, auf dem Marktbrunnen 
zu Bologna; die kolossale Gruppe des Oceanus und der drei grossen Stromgötter auf  
dem Brunnen der Insel im Garten Boboli, eine Prachtdecoration ersten Ranges; zwei 
kolossale Statuen und einige Basreliefs an einem Altar im Dom zu Lucca; die be- 
rühmte Gruppe des Raubes der Sabinerinnexix in der Loggia de' Lanzi zu Florenz; 
Hercules und Nessus , ebendasellast; der fliegende , von einem Windstrahl getragene  
Mefßllf, M in den [lüicien zu Florenz, eine Statue, die an schöner lebensvoller Bildung 
Alles übert-riift, was Giovanni geschaffen; die kolossale Statue des Apennin in Prato- 
lino; das bronzene Standbild des heil. Lucas in Orsanmicchele (1561); der prachtvolle 
ügurenreiche bronzend Brunnen mit dem Neptun, auf dem grossen Platze zu Bologna 
(1564); die Stadt Florenz, den besiegten Feind zu ihren Füssen, eine allegorische 
Gruppe; die bronzene Reiterstatue Cosimc  auf der Piazza del Granduvß Zu 
Florenz, ein Meisterwerk Giovannfs (1588); eine Abundanzia im Garten Boboli da- 
selbst; die bronzenen Statuen des heil. Antonius, in der Kapelle des St. Marco in 
Florenz; ebendaselbst an den Ecken des Altars vier Engel, sowie die marmornen 
Statuen des heil. Dominicus, Johannes des Täiufers, St. Thomas von Aquin, der h. h. 
Antonius und Philippus, bei welchen Arbeiten ihm sein Schüler Fran c avilla behültlich 
war; Hercules wie er den Centaur bekämpft (1599); drei Statuen von Fürsten aus 
Abgebildet in denDenkmälern der Kunst. 
Ebendaselbst. Taf. 90, Fig. 3.  
Ebendaselbst. Taf. 66, Fig. 3. 
der Kunstgesch. 
Atlas zu Kuglers Hßudb.
        

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