Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 125 in den Text gedr. Holzschn. und 15 farb. Tondrucktaf
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1666981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1667954
Textile 
lust. 
Das 
Band. 
19 
Der Grad der Festigkeit manifestirt sich einestheils in dem 
Verhältnisse des Bindenden zu dem Gebundenen in Beziehung 
auf räumliches Maas, zweitens in der Textur und ostensiblen 
Resistenz des bindenden Stoffes. Beide Arten, den Grad der 
Festigkeit des Bandes auszudrücken, stehen einander in gewissem 
Sinne entgegen, das heisst ein Band, das durch Verhältnisse als 
kräftig wirkend bezeichnet ist, bedarf keiner Verstärkung durch 
formelle Hervorhebung der Resistenz der Textur, und umgekehrt 
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ist der Begriff des Bindens in Fällen, WO das Verhältniss des 
Bindenden zum Gebundenen klein ist, durch die ostensible Resi- 
stenz des Bandes kräftigst zu betonen. Ein sehr leichtes Band 
 
muss den Verhältnissen und der ostensiblen Resistenz nach spie- 
lend erscheinen; Beispiel: die Perlenschur (Astragal), das Blatt- 
gewinde (Stephanos). 
Jedes Band gibt sich als textiles Product, als ein Produet 
kund, bei welchem ein Rohstoff in Anwendung kommt, der sich 
durch seine Tenacität auszeichnet und dessen absolute Festig- 
keit,- das heisst dessen Resistenz gegen das Zerreissen in An- 
spruch genommen werden soll. 
Das einfachste Band ist die Linie, der Faden von flachem 
oder kreisrundem Durchschnitte. Das verstärkte Band sind meh-
        

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