Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 125 in den Text gedr. Holzschn. und 15 farb. Tondrucktaf
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1666981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1672115
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Kunst. 
Hellas. 
Kleinasiexx. 
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Natur. Noch andere Bruchstücke derart sind in ähnlich asiati- 
sirender Weise gehalten. 
Alle angeführten Analogieen und Beispiele überzeugen uns 
von der asiatischen Abstammung und von der Verbreitung des 
besprochenen Motivs in Kleinasien, allein sie vergegenwärtigen 
noch nicht dessen eigentlich stilistischen Sinn und Ursprung. 
Diesen glaubt man aber zu erkennen durch die Vergleichung 
jener Skulpturen von Assos mit gewissen merkwürdiger Weise 
eben so sehr in dem Dargestellten wie in der Darstellung ihnen 
nahekommenden etruskischen Reliefs in getriebenem Metalle, in 
Thon und in Stein. Hier nenne ich zuerst die Ueberreste von 
Streitwagen und andern Prachtgeräthen, die zu Perugia und an 
sonstigen Orten gefunden wurden und aus Platten in getriebener 
Metallarbeit auf Holzgrund bestehen; sie finden sich in den Mu- 
seen zerstreut; die bekanntesten, auf die ich hier besonders an- 
spiele, in Perugia, in München und im britischen Museum. Ihr 
Stil ist sehr alterthürnlich; geflügelte Thiere mit Menschenantlitz, 
Thierkämpfe, Jünglinge mit Schwänen, Gorgonen, vor allem häufig 
der Fischgott, Oannes, oder Melikertes, füllen die durch verzierte 
Nähte getrennten Compartimente des Metallüberzugs. Diese flach 
erhabenen Bildnereien tragen nicht nur den allgemeinen Typus 
der asiatischen Kunst, auch die Gegenstände, z. B. die Fisch- 
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menschen und die Sphinxe sind in allem Einzelnen identisch mit 
denen auf dem Epistyl des Tempels von Assos, nur dass der 
hellenische Bildhauer bereits dem ihrh unbekannten unthätigen 
Fisuhgott Oannes etwas zu thun gibt, ihm eine Geschichte an-
        

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