Bauhaus-Universität Weimar

Titel:
Die textile Kunst für sich betrachtet und in Beziehung zur Baukunst ; mit 125 in den Text gedr. Holzschn. und 15 farb. Tondrucktaf
Person:
Semper, Gottfried
Persistente ID:
urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1666981
PURL:
https://digitalesammlungen.uni-weimar.de/viewer/resolver?urn=urn:nbn:de:gbv:wim2-g-1669626
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Viertes 
Hauptstück. 
freier Hand führt das Motiv aus. Alle andern genannten Spitzen 
sind durchweg freie Handarbeit. 
Alle diese Sorten sind unter sich charakteristisch verschieden, 
aber gemeinsam leicht von Klöppelwerk dadurch zu unterschei- 
den, dass sie alle aus Variationen der beiden Stiche bestehen, 
die auf den unterstehenden Figuren 1 und 2 dargestellt sind. 
Fig  Q. 
2) Bobinet, Kissen- oder Klöppelarbeit ist eine Er- 
findung der neuern Zeit. Man nennt Barbara Uttmann aus 
Sachsen als die Erfinderin und, gibt das Jahr 1560 als das Jahr 
der Erfindung an. 
Man unterscheidet spanische, gegründete spanische, sächsisch- 
brüsseler, Hämisch-brüsseler, mecheler, valeneienner, holländi- 
sche, Lille-Spitzen. Dann noch Chantilly, Honiton- und Bucking- 
hamshire-Spitzen, zuletzt Blonden. 
Der Process des Spitzenklöppelns besteht aus einer Art von 
gemischter Weberei, Zwirnerei und Flechtung. Das Dessin der 
meisten Sorten Wird durch ein Zusammengreiien der Fäden her- 
vorgebracht, wie es beim Weben der Leinwand in Anwendung 
kommt; (Fig, 3)  der Grund dagegen wird durch Flechtung der 
Fäden erzeugt, oder bei anderen Sorten durch einfaches Zwirnen, 
(Siehe Figuren 4 und 5.) 
Fiy. 4. Fig. ö. Fiy. 6. 
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Ausserdem kommen noch Variationen zwischen diesen Pro- 
ceduren vor, die aber im Wesentlichen das Charakteristische der 
geklöppelten Spitzen bilden.
        

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