Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 125 in den Text gedr. Holzschn. und 15 farb. Tondrucktaf
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1666981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1671436
Kunst. 
Textile 
Assyrien. 
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in das innerste Gesetz der Natur geblickt haben, die alle ihre 
organischen Gebilde nach dem Röhrensysteme hervorbringt, das 
[Eä vorzüglich deutlich undarehitektonisch an 
 (121? emfaßhßfen Organismen des vegeta- 
 vosgx ä?" bilischen Reiches hervortritt? Es wäre 
  denkbar dass der unbefangene Sinn des 
  Naturmenschen, dessen Bildnerinstinkt 
   noch Illßllt- durch dlheorien abgestumpft 
 1st, aus reiner Intuition zu der vollsten 
  Erkenntniss dessen gelangt wäre was un- 
"i sere abstrakte Wissenschaft erst mit Mühe 
feststellte, ohne jedoch dabei die ästhetische Frage zu berühren. 
Wie dem auch Sei, immerhin bleibt es fest dass dieses Tubular- 
System, verbunden mit dem Grundsatze des Schweifens und Fäl- 
telns metallischer und anderer laminirter Körper, ein sehr frühes 
Moment der Architektur ward, das sich besonders in der Tektonik 
als fruchtbar erwies und zwar in rein struktivem aber auch in 
stiltheoretischem Sinne, in welchem letzteren wir hier und in dem 
Folgenden vorzugsweise dasselbe berücksichtigen werden. 
Sowohl von der älteren Methode des einfachen Beschlagens 
lJÖlZGPIIGP Brettflächen mit Blechen aus Metall 111111 Zwecke des 
Wandbekleidens und Verschliessens der Räume, wie von der 
später erwähnten Nachahmung der Tisehlerarbeit und des Rahmen- 
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Thür des Tempels de's Remus. 
werkes mit Hülfe hohler Metallformen haben sich Beispiele aus 
dem Alterthume erhalten, erstere freilich, wegen der Vergänglich- 
keit des Holzes, nur in einzelnen dünnen Bronzeplatten; deren
        

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