Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 125 in den Text gedr. Holzschn. und 15 farb. Tondrucktaf
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1666981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1669658
Textile 
Kunst. 
Processe. 
Geßecht. 
189 
wie dicss die Weberei bedingt, sondern dass auch diagonale und 
nach allen Richtungen laufende Fäden in die Textur eingefloch- 
ten werden können. Dieser Vorzug soll in dem Geflechte 
auf alle Weise behauptet, scheinbar gemacht, zum 
Charakteristicum erhoben werden.  
Die Kunst des Bereitens der Decken aus Rohrgeflechten 1st 
uralt und hat seit den Zeiten des alten Reiches der Pharaonen 
 keine Wesentlichen technischen Fort- 
 l s; s: r'tt c acht in der ästhetischen 
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unbefangenen glücklicher und sinnreichcr als' wir heutigen Euro- 
päer mit unserer bewunderten mechanischen Allmacht. 
Das Mattengeüecht bringt geometrische Muster von reichster 
Abwechslung hervor, vorzüglich wenn die Elemente durch Farben- 
wechsel und in der Breitenausdehnung variiren. Es war immer 
ein sehr fruchtbares Motiv der lillätchendekoration schon bei den 
Aegyptern und Assyriern, deren glasirte Ziegelwände oft nach 
dem Vorbilde der Mattengeilechte gemustert waren, zumal zur 
Zeit der spätern Dynastieen des assyrischen Reichs (Khorsabad, 
Kuyundshik.) Wohlaus uralter Ueberlieferilng wird dasselbe 
in dem asiatisirenden byzantinischen Baustil und in den ver- 
schiedenen Verzweigungen des arabischen Baustils bis zum 
Üebermass benützt. Die höchste Ausbildung erhielt es in Spanien
        

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