Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1042179
Bissolo 
Blackere. 
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herrliche Statue, und den dänischen Landsoldaten, als Denkmal an den Sieg bei 
Fredericia. Auch seinen Marmorbüsten von Oerstedt, Grundvig, Hotten und Mynster 
wird grosses Lob gezollü. 
3155010, PieIfranOESCO, ein Schüler von Giovanni Bellini, blühte um 1520. 
Die Bilder dieses Meisters zeichnen sich durch die zarte Milde und Weichheit aus; 
besonders die Köyfe sind schön und voll Gefühl. In der Akademie zu Venedig sieht 
man Ygn ihm; Christus, der h. Katharina von Siena die Dornenkrone reichend; in 
der Gallerie Manfrini daselbst eine Verkündigung; in Madonna della Salute eben- 
daselbst eine Madonna; in der Kathedrale zu Treviso: S. Giustina mit andern Heili- 
gen und im Berliner Museum eine treifliche Auferstehung Christi. 
Bisuccio, Leonardo di, ein lilaler aus Mailand, von dem sich nur ein einziges 
Werk, die Wandmalereien der achteckigen Grabkapelle des Grafen Seneschal Ser- 
gianni Caracciolo, hinter dem Chor von S. Giovanni 'a Carbonara in Neapel erhalten 
haben. Er stellte darin, über der Eingangsthüre, in kolossaler Grösse Christus die 
Maria krönend, beide von den Armen Gottes des Vaters umfasst und von Engel- 
schaaren umgeben, unten links mehrere Mitglieder der Familie Caracciolo und neben 
der Thür in einem Rund das Bildniss des Seneschals, nackt, wie man ihn nach seiner 
Ermordung gefunden, dar. Andere Felder enthalten Scenen aus dem Leben der Maria 
und mehrere andere Einzeliiguren. Diese Bilder zeigen noch entschiedene Anklänge 
an die Schule GiottoÄs, allein Bildung und Ausdruck der Köpfe sind lieblicher, be- 
sonders die der Engel, welche an die des Fiesole erinnern. Die Bildnisse sind sehr 
individuell, die Haltung im Ganzen ist einfach und grossartig. Im untern Rande der 
Verkündigung steht in gut erhaltener Schrift: Leonardus de Bissuccio de Mediolano 
hanc capellam et hoc sepulcru pinxit.  
Literatur. Passavant, Beiträge zur Geschichte der alten Maler-schulen in der Lombardei. Kunstbl.1838. 
Bittheuser, Johann Pleikard, Kupferstecher und Professor zu Würzburg, geb. 
zu Bütthard 1774, ein Schüler von J. G. Müller, machte sich durch mehrere treff- 
liche Stiche, worunter man besonders das Abendmahl nach L. da Vinci 1805, Copie 
nach Morghen; die Unterredung des Augustus mit der Cleopatra, nach R. Mengs 
und die Frau des Dominichino aus dem Bade steigend, nach Dominichino, zählt 
einen geaehteten Namen.  
Bizamanus, ist der Geschlechtsname einer Malerfamilie, welche einer zu Otranto 
in Apulien, wohl nicht lange vor dem 15. Jahrhundert blühenden Schule angehörte, 
die Bilder in byzantinischer Weise, aber mit landschaftlichen Gründen, malte. So 
sieht man u. A. im Museo Cristiano des Vaticans: den auferstandenen Christus und 
Magdalena mit der Inschrift: Donatus Bizamanus pinxit in Hot-ranto und im 
Berliner Museum: eine Kreuzabnahme mit der Inschrift: Angelus  Bizamanus . 
pinxit  in Hotranto. 
Blaas, Karl, Professor an der Akademie in Wien, gebürtig aus Tyrol, bildete 
sich während eines mehrjährigen Aufenthalts in Rom zu einem der ausgezeichnetsten, 
der streng kirchlichen Richtung angehörigen Maler unserer Zeit aus. Seine Bilder 
sind ebenso tief durchdacht, als schön empfunden, voll Leben und Anmuth, Hoheit 
und Schönheit der Formen. So bewunderte man von ihm seit einer Reihe von Jahren: 
eine Madonna in der Glorie; eine h. Elisabeth mit dem Rosenwunder; die Heimkehr 
des Jakob von Laban (in der Gemäldegallerie des Belvedere zu Wien); die heil. 
Katharina von Engeln übers Meer getragen; die h. Francisca; einen h. Georg; 
Christus in Emaus; Christus am Oelberg"; die Flucht nach Aegypten und eine Feld- 
messe in der Campagna. Treffliche Frescomalereien von Blaas sieht man in der 
prachtvollen Gruftkirche des Grafen Caroly zu Foth bei Pesth und im Hauptschitf 
der Altlerchenfelderkirche in Wien. Neuester Zeit hat sich der Künstler auch mit 
der Porträtmalerei beschäftigt, und seine Bildnisse, z. B. das des Kardinal Primas 
1'011 Ungarn, das 1854 auf der Wiener-Ausstellung Aufsehen erregte, zeigen eine 
ebenso geistvolle Auffassung, als technische Vollendung. 
Blackere, Gilles de, "tailleu; Jymaiges dalbastre" , führte in den Jahren 
1435-1436 für Herzog Philipp den Guten von Burgund das Grabmal seiner ersten
        

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