Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 125 in den Text gedr. Holzschn. und 15 farb. Tondrucktaf
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1666981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1668096
'l'cxtile 
K11] 
Decke 
In diesem Falle würde der Dreischlitz einen Ueberhang bilden 
und auf die innere Decke (das Pteron) präludirend hinweisen. 
(Siehe Doriseher Stil im Folgenden.)  
Obgleich vorgreiflich, Weil hier noch von den technischen For- 
menentstehungen nicht geredet wird, füge ich in den beifolgenden 
Holzsehnitten einige der wichtigsten Absehlussformen bei, die aus 
der Webekunst hervorgingen, worunter die Saalleiste und die 
Franse die wichtigsten sind. Letztere besteht aus den Endig- 
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Mittelalterliche Gewandvel 
Pänillng, 
Assyrische Troddeln und Fransen (Laynr: 
ungen der Zettelfäden, die über das Gewebe hinausrcichcn und 
zusammengedreht und mit Knoten verbunden sind, um das Aus- 
zettcln zu verhindern. 
Obschon die aufrechtstehenden und die hängenden Flächen 
manches Gemeinsame haben, darf man sie dennoch in stilistischer 
Beziehung nicht als identisch, etwa als in entgegengcsetztem Sinne 
einander gleich, behandeln. Ihre prinzipielle Verschiedenheit be- 
ruht auf dem allgemein gültigen Proportionsgesetze, wonach die 
proportionale Entfaltung einer Kunstform niemals nach der Rich- 
tung der Schwere erfolgen darf, sondern stets in dem entgegenge- 
setzten Sinne, nämlich dieser Richtung entgegen stattfindet. Dieses 
Gesetz erheischt ganz verschiedene allgemeine Dispositionen und 
entgegengesetzte Prinzipien der Ornamentation in beiden genannten 
Fällen. Um dem Kommenden über das Ornamentale nicht vorzu- 
greiifen, sei hier nur in Beziehung auf das Allgemeinerc der Dis-
        

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