Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1042051
Berruguete , Pedro 
Bertin , 
Nicolas. 
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ledo, an der innern Seite des Thors Puerta del Cambron: die Statue der h. Leocadia; 
die Statue des h. Julian am Thurme der S. Martinskirche; in S. Juan Bautista extra- 
muros bei Toledo: den Sarkophag des Erzbischcfs Tavera, von gutem michelangeles- 
kem Styl. In seinen Malereien folgte er der Kunstweise des Leonardo da Vinci 
und Sodom-a, indem er, der gewöhnlichen naturalistischen Auffassung seiner Lands- 
leute entgegen, nach einer gewissen ldealität strebte, und als der erste betrachtet. 
werden kann, der den rein italienischen Styl des 16. Jahrhunderts in Spanien ein- 
führte. Tiefes Gemüth sucht man dagegen in denselben vergebens. Auch von 
ihnen sind viele verschwunden oder untergegangen, doch bewahrt die Kapelle des 
erwähnten Colegio major di Sanjago zu Salamanca einen Hochaltar mit bemalten 
Holzschnitzfigurcn und Gemäldenhumgeben von vergoldeter Architektur, vom Erz- 
bischof von Toledo , Don Alonso Fonseca, im Jahr 1529 bestellt und 1531 vollendet. 
Er enthält acht Bilder mit Figuren von etwa halber Lebensgrösse. In der untern 
Abtheilung ist in der Geburt Christi ein Engel ganz in der Art des Leonardo da Vinci 
dargestellt. Von guter Anordnung in der Composition und tief im Ton sind auch: 
die Darbringung im Tempel, die Flucht nach Aegypten und die Anbetung der Könige. 
Dagegen sind die oberen sehr Hau behandelten Bilder der Taufe, der Himmelfahrt und der 
Ausgiessung des heil. Geistes wohl nicht von des Meisters Hand ausgeführt. Endlich 
besitzt die Akademie zu Valladolid ein Paar Gemälde von Alonso Berruguete: eine 
etwas flüchtig behandelte Flucht nach Aegypten und eine heil. Familie. 
Literatur. B e rmu dez , Dicciunario historico de los mas illustres professores de las bellas artes en Espaiia.  
Passavant, Die christliche Kunst in Spanien. 
_Berrug'uete, Pedro, der Vater des Vorigen, gcst. um 1500, malte im Kapitelsaal 
der Kathedrale zu Toledo von den dortigen TVandmalereien die Darstellungen der 
Kreuzabnahnie, der-Trauer um den Leichnam Christi und das jüngste Gericht; ferner 
einige Tafeln des Hauptaltars der Kathedrale zu Avila, nämlich: Christus am Oel- 
berg, die Geisselung und Auferstehung Christi, sowie Christus in der Vorhölle, 
Bilder, die zwar ein nicht unbedeutendes Talent verrathen, aber von etwas magerer 
Wirkung sind.  
Bersenew, Iwan, ein russischer Kupferstecher, der 1762 in Sibirien geboren wurde, 
1790 sich in Paris unter Guttenberg und Bervic ausbildete und mehrere tretfliche 
Blätter, z. B. den Evangelisten Johannes , nach Dominichino; den Versucher, nach 
Tizian; ferner das Porträt der Catharina Nicolacwna geb. von Sinowief stach. 
Bertano, siehe J. B. Ghisi.  
Bertaux, siehe Duplessi.  
Berthon, Rene Theodor, geb. 1777 zu Tours, ein talentvoller Maler, der sich in 
David's Schule bildete und verständig componirte, sorgfältig und wirkungsvoll aus- 
geführte Bilder aus der alten und neuern Geschichte, aus der Mythe und nach klassi- 
schen Dichtern "in der WVeiSe seines Lehrers malte. Auch einige der Grossthaten 
Napoleons verewigte er im Bilde. Unter den in grosser Anzahl von ihm ausgeführten 
Bildnissen werden namentlich die des ersten Consuls, des Erzherzog-s Karl, der Lady 
Morgan u. s. w. genannt.  
Bertin, Eduard, ein zu Paris lebender Landschaftsmaler, der seit 1827 die Aus- 
stellungen mit sorgfältig ausgeführten, dem Styl nach noch mehr oder minder an die 
conventionelle Behandlung der alten Schule erinnernden Bildern beschickt, von denen 
eine Ansicht des Golfs von Neapel, Ansichten aus den Appeninen, des Wßlds Voll 
Fontainebleau, letztere besonders wegen der geistreichen Auffassung und schlagenden 
Beleuchtung, gerühmt wurden. 
 Bertin, Jean Victor, Landschaftsmaler in Paris, geb. 1775, gest. 1842, Schiller 
von Valenciennes und seit 1817 Bitte? der Ehrenlegion, gilt als Gründer jener 
älteren französischemSchule der historischen Landschaft, die bei einer idealistischen 
Auffassung und stylgemässen Behandlung einen lebensvollen Naturalismus und eine 
Fülle der Poesie entfaltet. Seine zahlreichen Bilder schmücken die vorzüglichsten 
öffentlichen und Privatgallerieen. ' 
Bertin, Nicoles, Maler, geb. zu Paris 1667, gest. 1736, und seit 1703 Mitglied
        

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