Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 125 in den Text gedr. Holzschn. und 15 farb. Tondrucktaf
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1666981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1671472
Textile 
Kunst. 
Assyrien. 
371 
eingewirkt habe wird sich besonders bei der später folgenden Er- 
wähnung der römischen Wanddekoration zeigen, die, wie so vieles 
Spätrömische, den Einfluss asiatischer Gebräuche bekundet, oder 
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Details derselben 
vielmehr geradezu Nachahmung orientalischer Motive ist. Wir 
sehen und erkennen die letztern zum Theil nur in ihrem durch 
das uns besser bekannte späte Römerthum zurückgeworfenen 
Spiegelbilde. 
Während des Mittelalters hatte auch dieser Theil der Kunst 
den schon einmal durchwanderten Entwicklungsgang fast in glei- 
cher Weise durchzumachen, worüber an seiner Stelle noch Eini- 
ges gesagt werden wird. 
Diess leitet uns hinüber zu einer andern sehr wichtigen Frage 
die das Deckenwesen und die damit verbundene Säulenordonnanz 
des assyrischen Stiles betriift. 
Es ist ausgemacht, dass die horizontale Decke in ihrem Zu- 
sammenhange mit der Säule und dem Giebeldache wie in der ge- 
sammten Kunst so auch in der assyrisehen Architektur und den 
ihr verwandten Stilen ein organisches Fundamentalmotiv abgab, 
und dass das Gewölbe, obschon es zu rein struktiven Zwecken 
vielfach benützt wurde, kein eigentliches architektonisches Element 
war, oder wenigstens den höheren auf Tempel, Paläste, Grabmäler 
und dgl. angewandten Stil nicht gründlich beeinflusste. Wir wissen 
diess aus bildlichen Darstellungen und zugleich aus der Mitthei-
        

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