Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041766
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Bedaif 
Begarelli , Antonio. 
ein Erzgiesser, der um 310 v. Chr. Geb. blühte, von dem indessen nur ein einziges 
Werk, ein Betender, bekannt ist. 
Bedaf, Antonie Aloisius Emmanuel van, geb. 1787 zu Antwerpen, gest. 1829 
zu Brüssel, malte gute Bildnisse und Historien. Unter den letzteren wird u. A. 
namentlich seine letzte Zusammenkunft Wilhelm des I. mit dem Grafen Egmont und 
die Verbindung der Edlen von Burgund gerühmt. 
Beechey, William, geb. 1753, gest. 1839, ein englischer Porträtmaler, dessen 
Bildnisse ihrer geistreichen Auffassung und ausserordentlichen Aehnlichkeit wegen 
seiner Zeit grosse Anerkennung fanden. 
Beek, Pieter van, ein holländischer Marinemaler, der um 1681 blühte, und in 
seinen Bildern mehr auf eine schlichte Naturwahrheit als poetische Auffassung aus- 
ging. Das Berliner Museum besitzt ein Bild dieses Meisters, eine leichtbeWegte-See 
mit zwei Kriegsschilfen und einigen Booten. 
Beeke, A. van., malte Früchte, todte Vögel u. s. w. mit grosser Meisterschaft. 
Die königl. Gallerie zu Wien besitzt ein Stillleben von ihm. Er lebte in der Mitte 
des 17. Jahrhunderts zu Bodegraven in Holland. 
Beer, Hans, ein altdeutscher Baumeister, der u. A. 1483 das Eboracher Kloster 
nebst Kapelle zu Nürnberg erbaute. 
Beerestraten, A. van, ein holländischer Maler, der um 1664 blühte und 1687 
starb, malte treifliche Seestücke, Ansichten von Häfen und Städten, vorzugsweise 
im YVinter. Im Museum zu Amsterdam befindet sich unter drei Gemälden von ihm 
sein Hauptbild: die Seeschlacht zwischen den Holländern und Engländern im Jahr 
1666. Das Museum zu Berlin besitzt eine Winteransicht einer Stadt, die Dresdner 
Gallerie einen Seesturm und ein Marinebild von diesem Meister. 
Bega, Cornelis, geb. zu Haarlem 1620, gest. daselbst 1664 an der Pest, ein Sohn 
des Bildhauers Peter Begyn, vom Vater aber wegen seines leichtsinnigen Lebens- 
wandels verstossen, wesshalb er den Namen Bega annahm, war der vorzüglichste 
Schüler des Adriaan van Ostade. Er malte, wie sein Lehrer, Bauerngesell- 
sehaften, Trinker, Raucher, Alchymisten, Astrologen und dergl. in meisterhafter, 
iieissiger und äusserst naturwahrer, aber zu feiner Behandlung, die daher meistens 
mit den von ihm dargestellten Scenen des gemeinen Lebens in lebhaftem Widerspruch 
steht. Bilder von ihm, die mit hohen Preisen bezahlt werden, findet man beinahe 
in allen grösseren europäischen Gallerieen.  
Bega radirte auch in Kupfer. Unter die besten der von ihm ausgeführten, 
bekannten 35 Blätter, die mit gewandter und kräftiger Nadel radirt, aber 
wenig vollendet sind, gehören: das Wirthshaus; das Bauernhaus mit acht Bauern; 
der Bauer am Fenster (ganz mit der kalten Nadel vollendet); die junge Wirthin mit 
zwei alten Bauern; die Gesellschaft am Kamin; die zwei Liebenden und der Lauten. 
Spieler, nach Teniers. 
Begarelli, Allli0lli0, geb. 1498, gest. 1565, ein Bildhauer aus Modcna, der sich 
nach Guido Mazzoni gebildet und als ein ausgezeichneter Meister in Bildhauer- 
arbeiten aus gebrannter Erde gerühmt wird. Er führt-e für die Kirchen seiner Vater- 
stadt und der Umgegend in Parma, Mantua und a. O. viele und vielerlei Werke: 
Grabmälcr, Krippen, Standbilder und Gruppen in und über Lebensgrösse aus Thon aus, 
und gab denselben die Farbe des Marmors; doch hat sich, wahrscheinlich wegen der 
Zerbrechlichkeit des Materials, Wenig von ihnen erhalten. Zu Modena sieht man 
in der Kirche S. Agostino eine ausgezeichnete Kreuzabnahme, deren drei schönste 
Figuren von der Hand seines Freundes Correggio herrühren sollen; in der Aka- 
demie zu Parma (früher im Kloster S, Giävanni daselbst) vier gfosgg Statuen und 
im Museum zu Berlin: einen Altar mit einem Christus am Kreuz, der von zwei 
schwebenden und zwei knienden und Fackeln tragenden Engeln umgeben ist. In 
diesen und den andern , noch in Modena von ihm vorhandenen Werken herrscht eine 
interessante naturalistisch malerische Behandlungsweise der Plastik, eine Freiheit 
der Bewegung und Weichheit des Ausdrucks, die an Correggio erinnern, und eine 
Vorstellung von den Modellen erwecken, die Begarelli demselben nach seiner Angabe
        

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