Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041815
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Wallfahrtsorte in 13 Bildern, andere in der Pinakothek daselbst und in verschiedenen 
anderen öffentlichen und Privatgallerieen zu Wien, Stuttgart u. s.w. sieht, einen 
nicht unbedeutenden Namen.  Beich malte historische Bilder und LalldSchaften, 
erreichte aber namentlich in letzteren eine für seine Zeit seltene Meisterschaft. 
Wenn auch in einer etwas konventionellen Weise behandelt, erinnern sie in der 
Auffassung an Poussin und Salvator Rosa und imponiren durch die Natur, die 
sich in ihnen ausspricht, die schöne Anordnung, durch die wirksame Vertheilung 
und konsequente Durchführung des Lichts, die Kraft und Uebereinstimmung der 
Farben und den geistreichen kecken Vortrag.  Er radirte auch drei Reihenfolgenß 
von Landschaften sehr schön in Kupfer.   Je 
Beisbarth, Karl Friedrich, Architekt, geb. 1809 zu Stuttgart, bildete sich von 
1829 bis 1831 unter Isabelle zu Paris und von 1832-1833 unter Oberbaurath 
v. Gärtner auf der Akademie zu München, woselbst er zwei Concourspreise erhielt, 
in seinem von früher Jugend mit Liebe erfasstem Fache, der Baukunst, aus, trat 
sodann eine Reise nach Italien an, durchwanderte, überall die schönsten Monumente  
mit gewissenhafter Treue zu messen, aufzunehmen und zu zeichnen bemüht, dieses 
ganze Land nebst Sicilien und Calabrien, und kehrte, nachdem er den gesammelten 
reichen Steif äusserlich geordnet und innerlich in sich verarbeitet hatte, als Künstler 
von gediegenen Kenntnissen und einem an klassischen Mustern gebildeten Geschmack 
nach siebenjähriger Abwesenheit, 1837 wieder in seineHeimath zurück. Leider 
traf er hier keinen seinen Fähigkeiten angemessenen Wirkungskreis, doch hinderte 
ihn dies keineswegs, mit unermüdlicher Berufsfreudigkeit an seiner innern Weiter- 
bildung fortzuarbeiten. Im Jahr 1840-1841 für Oberbaurath v. Barth bei der 
Errichtung des Museums der bildenden Künste zu Stuttgart beschäftigt, und 1844 
für die Hofbamneister Gabriel und Hofkammerbaumeister v. Gaab bei dem Umbau 
des vormaligen Lusthauses  einem sehr schönen Gebäude im Renaissancestyl, von 
dem er Während des Bau's noch trerfliche Aufnahmen machte  in das jetzige Hof- 
theater thätig, bekam er später den Auftrag, die ornamentalen und architektonischen 
Verzierungen für die vier, nach den Cartons des Professor v. Neher von den Gebr. 
Scheerer gemalten Fenster in der Stiftskirche zu Stuttgart zu entwerfen. Diese mit 
grossem Verständniss des Styls und der Aufgabe der Glasmalerei, in geschmack- 
voller Anordnung und reichem Wechsel der Formen erfundene, und für die Glas- 
malerei in Farben und in natürlicher Grösse ausgeführte Arbeit, welche allgemeine 
Anerkennung fand, bot ihm erwünschte Gelegenheit, sich in das Studium der mittel- 
alterlichen Architektur zu vertiefen, und er hat seitdem, sowohl durch eigene Kom- 
positionen in diesem Styl, an Grabmonumenten, Orgeln, Altären, durch Restaurationen 
 als durch treifliche, getuschte oder in Farben ausgeführte Abbildungen der 
interessantesten mittelalterlicher Bauten seines an derartigen Denkmalen so reichen 
Vaterlandes (insbesondere. auch für das von ihm in Gemeinschaft mit C. Heideloff 
herausgegebene TVerk: "Die Kunst des Mittelalters in Schwaben") bewiesen, wie 
gründlich er dieselbe erforscht, Wie tief 61' in den Geist des Vorbilds eingedrungen, 
und welch gediegene Leistungen auf diesem Gebiete sich von diesem, mit fester 
"Willenskraft und Beharrlichkeit sich seinem Berufe widmenden Künstler zu hoffen 
Sind. Sobald ihm ein geeignetes Feld für seine Thätigkeit hngewiesen wird. 
B611, John , ein englischer Bildhauer, der u. A. in der 1845 ausgestellten Statue 
eines altenglischen Adlerschützen ein ebenso glückliches Talent, als schöne Auf- 
fassungs- und Darstellungsweise an den Tag legte. 
Bella, Stefano della, ein geschickter Zeichner und goistreicher Kupferätzer, be- 
sonders in kleinen charaktervollen Figuren, geb. zu Florenz 1610, gest- daselbst 
1654, WM ein Schüler von Vanni und Canta Gallina und in seinen früheren Ar- 
beiten Nachahmer von Callot. Zu seinen besten, aus Schlachten, Jagden, See- 
stücken, Thieren und Verzierungen in mehr als 1500 Blättern bestehenden, ebenso 
frei als leicht, so fein als malerisch behandelten Radirungen gehören, nach seinen 
eigenen Zeichnungen und Eründungen: die Ansichten vom Pont neuf zu Paris; der 
P3111385; der heil- Pfvßper; das Seetreüen von der Insel Re und die Landung der 
Müller, Künstler-Lexikon. 8
        

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