Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 125 in den Text gedr. Holzschn. und 15 farb. Tondrucktaf
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1666981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1667906
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Drittes 
Hauptstück. 
erklärenden Symlnele der Begriffe des Schu tzes, der Deckung, 
des Abschlusses in der Kunst geworden. Sogar die Sprache 
hat zu der Bezeichnung dieser Begriffe ihre Ausdrücke von den 
textilen Künsten entlehnt, die somit, wie es den Anschein hat, 
älter sind als die Entstehung unserer jetzigen sprachlichen For- 
men. Dasselbe gilt von den ältesten religiösen Symbolen. 
Die Reihung. 
Die Reihung ist ein Gliedern der einfachen und desshalb noch 
ästhetisch indifferenten Bandform und wohl das ursprünglichste 
Kunstproduct, die erste thatsächliche Kundgebung des Schön- 
heitssinnes, der bestrebt ist, den Ausdruck der Einheit durch 
Vielheiten zu bewerkstelligen, die sich zu einer eurhythmischen 
Form verbinden und zugleich als Mehrheit der Einheit, auf welche 
sich die Reihung bezieht, gegen- 
übertreten, wodurch die Autorität 
-E _ und Einheitlichkeit des Subjectes 
mehr betont und gehoben wird. 
Der Blätterkranz ist vielleicht die früheste Reihung; er be- 
hielt als Corona in den Künsten aller Zeiten sein altes Vorrecht 
als Symbol der Bekrönung, der Begrenzung nach Oben,
        

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