Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
A - E
Person:
Müller, Friedrich
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1040427
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1041544
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Barbarini 
Barbiere. 
und einige Bildnisse (aus der ehemaligen Sammlung Barbini-Breganze in Venedig); 
zu Venedig, in der Scuola de' Sarti bei den Jesuiten, ein Hauptwerk des Meisters: 
Hie Madonna mit dem heil. Omobono, der heil. Barbara, und einem Bildniss; in der 
Akadf-mie (früher in-S. Marco): sein berühmt-es Bild, der von den drei Heiligen lNIar- 
kus, Nikolaus und Georg beschwichtigte Seestnrm und ein Bildniss; in der Gallerie 
Manfrini: einige poetisch romantische Bilder, drei Venetianerinnen, die drei ver- 
schiedenen Temperamente repräsentirend; ein edler Venetianer, der, von einem Pagen 
begleitet, mit einem schönen Mädchen spricht; eine Dame mit einer Laute im Arm, 
und der sogenannte Astrolog; im Pal. Barbarigo: einige Studienköpfe und die Köpfe 
der neun Musen; in S. Crisostomo: ein Altarbild; zu Wien, in der k. k. Gemälde- 
gallerie des Belvedere: David mit dem Haupte des Goliath; die sogenannten Feld- 
messer aus dem Morgenlande (die letzte Vollendung von Fra Sebastiano del 
Piombo); ein geharnischter Krieger mit dem Epheukranz auf dem Haupte, die 
Hellebarde in der Linken; ein junger Mann mit Weiulaub bekränzt, wird von einem 
g-eharnischten Soldaten von hinten angefallen; der Apostel Johannes; ein Kreuz- 
ritter, der sich von einem Knaben die Rüstung befestigen lässt; das Brustbild eines, 
einSaiteninstrument stimmenden Mannes; das Porträt eines jungen Mannes; eine 
Auferstehung Christ-i, und Magdalena, den Heiland bittend, ihm die Füsse salben zu 
dürfen. Andere Bilder Giorgiones, deren erwähnt wird, die aber entweder zu Grunde 
gegangen sind oder deren dermaliger- Aufbewahrungsort unbekannt ist, sind: eine 
Folge von Darstellungen aus den Fabeln der Psyche in 12 Bildern, eine Sibylle, 
ehemals in der Sa-nat-dschen Gallerie, mehrere Madonnenbilder und viele Porträts, 
worunter namentlich die des Gonzalvo Ferrante, des Dogen Lionardo Loret-ano u. A. 
gerühmt werden; ferner der Henker mit dem Haupte des Johannes, eine Anbetung 
der Hirten, Giorgione mit seiner Geliebten, eine Iheil. Familie, Diana und Aktäon, 
ein Hirt mit einer Flöte, ehemals in der Sammlung König Karl I. von England; die  
drei Lebensalter, zwei Violinspieler und eine Muse, ehemals in der künigl. Sammlung  
zu Paris. 
Literatur. C. Ridolfi, Le vite degli illustri pitture Veneti. Venezia 1648.  Vasari, Leben der aus- 
gezeichneten Maler, Bildh. und Baumeister.  Lanzi, Geschichte der Malerei in Italien.  Waagen, 
Kunstwerke und Künstler in Paris.  W aag en , Kunstwerke und Künstler in England.  K ugler, Ha-ndb. 
der Geschichte der Malerei.  Museo Fiorentino, woselbst auch Giorgionds Porträt im Stich. 
Barbarini, Franz, geb. 1804 zu Znaim, ein geschickter Landschaftsmaler, dessen 
Bilder sich neben treuer Naturwahrheit durch meisterhafte Technik und grosse 
Effekte auszeichnen. 
Barbary, Jack da, auch Barbarus, oder Franz Babylone, und wegen seines 
Zeichens gewöhnlich der Meister mit dem Merkurstabe oder Schlange nstabe 
genannt, Maler und Kupferstecher zu Venedig, der zu Ende des 15. und im Anfange 
des 16. Jahrhunderts blühte. Zu seinen vorzüglichsten (sehr seltenen), zum Theil {Y 
an die Darstellungsweise des Giov. Bellini erinnernden Blätter gehören: eine W19] 
Viktoria; die Anbetung der drei Könige; eine heil. Familie; die heil. Katharina;  
Apollo und Diana; Judith mit dem Haupte des Holofernes; der Friede und der Sieg, 3x 
zwei nackte weibliche Figuren an einer Säule stehend, und der Kampf nackter Männer 
gegen Satyre. Die Augsburger Gallerie besitzt ein Gemälde von ihm mit der Jahrs- 
zahl 1504. Bartsch in seinem „Peintre graveur" zählt 24 Blätter von Barbary auf; 
man kennt nunmehr aber noch einige weitere. . 
Barbe, Jan Baptist, ein Kupferstecher, der um 1585 zu Antwerpen geboren wurde, 
sich nach Wierix bildete und viele kleine zart- ausgeführte Blätter stach. Sein von 
van Dyck gemaltes Porträt {hat Bolswert gestochen. Zu seinen gesuchtesten 
Stichen gehören: eine heil. Familie, nach Rubens; eine Ruhe in Aegypten, nach 
Bagghi und Maria mit dem Kinde, nach Frank. 
Barberi, Michelangelo, ein der Gegenwart angehöTiger trefflicher Mosaicist, von 
dem u. A. im Jahr 1843 zu Rom zwei ausgezeichnete grosse musivische Darstellungen 
für den Kaiser von Russland, die Stadt Rom in den vier Hauptepochen ihrer Ge- 
schichte vergegenwärtigend, ausgestellt waren. 
Barbiere, Alessanüo del, siehe Fei.
        

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