Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1042073
Besche 
Betti. 
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zu Paris 1756, gest. daselbst 1822, hiess eigentlich Barvez und nannte sich 
früher auch Jean Guillaume oder Charles Guillaume Barvez, allein später 
nahm er aus unbekannten Gründen den Namen Bervic an. Er war ein Schüler von 
Wille und brachte es unter dessen Leitung binnen kurzer Zeit zu grosser Meister- 
Schaft. Seine Stiche zeichnen sich durch die wahrhaft künstlerische Vollendung aus. 
Die Formen sind richtig und treu wiedergegeben und wenn sich auch hin und wieder 
eine gewisse metallschimmernde Manier bemerkbar macht, so herrscht doch im Ganzen 
eine höchst malerische Abstufung der Töne vor. Namentlich aber ist er in der Nach- 
ahmung plastischer Werke unerreicht. Zu seinen besten Blättern zählt man: Lao- 
koon, nach der Antike; Dejanira vom Centaur Nessus verfolgt, nach Guido Reni; 
Achill wird vom Centaur Chiron unterrichtet, nach Regnault; Ludwig XIV., nach 
Callet; die Unschuld, nach Merimce; die Ruhe und La Demande acceptee, nach 
Lepicie; Johannes in der TVüste, nach Raphael. 
Besche, Gerhard de, ein niederländischer Baumeister, der unter Karl IX. von 
Schweden (regierte von 1604-1611) den zweiten gothischen Thurm der Domkirche 
zu Upsala (1702 abgebrannt) erbaute. 
Beschey, Balthasar, geb. zu Antwerpen 1709, war ein Schüler von Peter S trick, 
ahmte aber die Manier des H. van Balen nach. Er malte Bilder aus der heiligen 
Geschichte und verfertigte mit seinem Bruder Jakob verschiedene Copieen nach 
Rubens, van Dyck, Rembrandt in kleinerem Massstabe, die trotz ihrer kalten 
Behandlung s. Z. sehr gesucht waren. Er starb 1776 als Professor an der Akademie 
seiner Vaterstadt.  Seine beiden Brüder Johann Franz und N_icolas malten, der 
erstere in England, der andere zu Dublin. 
Beschey, J. F., geb. zu Antwerpen 1739,_,gest. daselbst 1799, des Vorigen Sohn, 
malte reich mit Figuren staiiirte Landschaften, Porträts und historische Bilder, copirte 
auch glücklich verschiedene Meister, Pynacker, Teniers, Dow, Terburgh, 
Rembrandt u. s.w.  
Besenzi, Paolo Emilio, Maler, Baumeister und Bildhauer von Reggio, geb.'1624, 
gest. 1666, ahmte in seinen Bildern Alb ano glücklich nach und entwickelte auch 
in seinen Sculpturen und Bauten einen ziemlich guten Geschmack. 
BGSOZZi, Ambrogio, geb. zu Mailand 1648, gest. 1706, ein Schüler des Ciro 
Ferri in Rom, Maler und Kupferstecher, von dem die Kirchen und Gallerien zu Turin, 
Parma und seiner Vaterstadt eine Menge Bilder besitzen. Man kennt auch von ihm 
einige radirte Blätter, die Bartsch in seinem „Peintl'e graveur" verzeichnet. 
Bettelini, Pietro, geb. zu Lugano 1763, gest. zu Rom 1828, bildete sich in Gan- 
dolfi's und Bartolozzis Schule, namentlich aber nach den Werken des Raph. 
Mol-ghen zu einem trefflichen Kupferstecher mit dem Stichel und in punktirter 
Manier aus. Mit tiefem Verständniss wusste er in den Geist des nachzubildenden 
Originals einzudringen und mit reinem und gefälligern Instrumente, ohne in glänzende, 
bestechende Manier zu verfallen, den Ausdruck, die Wirkung der Malerei, den Styl 
der Zeichnung, wie das tiefe Gefühl, das Farbe und Form durchdringt, wiederzugeben. 
Nach Thorwaldsen Stach er den bekannten Alexanderszug, mehrere Basreliefs und 
einige Figuren, Stiche, die jedoch nicht zu seinen besten Arbeiten gehören. Unter 
die vorzüglichsten seiner Blätter zählt man: den Leichnam Christi nach Andr. del 
Sarto's Bild, in der Gallerie zu Florenz; La Madonna col Divoto, nach Correggids 
Gemälde in der Pinakothek zu München; die Anbetung der Hirten, nach van der 
Werff; den heil. Johannes, nach Dominichino; Belisar, nach Rehberg; die 
Himmelfahrt der Maria, nach Guido Reni; Maria mit dem schlafenden Kinde, nach 
Raphael; die heil. Magdalena, nach Schidone; Maria mit dem Kinde und dem 
Vogel nach Guercino; Maria div. Sapientiae, Maria in einem Buche lesend, nach 
Tizian. 
Betti, Biagio da Carigliano, geb. 1535, gest, 1605, ein Schüler des Daniello 
da Voltera, trat 1557 in das Kloster der Padri Teatini von San Silvestro auf 
dem Quirinal in Rom, das er mit schönen Werken der Malerei bereicherte. Im 
Jahre 1847 wurde ein auf Kalk in Oel gemaltes Deckengemälde von ihm: Christi
        

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