Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 125 in den Text gedr. Holzschn. und 15 farb. Tondrucktaf
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1666981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1672160
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Syeteme der Ornamentation, die nicht mehr plastisch war, hervor- 
rief, die auch auf die Baukunst rückwirkte. Die Römer aber be- 
harrten, wie ich zeigen werde, selbst nach der Einführung der 
Scheibe getreulich bei dem alten plastischen Ornamente, es nach 
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Mykenische Ußpfscherbc-n. 
den Mitteln, die sich nun darboten, umbildend, und diese Tradition 
behält auch in der römischen Architektur, im Gegensatz zu der 
griechischen; ihren Ausdruck. Wie die Säulen sind auch die grü- 
nen, weissen und rothen Marmorplatten, die als Antepagmente 
(Gewände) in mehrfachen Bahnen rings um die Thür des Atriden- 
monumentes herumliefenf mit Schilden, Wellenlinien, Agraffen 
und Rosetten reichlich geschmückt, oder vielmehr vollstän- 
dig damit überdeckt.  Ueberall dasselbe Bekleidungsprinzip, 
nur die Stoffe verschieden. Das Dauerhafteste, der Stein, mit- 
unter die Terrakottaplatte, blieb übrig, das Vergängliche ist ver- 
schwunden und war desshalb für den "Besonnenen" niemals da. 
An dem jetzt besprochenen Monumente haben sich aber zum 
Glück ein paar Nägel und selbst Stücke der Bronzebekleidung 
erhalten, die das Ganze, selbst die Aussenseite soweit sie sicht- 
bar blieb und nicht in Erde vergraben war, mit reicher Caelatui- 
in dem Stile der steinernen Platten der Thürgewände überzog. 
Der Tempel von Assos gab Gelegenheit zu beobachten wie 
der frühe Stil das Epistyl so darstellt als wäre der Strukturkern 
mit einem Antepagma von getriebenem Metall umgeben; jetzt, bei 
2119 partie pag. 80. Die diesem Aufsatze beigefügten Darstellungen mykeni- 
scher Topfscherben habe ich zu dem beistehenden Holzschnitte benützt. 
2 Die Restitution durch Donaldson in den Antiq. of Athens Suppl. p. 25 
lässt gerade diese Thiirumfassungen unbekleidet, obschon eine doppelte Ver- 
tiefung, die rings herumläuft, deutlich genug den Zweck verräth wesshalb sie 
ausgehauen wurde, nämlich zur Aufnahme der genannten Mamxorfriese.
        

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