Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 125 in den Text gedr. Holzschn. und 15 farb. Tondrucktaf
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1666981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1669722
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aber iminer in streng konventioneller Weise und unter einem 
gewissen Zwange, den die Quadratur des Netzes vorschreibt. 1 
Es ist merkwürdig, dass der Kreuzstieh die Methode des 
Stickens bei den Aegyptern war, 2 (noch viele Ueberreste in dieser 
Manier haben sich erhalten) dass. dagegen die Assyrier ihre 
Stickereien im Plattstieh ausführten, der auch noch heutigen 
Tages in Indien und China der vorherrschende ist. Möchte man 
nicht schon in diesem Unterschiede einen Beweis des wichtigen 
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' Die ganz "au petit pointu ausgeführten Tapeten aus den Zeiten Lud- 
wigs XV. lassen einen gewissen, dem Verfahren bei ihrer Ausführung ginge. 
messeneu Stil rnitten durch die Freiheiten und Willkiiren der damaligen 
Kunstrichtung diindurchschimmern. 
2 Da das opus phrygionium (oder opus phrygium) der Alten sicher nichts 
anderes war als die Kreuzstickerei. so lässt sich daraus schliessen , dass auch 
in Kleinasien diese dem opns plumarium iontgegengesetzte Technik die allge- 
mein bei Stickereien übliche war. Petronius erwähnt des plumatxim Babyloni- 
vmn. Der beifolgerlde Holzschnitt gibt eine Linnenstiekerei die sich unter 
anderen nicht mindm-lkunstreichen Mustern derselben Art auf eine 'l'unika 
nufgcnäht fand, die in dem Innern eines Grabes zu Saquam in Aegypten go- 
fuuden wurde. Das Grab ist noch aus dem alten Ih-ichv, somit ist dieses zier- 
liche Nadclwerk vielleicht über 6000 Jahre alt. 
Mehreres über das Stickerviivcßsen der Alten findvi man in den Nuten des 
Snlnmsius zum Bdavius Vnpisvus passim.
        

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