Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1042145
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Biermann 
Bilivert. 
Restaurationen der ehemaligen Cisterzienser Abteikirche Altenberg und des k. 
Schlosses Brühl bei Cöln. 
Biermann, Karl Eduard, Professor und Mitglied der Akademie zu Berlin, ein der 
Gegenwart angehöriger ausgezeichneter Landschaftsmaler, dessen Bilder, von denen 
seine grosse Aussicht auf Florenz, seine Tasse-Eiche mit Aussicht auf Rom bei Abend- 
beleuchtung, sein Klosterhof von S. Francesco in Assisi, seine Ansicht des Domis von 
Mailand, sein Abend auf der Hochalp, seine Ansicht der Maximuskapelle in Salzburg, 
San Benedetto im Sabinergebirge u. s. w. mit grosser Anerkennung genannt werden, 
sich durch grossartige Auffassung, frische Naturwahrheit, freie, geistvolle und meist-er- 
hafte Behandlung, Tiefe und leuchtende Kraft der Vorgründe, duftige Abtönung der 
Perspektive, Harmonie der Tinten und pastosen Vortrag auszeichnen. Hauptsächlich 
aber rühmt man seine mit erstaunlicher Virtuosität ausgeführten Aquarellen, insbe- 
sondere seine Ansichten aus Dalmatien. 
Biezelingen, Christiaan Jan van, geb. 1558 zu Delft, ein holländischer Porträt- 
maler, von dem insbesondere das Porträt des Wilhelm von Oranien gerühmt wird, 
das er nach dessen Tod ausgeführt und das ähnlicher gewesen und besser gelungen 
sein soll, als alle während des Lebens jenes Prinzen gemalten. Ein Zufall führte 
ihn nach Spanien, woselbst er, vielfach für den Hof beschäftigt, bis zu dem Tod 
seiner Gemahlin blieb, und dann ins Vaterland zurückkehrte, wo er zu Middelburg 
im Jahr 1600 starb. 
Biffi, Karl, Maler und Kupferätzer, geb. 1605 zu Mailand, gest. daselbst 1675, 
ein Schüler von C. Procaccini, malte in der Art und Weise seines Lehrers, brachte 
indessen nur wenig Gemälde zu Stande. Die von ihm radirten Blätter: Franz Ga- 
brielli mitder Geige und Maske und vier verschiedene Köpfe oder Büsten, sind sehr 
selten. 
Bigari, Vittorio, geb. 1692 zu Bologna, gest. 1776, malte Dekorationen und Fi- 
guren an Decken, Wände und Treppenhäuser für Kirchen und Paläste. Er wurde 
von mehreren europäischen Fürsten beschäftigt, denn seine Bilder vereinigten mit 
einer gewissen Würde der Composition ein brillantes Colorit. Von seinen drei Söhnen 
Francesco, Giacomo und Angelo wurde der erste Architekt, die andern beiden 
bildeten sich als Maler aus. 
Bigio, Marcanton Francia, siehe Franciabigio. 
Bigio, Nanni di Baccio, Bildhauer und Architekt aus Florenz, ein Zeitgenosse 
des Michelangelo , erlernte unter Rafaello da, Montclupo die Bildhauerkunst, 
machte darin erfreuliche Fortschritte und ging mit dem Bildhauer Lorenz etto nach 
Rom, woselbst er die Statue Clemens VII. für den Chor der Mincrva und eine Pieta, 
113011 Michelangelo, für die Kirche Santa Maria de Anima, eine zweite für Santo 
Spiritß in Florenz (wo sich dieselbe noch beündet) ausführte. Unter Antonio da 
Sangallo widmete er sich der Baukunst, war auch bei dem Bau von S. Peter thägig, 
wobei er dem Michelangelo vielen Verdruss bereitete, und erbaute in Rom und 
andern Orten mehrere Paläste, Privathäuser u. A. Durch seine eigene Ungeschicklich- 
keit veranlasst, stürzte ihm im Jahr 1557 die Brücke Santa Maria (jetzt Ponte 
rotto) ein. 
Bilders, Johannes Warnardus, geb. 1811 zu Utrecht, ein tüchtiger holländischer 
Landschaftsmaler, der in seinen Bildern geistvoll und frei, mit besonderer Vorliebe die 
Natur seines Vaterlandes schildert. An seinen Landschaften , die man häuiig in 
Staatsgallerien, wie in Privatsammlungen anti-in't, rühmt man die treiflichen Licht- 
eifckte und die eigenthümliche und kräftige Behandlung", namentlich der Bäunie. 
Bilivert, Johann, geb. 1576 zu Mastricht, gest. 1644, brachte, obgleich Holländer 
von Geburt, den grüssten Theil seines Lebens in Italien, wo er Bilivetti genannt 
wurde, zu. Er war ein Schüler Cigolfs und ahmte in seinen Bildern seinen Lehrer, 
hin und wieder aber auch Titi oder Paul Veronese nach. Nach seinen Zeich- 
nungen wurden das ursprünglich für einen dem ll- Bßfrolnäus geweihten Altar be- 
stimmte Relief: Cosmus II. vor einem Altar knieend, und die acht für den Altar der
        

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